Minoritenkirche in Köln-Gotik in Köln-Erkundung mit der Thomas-Morus-Akademie Bensberg
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Vom ständigen Wiederaufleben

Gotik, posthume Gotik und Neugotik in Köln

Die Kölner sind stolz auf ihre romanischen Kirchen und ihren gotischen Dom – tatsächlich aber existierten bis 1939 einige gotische Kirchen mehr als heutzutage. Viele sind im Laufe der Geschichte entweder aus dem Stadtbild verschwunden oder wurden stark verändert oder nur teilweise wieder aufgebaut. So ist die Minoritenkirche in ihrem Chorbereich älter als der Kölner Dom, wurde aber in den Nachkriegsjahren in einem Prozess kreativer Denkmalpflege wesentlich verändert. Dazu kommt, dass die Geschichte der Gotik eigentlich schon in den romanischen Kirchen um 1200 beginnt, etwa im Dekagon von St. Gereon. Selbst nach Ende des Mittelalters, mitten in der Barockzeit, wurde in Köln weiterhin gotisierend gebaut, so etwa in der Jesuitenkirche. Die Dombaustelle des 19. Jahrhunderts wiederum trat eine Welle neugotischer Kirchenbauten los, die bei der Stadterweiterung nach 1880 neue Mittelpunkte für die Neustadt bilden sollten. Sogar in den 1950er Jahren wurde vom Architekten Wilhelm Koep gotisch gebaut, im Mutterhaus von 4711 in der Glockengasse sowie im Haus Saaleck in der Straße „Unter Taschenmacher“.

Dienstag, 15. März 2022
Treffpunkt am Haupteingang der Kirche St. Gereon in Köln (9.00 Uhr).

St. Gereon
Viele romanische Kirchen wurden um gotische Anbauten ergänzt. Ein gutes Beispiel ist etwa die Sakristei von St. Gereon, ein den meisten unbekanntes kleines Juwel der Hochgotik in Köln.

Minoritenkirche
Die katholische Minoritenkirche (St. Mariä Empfängnis) am Kolpingplatz ist ein Sakralbau aus dem 13. Jahrhundert. Sie wurde als erste gotische Kirche Kölns ab 1245 von den Franziskanern erbaut. Sie wird heute von der Gemeinde und dem Kolpingwerk genutzt, deren Gründer Adolph Kolping auch hier begraben liegt.

Kölner Dom
Sein Bau wurde schon 1248 begonnen, doch erst 1880 vollendet. Einige Kunsthistoriker haben den Dom wegen seiner über die Jahrhunderte hinweg beibehaltenen einheitlichen und reinen Bauform als „vollkommene gotische Kathedrale“ bezeichnet.

St. Agnes
1896 wurde mit dem Bau der neugotischen Kirche begonnen. Das Gebäude wurde in Ziegelbauweise errichtet, aber in Sandstein und Tuff verkleidet. Auffallend ist der Turm, der als eine eigenständige, gotisch empfundene Schöpfung des Historismus gilt und wesentlich vom Bauherrn mitgestaltet wurde.

Ende der Veranstaltung an der Kirche St. Agnes in Köln (ca. 17.00 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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