Ferienakademie - Barcelona - Thomas-Morus-Akademie Bensberg
© Stefan Roks, unsplash

Kulturmetropole Barcelona

Spaziergänge durch die Hauptstadt Kataloniens

Nach einem Roman Eduardo Mendozas war Barcelona in den Jahren um 1900 „Die Stadt der Wunder“. Aus der katalanischen Metropole ist durch Industrialisierung und Stadterweiterung, Weltausstellungen und internationalen Handel, vor allem jedoch durch das Zusammentreffen unterschiedlichster brillanter Köpfe ein Ort der Moderne, aber auch der unwiderstehlichen Magie, die kaum rational erklärbar ist, geworden. Bis zum Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs erlebte die Stadt den spanischen Historismus, den Modernisme mit Köpfen wie Antoni Gaudí und Lluís Domènech i Montaner, die Ausläufer des Spätimpressionismus und Kubismus mit Pablo Picasso und schließlich den surrealistischen Exzentriker Salvadore Dalí. Nach dem bleiernen Schlaf der Diktatur Francos erfand sich Barcelona mit Weltausstellung und Olympischen Spielen wieder neu und öffnete sich schließlich hin zum Meer. Gelegen zwischen Bergen und Ozean, geprägt durch die Spätgotik, die Belle Époque und die Postmoderne bietet die Stadt seit jeher auch eine der experimentellsten Küchen der Iberischen Halbinsel – „de montaña y mar“, mit dem Besten, was Gebirge und Meer zu bieten haben.

Ihr/e Reiseleiter/in

Dienstag, 12. November 2024
Auf ans Mittelmeer
Flug nach Barcelona und Transfer zum Hotel Catalonia Catedral****.
Bis heute verkörpert das berühmte Barri Gòtic die glanzvolle Zeit des katalanischen Hochmittelalters um 1500. Das Gewirr enger, dunkler, mittelalterlicher Gässchen wird durchbrochen von den imposanten Bauten der Kathedrale und der Hallenkirche Santa Maria del Mar, die die Stellung Barcelonas als Großmacht verkünden und die Vergangenheit greifbar machen.


Mittwoch, 13. November 2024
Auf den Spuren Picassos
Pablo Picasso verbrachte einen Großteil seiner Jugend in Barcelona und war hier Teil eines sehr Frankreich–affinen Künstlerzirkels rund um das Café Els Quatre Gats. Der Besuch des Picasso–Museums vermittelt einen Eindruck seiner frühen Jahre, die den Weg des Künstlers auf der Suche zeigen. Ein Spaziergang führt schließlich über die großen Plätze und Boulevards seiner Jugend, die Plaça Reial mit ihren klassizistischen Häusern und Arkaden, die Plaça de Catalunya und die mit Bäumen gesäumten Ramblas, Barcelonas berühmt-berüchtigte Flaniermeile. An der Südseite lockt die sehenswerte, bis 1914 errichtete Markthalle, kurz „La Boqueria“, mit den besten Spezialitäten der katalanischen Region, farbenprächtigen Früchten und appetitanregenden Düften.
Im deutlichen Gegensatz zur dunklen Altstadtpatina des Viertels Raval sticht nachmittags der weiße Bau des Museu d’Art Contemporani de Barcelona (MACBA) hervor. Das Werk des amerikanischen Architekten Richard Meier ist nicht nur ein Kunstwerk für sich, sondern mit seinen Sammlungen katalanischer Kunst aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart auch richtungsweisend.


Donnerstag, 14. November 2024
Von der Romanik zu Joan Miró
Eigenwillig und unvergleichlich thront Mies van der Rohes stilbildender Pavillon zur Weltausstellung von 1929 über der Stadt. Ein paar Schritte weiter liegt das Museu Nacional d‘Art de Catalunya auf einem Hügel über der Stadt. Dieses enzyklopädisch volle Haus bietet vor allem eine der am besten erhaltenen Freskensammlungen der Romanik, darüber hinaus aber auch Gemälde des Goldenen Jahrhunderts, der Zeit von Velázquez und schließlich eine reiche Modernisme-Sammlung, die ein Präludium zum nächsten Tag der Reise bildet. Unweit und mit ebenso spektakulärer Sicht über Barcelona befindet sich die Fundació Joan Miró, die dem katalanischen abstrakten Surrealisten gewidmet ist, der durchaus regimekritische Töne in der Zeit Francos anzuschlagen wusste.


Freitag, 15. November 2024
Auf den Spuren Antoni Gaudís und des Modernismo
Der vierte Tag widmet sich ganz Barcelonas bekanntestem Spross, dem Baumeister Antoni Gaudí. Nach Besichtigung eines Frühwerks, dem Palau Güell, geht es in die berühmten Gartenanlagen über der Stadt, die mit Keramikscherben in der sogenannten Trencadís-Technik gesäumten Terrassen des Parque Güell. Nachmittags führt der Weg in einen der schönsten Konzertsäle Europas, den Palau de la Música von Lluís Domènech i Montaner, einem Konkurrenten und Kollegen Gaudís, der hier eine fast musikalische Komposition aus Raum, Farbe und Licht erschaffen hatte. Ohne dieses Modell ließe sich auch die berühmte Sagrada Família nicht denken, an der bis heute gebaut wird. Die wohl bekannteste und nicht unumstrittene Sehenswürdigkeit Barcelonas vermag mit ihrer in Stein geformten Sakralität zu umarmen, einzunehmen und zu überwältigen, und ist zugleich Abschluss und Höhepunkt des Tages.


Samstag, 16. November 2024
Von der Gotik zu Salvadore Dalí
Der heutige Ausflug führt zunächst nach Girona mit seinen mittelalterlichen Kirchen und arabischen Bädern. Die Kathedrale als größte Hallenkirche der Iberischen Halbinsel begeistert in ihrem Kreuzgang mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament, einer prachtvollen goldenen Monstranz und einem Teppich aus dem 11. Jahrhundert. Von dort aus führt der Weg nach Figueres und in die Welt des Surrealismus. Der große Rivale Picassos, Salvadore Dalí, schuf sich hier in einem alten Theater eine Bühne zur Selbstinszenierung, die Großplastiken, Gemälde und Juwelenentwürfe versammelt.


Sonntag, 17. November 2024
Adéu, Barcelona!
In den Hallen der ehemaligen königlichen Werft, selbst schon eine Sehenswürdigkeit für sich, ist seit 1929 das Museu Marítim untergebracht, das eine Fülle von Exponaten zur Geschichte der Seefahrt präsentiert. Glanzstück ist sicherlich der Nachbau der königlichen Galere.
Erfüllt mit Nautik, Kulinarik und Kultur geht es zurück in die Heimat. Rückflug von Barcelona.

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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