Max Ernst und Hans Arp-Künstlerfreundschaft - Erkundung der Thomas-Morus-Akademie Bensberg
© LVR-ZMB-Dominik Schmitz

Max Ernst und Hans Arp

Eine rheinische Künstlerfreundschaft

Um 1900 entwickelt sich eine Bewegung in der Kunst, in der alles möglich scheint. Viele Wege wurden hier angelegt, viele führten in die gleiche Richtung und wurden zeitgleich beschritten. Surrealismus und Dada sind nur zwei Beispiele dieser explosiven Zeit. Dem einen ordnet man Max Ernst zu, dem anderen Hans Arp. Doch so leicht ist es nicht. Beide Kunstrichtungen überschneiden sich – inhaltlich, formal und äußerlich. So trafen sich Max Ernst und Hans Arp bereits vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, verloren sich dann aus den Augen, trafen sich aber wieder und machten gemeinsam Kunst. Nicht Surrealismus und Dada, vielmehr Kunst der Avantgarde.

Ihre Reiseleiter/innen

Donnerstag, 22. September 2022
Treffpunkt am Max Ernst Museum in Brühl (11.00 Uhr).

Max Ernst – Der Jahrhundertkünstler aus Brühl
Max Ernst verbringt seine Kindheit neben dem Brühler Schlosspark und macht dort auch seine ersten Pleinairmalereien. Doch bald zieht es ihn fort: Nach Bonn zum Studium, nach Paris für die Kunst, nach Amerika auf der Flucht. Das Max Ernst Museum präsentiert in seiner ständigen Sammlung einen umfassenden Überblick über Max Ernsts künstlerisches Schaffen. Entlang seiner Biografie bewegen sich die Besucherinnen und Besucher durch eine Kunstwelt von frühen naturalistischen Anfängen über eine Vielzahl spannender Techniken, wie Grattage, Frottage und Décalcomanie bis hin zu seinen D-paintings, Geschenke an seine vierte Ehefrau Dorothea Tanning.

Hans (Jean) Arp – Ein Pionier der neuen Kunst
Hans Arp, 1886 in Straßburg geboren, und seine Frau Sophie Taeuber-Arp erhalten durch die beharrliche Initiative des Bonner Galeristen Johannes Wasmuth 2007 in Rolandseck ein Museum. Die Ausstellung gibt einen tiefen Einblick in die Kunst des Künstlerpaares Arp: Sophie Taeuber-Arp, eine gelernte Konstruktivistin mit handwerklichem Schwerpunkt im Bereich der Textilgestaltung und Hans Arp, der Autodidakt. Arp beschäftigt immer wieder die Themen Metamorphose, Natur und Mensch.
Die Freundschaft zwischen Hans Arp und dem jüngeren Max Ernst beginnt 1914 in Köln. Sie entwickelt sich über Jahrzehnte weiter und ist so eng, dass beide 1954 während der Biennale in Venedig gleichzeitig den Großen Preis erhalten.

Ende der Veranstaltung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck (ca. 18.00 Uhr) und individuelle Rückfahrt.

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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