Ferienakademie - Amsterdam - Thomas-Morus-Akademie Bensberg
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Exil und Verfolgung in Amsterdam

Eine literarische Spurensuche

Im März 2024 wird in Amsterdam das neue Nationaal Holocaust Museum eingeweiht werden, nachdem schon 2021 das eindrucksvolle Holocaust-Denkmal von Daniel Libeskind im ehemaligen Judenviertel fertiggestellt wurde. Auch Amsterdam, diese seit Jahrhunderten für ihre Toleranz gerühmte Stadt, war keine sichere Zuflucht für Verfolgte des Naziregimes. Die dunklen Jahre zwischen 1933 und 1945 fanden ihren Niederschlag in literarischen Texten. Das berühmteste Beispiel ist sicher das Tagebuch der Anne Frank, wenn auch hier die literarische Qualität nicht im Vordergrund steht. Um Literatur drehte sich hingegen alles beim Querido-Verlag in der Keizersgracht. Er bot deutschsprachigen Schriftstellern im Exil eine der wenigen Publikationsmöglichkeiten. Hier konnte „Die Sammlung“ von Klaus Mann erscheinen. Literarische Spaziergänge folgen den Spuren Klaus Manns, Bruno Franks, Joseph Roths, Irmgard Keuns und Grete Weils sowie vieler anderer. Manche Schauplätze sind nahezu original erhalten, wie das Café Americain, wo Klaus Mann an seinem Mephisto schrieb, oder das Tuschinski-Theater, ein Kino im Stil des Art déco, wo seine Schwester mit der „Pfeffermühle“ auftrat. Im Fokus dieser literarischen Reise stehen verfolgte deutschsprachige Autoren, aber auch niederländische Schriftsteller, wie beispielsweise der Amsterdamer Harry Mulisch, die die Zeit der deutschen Besatzung thematisieren.

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