Max Ernst und Hans Arp-Künstlerfreundschaft - Erkundung der Thomas-Morus-Akademie Bensberg
© LVR-ZMB-Dominik Schmitz

Eine rheinische Künstlerfreundschaft

Max Ernst und Hans Arp

Um 1900 entwickelte sich eine Bewegung in der Kunst, in der alles möglich schien. Surrealismus und Dada sind nur zwei Beispiele dieser explosiven Zeit. Dem einen ordnet man Max Ernst zu, dem anderen Hans Arp. Doch so leicht ist es nicht. Beide Kunstrichtungen überschneiden sich – inhaltlich, formal und äußerlich. Kein Wunder also, wenn Vertreter beider Seiten eine große Schnittmenge haben. So trafen sich Max Ernst und Hans Arp bereits vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, verloren sich dann aus den Augen, trafen sich aber wieder und machten gemeinsam Kunst. Nicht Surrealismus und Dada, vielmehr Kunst der Avantgarde.

Freitag, 28. Juni 2024
Treffpunkt am Max Ernst Museum in Brühl (11.00 Uhr).

Max Ernst – der Jahrhundertkünstler aus Brühl
Max Ernst verbrachte seine Kindheit neben dem Brühler Schlosspark und machte dort auch seine ersten Pleinairmalereien. Doch bald zog es ihn fort: Nach Bonn zum Studium, nach Paris für die Kunst, nach Amerika auf der Flucht. Das Max Ernst Museum präsentiert in seiner ständigen Sammlung einen umfassenden Überblick über Max Ernsts künstlerisches Schaffen. Entlang seiner Biografie bewegen sich die Besucherinnen und Besucher durch eine Kunstwelt von frühen naturalistischen Anfängen über eine Vielzahl spannender Techniken, wie Grattage, Frottage und Décalcomanie bis hin zu seinen D-paintings, Geschenke an seine vierte Ehefrau, Dorothea Tanning.

Hans (Jean) Arp – ein Pionier der abstrakten Kunst
Hans - oder auch Jean - Arp und seine Frau Sophie Taeuber-Arp erhielten durch die beharrliche Initiative des Bonner Galeristen Johannes Wasmuth 2007 in Rolandseck ein Museum. Die neue Ausstellung „Kosmos Arp“ gibt einen tiefen Einblick in die Kunst des Künstlerpaares: Sophie Taeuber-Arp, eine gelernte Konstruktivistin mit handwerklichem Schwerpunkt im Bereich der Textilgestaltung und Hans Arp, der Autodidakt.
Im Anschluss an die Führung im Arp Museum kann der Außenbereich besichtigt werden. Dort befindet sich Hans Arps Plastik „Bewegtes Tanzgeschmeide“, Hinweise auf die semifiktive Fluggesellschaft „Ingold Airlines“ und, zurückhaltend im Grase sitzend, der „VOID-Stone“ von George Brecht.

Ende der Veranstaltung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck (ca. 17.45 Uhr) und individuelle Rückfahrt.

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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