Gemeinsam gegen Antisemitismus-Kooperationsveranstaltung in Köln
(c) unsplash.com, gemeinfrei

Antisemitismus.

Eine Herausforderung für die katholische Bildungsarbeit

Die Ablehnung und Ächtung von Antijudaismus und Antisemitismus gehören nach der Erfahrung des Nationalsozialismus zum Selbstverständnis der deutschen Gesellschaft und sind auch in den Lehrplänen deutscher Bildungseinrichtungen fest verankert.
Aber auch 75 Jahre nach der Shoah sind Antijudaismus und Antisemitismus in Schulen und Bildungseinrichtungen keineswegs überwunden. So ist „Du Jude“ eine häufig zu hörende Beleidigung auf deutschen Schulhöfen. Jüdische Schülerinnen und Schüler werden Opfer verbaler und physischer Angriffe.
Dieser Befund fordert auch die Kirchen als Trägerinnen zahlreicher Bildungseinrichtungen heraus. Mitarbeitende sind gefordert, ihre Einstellungen und ihre Äußerungen zum Judentum selbstkritisch zu prüfen. Wo sind heute noch antijudaistische Vorstellungen und Aussagen im kirchlichen Kontext (Liturgie, Exegese, Katechese und Verkündigung) anzutreffen? Wie kann von Christus ohne Antijudaismus gesprochen werden? Wie kann offenem und latentem Antisemitismus und Antijudaismus wirksam begegnet werden?
Über Jahrhunderte hinweg war die Einstellung der Kirchen zum Judentum von Antijudaismus und Antisemitismus gekennzeichnet. In der katholischen Kirche hat sich mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil die Sicht auf das Judentum grundlegend geändert. Trotzdem sind im kirchlichen Kontext auch weiterhin antijüdische Einstellungen anzutreffen.
Der Bericht der Bundesregierung zum Antisemitismus (2017) fordert, dass „eine lebendige Auseinandersetzung mit tradierter christlicher Judenfeindschaft […] Einfluss auf die praktische kirchliche Arbeit“ haben müsse.

Montag, 29. November 2021

ab 8.30 Uhr
Ankommen, Willkommenskaffee

9.00 Uhr
Begrüßung

9.30 Uhr
Antisemitismus - eine aktuelle Herausforderung
Dr. Juliane Wetzel, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung, Berlin

10.30 Uhr
Kaffeepause

11.00 Uhr
Jesus von Nazareth in christlicher und jüdischer Perspektive
Rabbiner Dr. Jehoshua Ahrens, Director Central Europe des Center for Jewish-Christian Understanding and Cooperation (CJCUC) und Mitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland (ORD)
Dr. Gunther Fleischer, Leiter der Erzbischöflichen Bibel- und Liturgieschule, Köln

12.30 Uhr
Mittagspause

13.30 Uhr
Alltäglicher Antisemitismus?
Erfahrungsberichte junger Menschen

14.15 Uhr
Analysen - Diagnosen - Perspektiven
Arbeit in Kleingruppen
Erwachsenenbildung und Bildungswerke
Katechese und Verkündigung
Religionsunterricht
Antisemitismuskritische Bildungsarbeit

15.45 Uhr
Kaffeepause

16.15 Uhr
Zusammen gegen Antisemitismus
Abschlussdiskussion

17.15 Uhr
Verabschiedung

17.30 Uhr
Ende der Veranstaltung

 

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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