Hamburger Architektur und Kunst - Ferienakademie der Thomas-Morus-Akademie Bensberg
© Lennart Schneider, unsplash.com

Hafen der Moderne

Hamburger Architektur und Kunst

Mit seiner „Elphi“ – der spektakulären Elbphilharmonie – ist Hamburg endgültig ein Hafen der Moderne geworden. Die legendäre Speicherstadt entwickelt sich dabei mit einer Fülle moderner Bauten zur neuen HafenCity. Die Entwicklung zur modernen Großstadt hatten die Hamburger bereits im 19. Jahrhundert eingeleitet. Sie fand ihren ersten Höhepunkt in modernen Kontorhäusern wie dem berühmten expressionistischen Chilehaus. Der Wiederaufbau in der Nachkriegszeit knüpfte mit neuen Hochhäusern daran an. Auch als Ausstellungsort moderner bildender Kunst setzt Hamburg mit seiner Kunsthalle, den Deichtorhallen und dem Bucerius Kunst Forum Maßstäbe. Ergänzt wird dieses Angebot von Institutionen wie dem Ernst Barlach Haus und dem Museum für Kunst und Gewerbe. Begleiten Sie uns in die Metropole des Nordens und fahren Sie mit uns ein in den Hafen der Moderne!

Montag, 28. März 2022
Moin, Hamburg!
Individuelle Anreise ins Reichshof Hotel Hamburg****.
14.30 Uhr
Kirchen und Kommerz - Stadtrundgang
Bereits beim Hineinfahren in die Elbmetropole begrüßen einen die monumentalen Eintürme der Hamburger Hauptkirchen. Bei einem ersten Stadtrundgang wird klar, wie der Turm des Rathauses, die Hochhäuser der Nachkriegszeit und die turmartige Elbphilharmonie ihr Ensemble heute ergänzt. Das vielfältige Stadtbild vervollständigen große Geschäftsbauten, Passagen und nicht zuletzt das allgegenwärtige Wasser von Elbe und Alster.
Moderne in alter Hülle - Bucerius Kunst Forum
Das internationale Ausstellungshaus befindet sich seit Juni 2019 nur wenige Meter von seinem alten Standort. Hinter historischer Fassade sind nach Plänen von Gerkan, Marg und Partner völlig neu gestaltete Räume für die Künste entstanden. Hier werden jährlich vier Ausstellungen zu Themen von der Antike bis zur Gegenwart gezeigt. Zum Reisezeitpunkt widmet sich die Ausstellung „Minimal Art“ erstmals der sinnlichen Seite des Minimalismus, der Anfang der 1960er Jahre in den USA entstand.

Dienstag, 29. März 2022
Bauhaus und SPIEGEL - Museum für Kunst und Gewerbe
Im 1874 gegründeten Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg findet sich unter den „Period Rooms“ als Teil der bedeutenden Jugendstilsammlung der „Pariser Saal“ von der Weltausstellung 1900. Die Moderne ist mit Werken des Expressionismus sowie mit Möbeln des Bauhauses vertreten. Höhepunkt der Designabteilung ist der orangefarbene Raum aus Verner Pantons SPIEGEL-Kantine von 1969.
Symbiose von Betrieb und Bildhauerei - Stern Wywiol Galerie
Der Fokus der 2012 gegründeten Galerie liegt auf zeitgenössischer Skulptur. Dabei reicht das Spektrum von abstrakten Holzskulpturen über figürliche Bronze bis hin zu steinbildhauerischen Arbeiten. In ihnen werden neue Positionen von Junk-Art über Konzeptkunst und Minimal bis hin zu politischen Themen aufgegriffen. Die aktuelle Ausstellung „Täuschend echt“ zeigt Variationen zur naturalistischen Abbildung in dreidimensionaler Form.
Markt der Moderne - Deichtorhallen
Die Deichtorhallen in Hamburg-Altstadt zählen zu den großen Ausstellungshäusern für zeitgenössische Kunst und Fotografie. Mit ihrer offenen Stahlglasarchitektur wurden sie 1911 bis 1913 als Markthallen gebaut. Seit 1989 werden hier in Großprojekten künstlerische Positionen der Gegenwart vorgestellt. Neben Ausstellungen von Künstlern wie Andy Warhol, Martin Kippenberger oder Louise Bourgeois, werden auch jüngere Künstler vorgestellt (Andreas Gursky, Jason Rhoades, Jonathan Meese).

Mittwoch, 30. März 2022
Quadrat und Eismeer - Hamburger Kunsthalle
Die 1869 eröffnete Hamburger Kunsthalle spannt den Bogen vom Mittelalter bis zur modernen und zeitgenössischen Kunst. Ein traditioneller Schwerpunkt der Sammlung ist das 19. Jahrhundert. Unter seinen Gemälden sticht besonders „Das Eismeer“ von Caspar David Friedrich heraus. Ihm gesellen sich Meisterwerke von Max Liebermann und Edouard Manet hinzu. Die klassische Moderne ist unter anderem durch Edvard Munch und Franz Marc vertreten. Im Rahmen der Ausstellung „Impressionismus: Deutsch-französische Begegnungen“ wird mit rund 80 Exponaten der bedeutende Bestand an Werken des Impressionismus in einem größeren globalen Zusammenhang präsentiert.
Expressiver Klinker - Kontorhausviertel
Hamburgs Aufstieg zur modernen Wirtschaftsmetropole am Beginn des 20. Jahrhunderts verkörpert das Kontorhausviertel. Das Quartier besteht aus großen Kontorhäusern im Stil des Backsteinexpressionismus und anderer moderner Stilrichtungen des frühen 20. Jahrhunderts. Ein Höhepunkt stellt das Chilehaus von Fritz Höger dar. Der zentrale Teil des Kontorhausviertels wurde 2015 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
Hafen mit Musik - HafenCity und „Elphi“
Seit 2001 entsteht südlich der Innenstadt teilweise auf dem Gebiet der Speicherstadt die HafenCity. Höhepunkt des neuen Quartiers und neues Wahrzeichen der Stadt ist die Elbphilharmonie. Der als Sockel dienende ehemalige Speicher schlägt mit seiner Klinkerfarbe den Bogen zu den historischen Bauten der Stadt. Dagegen stehen die vom Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron in Glas und Stahl gehaltenen und an Segel oder Wellen erinnernden Aufbauten für den architektonischen Neuanfang. Ein besonderes Hörerlebnis bereitet der große Saal, der heute Abend bei einem individuellen Konzertbesuch erlebt werden kann.

Donnerstag, 31. März 2022
Gerettete Meisterwerke - Ernst Barlach Haus
Dem Unternehmer und Mäzen Hermann F. Reemtsma gelang es nach 1934 eine Sammlung mit Werken des als „entartet“ verfemten Künstlers Ernst Barlach aufzubauen. Für seine Stiftung ließ er Anfang der 1960er Jahre das Ernst Barlach Haus als Ausstellungsort errichten. Die hellen Räume des funktionalistischen Museumsbaus von Werner Kallmorgen sind um einen heute mit Glasdach versehenen Innenhof gruppiert, in dem Barlachs Bronzeskulpturen aufgestellt wurden. Zahlreiche seiner Hauptwerke sind zu sehen.
13.30 Uhr
Individuelle Rückreise

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

.