Barnos, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia CommonsEin gemeinsamer Himmel über einem geteilten Land
Literatur der DDR von 1949–1971
Das Seminar möchte literarische Werke Revue passieren lassen, die in der DDR – während der Ära Ulbricht (1949–1971) – zum Lektürekanon gehört oder system-kritische Töne angeschlagen haben, die aber teils nur im „Westen“ erscheinen konnten. In den 1950er „Aufbaujahren“ wurde die jüngste Vergangenheit thematisiert, wie von Anna Seghers in „Die Toten bleiben jung“, von Bruno Apitz in „Nackt unter Wölfen“, aber auch die damalige Gegenwart.
Nach dem Bau der Berliner Mauer 1961 zeichnet sich in der Literatur der „Ankunftsjahre“ eine Liberalisierung im Zeichen des „Bitterfelder Weges“ ab – wie in Brigitte Reimanns „Ankunft im Alltag“, Erwin Strittmatters „Ole Bienkopp“, Christa Wolfs „Der geteilte Himmel“. Ab 1965 läuten systemstabilisierende Romane wie Hermann Kants „Die Aula“ eine Phase erneuter Restriktionen ein, denen etwa Jurek Beckers „Jakob der Lügner“ ausgesetzt war.
Besondere Beachtung verdienen die hochgeschätzten („DDR“-) Lyriker*innen wie Johannes R. Becher, Wolf Biermann, Johannes Bobrowski, Bertolt Brecht, Peter Huchel, Sarah Kirsch, Günter Kunert, deren Gedichte oft um zeitgebundene Themen kreisen, die aber auch überzeitliche Gültigkeit beanspruchen können.
Wir laden Sie herzlich nach Bensberg ein, um über die wichtigsten Werke der frühen „DDR-Literatur“ zu sprechen!
Ihr/e Referent/in
Ihre Tagungsleitung
Samstag, 19. September 2026
14.00 Uhr
Vergangenheit und Schullektüren in der DDR
Anna Seghers „Die Toten bleiben jung“, Bruno Apitz „Nackt unter Wölfen“, Dieter Noll „Die Abenteuer des Werner Holt“ u.a.
15.30 Uhr
Kaffee- und Teepause
15.45 Uhr
Die neue Wirklichkeit nach dem Mauerbau
Brigitte Reimann „Ankunft im Alltag“, Erwin Strittmatter „Ole Bienkopp“, Christa Wolf „Der geteilte Himmel“
18.00 Uhr
Abendessen
19.15 Uhr
Gedichte im Gespräch am Abend
Johannes R. Becher, Bertolt Brecht, Johannes Bobrowski, Wolf Biermann, Sarah Kirsch u.a.
21.30 Uhr
Ende des Veranstaltungstages
Sonntag, 20. September 2026
ab 7.00 Uhr
Frühstück für Übernachtungsgäste
8.00 Uhr
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes
in der Edith-Stein-Kapelle
9.45 Uhr
Realität im sozialistischen Realismus
Hermann Kant „Die Aula“, Erik Neutsch „Spur der Steine“ u.a.
11.15 Uhr
Kaffee- und Teepause
11.30 Uhr
Blicke über die Grenzen
Irmtraud Morgner „Hochzeit in Konstantinopel“, Jurek Becker
„Jakob der Lügner“ u.a.
13.00 Uhr
Mittagessen
14.00 Uhr
Ende der Veranstaltung
Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.



YAYOI KUSAMA Courtesy of Ota Fine Arts
A. Beltrame) - La Domenica del Corriere_CC-PD-Mark via WikimediaCommons







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