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Im Land der Skipetaren

Albanien – das letzte Geheimnis Europas

Albanien wird mitunter als letztes Geheimnis Europas bezeichnet. Vielleicht zu Recht: Im europäischen Bewusstsein spielt es oft eine untergeordnete Rolle und auch Karl Mays Roman „Im Land der Skipetaren“ erweckt eher den Eindruck von Orient und Fremde. Auch heutige Reisende müssen sich erst zurechtfinden in einem Land, das so anders wirkt und in dem verschiedene Kulturen und Religionen zusammenkommen. Die Antike, die byzantinische, die venezianische und die osmanische Zeit haben hier Spuren hinterlassen: Eine Symbiose, bei der auch Berge und Meer aufeinandertreffen und ein harmonisches Ganzes bilden. Vielfalt unter einem mediterranen Klima – höchste Zeit, dieses Land kennenzulernen, das nur zwei Flugstunden von Düsseldorf entfernt ist.

Ihr/e Reiseleiter/in

Freitag, 10. Mai 2024
Vom Rhein an die Adria
Flug mit Eurowings von Düsseldorf (6.45 Uhr) nach Tirana (9.05 Uhr) und Transfer zum Hotel Opera****. Nach einer kurzen Pause im Hotel erschließt sich die Hauptstadt Albaniens bei einem Rundgang. Rund um den zentralen Skanderbeg-Platz liegen die wichtigsten Gebäude, so auch das Nationalmuseum, dessen Besuch einen ersten Einblick in die reiche Geschichte Albaniens bietet. Von der religiösen Pluralität zeugen die großen Gotteshäuser, die Kathedralen und die Moschee von Ethem Bey.


Samstag, 11. Mai 2024
Mazedonisch, römisch, byzantinisch
Folgt man der alten römischen Straße, der Via Egnatia, gen Osten, geht die Fahrt über beeindruckende Pässe und durch enge Täler bis zum Ohridsee. Dort, in der heutigen Republik Nordmazedonien, haben sich Zeugnisse eines der wichtigsten christlichen Zentren Südosteuropas erhalten. Die Kirchen und Klosteranlagen mit byzantinischen Fresken gehören nicht nur zum UNESCO-Weltkulturerbe, sie bieten auch eine geradezu exemplarische Möglichkeit, sich mit byzantinischer Malerei vertraut zu machen.


Sonntag, 12. Mai 2024
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Osmanen und Ikonen
Südlich des Ohridsees liegt das Kloster Sveti Naum. Der Heilige Naum gilt als wichtiger Missionar und Heiliger der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche. Über die Berge geht es zurück nach Albanien in die Stadt Berat, eine Stadt im osmanischen Stil. Weiße Natursteinhäuser mit großen Fenstern prägen das Bild der Altstadt und verleihen ihr den Namen „Stadt der tausend Fenster“. Über ihr thront eine der größten Festungsanlagen des Balkans; im Burgbereich der Altstadt mit ihren kleinen Häuschen findet sich das Onufri-Museum für Ikonen.


Montag, 13. Mai 2024
Eine „Chronik in Stein“
Die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stadt Gjirokastra liegt eindrucksvoll auf der Höhe. Mit seinem Roman „Chronik in Stein“ hat ihr der albanische Schriftsteller Ismail Kadare ein literarisches Denkmal gesetzt. Aus gutem Grund, wähnt man sich beim Bummel durch die Gassen fast in einer anderen Zeit. Einblick in die Lebenswelten und Wohnkultur früherer Jahrhunderte gibt auch der Besuch im Skenduli-Haus, das heute als Museum genutzt wird. Über den Muzina-Pass wird die Karstquelle „Blaues Auge“ erreicht, der eindrücklichste Quell der Bistrica. Die Lekursi-Burg überragt Saranda in großer Höhe, von dort geht der Blick weit über das Ionische Meer.


Dienstag, 14. Mai 2024
Landschaft mit Ruinen
In Sichtweite der griechischen Insel Korfu zwischen dem Ionischen Meer und einem See liegt die Ruinenstadt Butrint, die etwa in der Aeneis des Vergil Erwähnung findet.
Interessante Einblicke gewährt der Besuch der weitläufigen Ruinenanlage mit der Akropolis, einem Amphitheater, Tempeln, Thermen, Mosaiken, Kirchen und der venezianischen Burg sowie dem Archäologischen Museum. Die angeblich von einem Sohn des Priamos gegründete Stadt erlebte ihre Blüte in Augusteischer Zeit - die vielen Relikte haben Butrint den UNESCO-Status eingebracht. Die Ksamil-Küste mit ihren kleinen Inseln und schönen Buchten ist ein beliebtes Ziel für Ausflüge und Zeit am Meer.


Mittwoch, 15. Mai 2024
Entlang der Küste
Weit schieben sich die Berge Albaniens ans Meer, sodass die Küstenstraße über den 1 000 m hohen Llogara-Pass führt. Schon Caesar ist über diesen hinweggezogen. Der Küstenabschnitt mit seinen Bergen formt eine wildromantische Landschaft mit Buchten, die für die Schifffahrt früherer Jahrhunderte große Bedeutung hatten. Davon legt die Porto Palermo-Bucht mit der Ali-Pasha-Festung ein monumentales Zeugnis ab. Gegenüber ließ Enver Hoxha einen U-Boot-Bunker in den Berg treiben. Apollonia, ursprünglich eine griechische, dem Gott Apollon geweihte Kolonie, Studienort von Cicero und Octavian, stellt heute eine der wichtigsten antiken Stätten Albaniens dar. In späterer Zeit stand hier ein byzantinisches Kloster, dessen Marienkirche aus dem 14. Jahrhundert das Studium byzantinischer Architektur ermöglicht.


Donnerstag, 16. Mai 2024
Burgen und Klöster im Gebirge
Hoch über der Myzeqe-Ebene liegt das Kloster Ardenica, das wahrscheinlich im späten 13. Jahrhundert vom byzantinischen Kaiser Andronikos II. Palaiologos gegründet wurde. Die nördlich von Tirana gelegene Stadt Kruje hingegen war die Heimat des albanischen Nationalhelden Skanderbeg. Von hier aus organisierte er den Widerstand gegen die West-Expansion des Osmanischen Reiches. Die Burg beherbergt heute ein Museum, das seinem Andenken und diesem Kapitel der albanischen Geschichte gewidmet ist. Am Abend geht es zurück nach Tirana.


Freitag, 17. Mai 2024
Mirupafshim Shqipëri!
Transfer zum Flughafen Tirana und Rückflug (9.45 Uhr) mit Eurowings nach Düsseldorf (12.15 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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