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Künstlerkolonie Worpswede

Personen, Landschaften, Wirkungen

Als intensive Begegnung mit den Protagonisten der „Künstlerkolonie Worpswede“ – mit Fritz Mackensen, Hans am Ende, Otto Modersohn, Fritz Overbeck, Heinrich Vogeler und selbstverständlich auch mit Rainer Maria Rilke sowie Paula Modersohn-Becker – ist diese Ferienakademie konzipiert.
Bei Rundgängen in Worpswede und Fischerhude, bei Besuchen der herausragenden Museen in diesen kleinen Orten sowie in Bremen werden Inspirationsquellen und Akzentsetzungen der Künstlerinnen und Künstler jener Zeit ebenso deutlich wie ihr Miteinander.
Warum wurde Worpswede innerhalb weniger Jahre zu einer Pilgerstätte für Kunstschaffende und Sinnsuchende? Wie wirkten sich die besonderen Stimmungen der Moorlandschaft auf das künstlerische Schaffen aus? Auch diese Fragen verfolgt der Kunsthistoriker Dr. Till Busse mit Ihnen. Deutlich wird zudem das Beziehungsgeflecht in der Künstlerkolonie mit manchmal turbulenten emotionalen Verwicklungen.

Ablauf

Mittwoch, 12. August 2020
Busreise von Köln (7.30 Uhr) und Bensberg (8.15 Uhr) nach Worpswede zum Hotel Buchenhof****; das Haus erbaute einst der Künstler Hans am Ende. Programmeinführung bei einer Kaffeetafel.
Aufbruch ins Teufelsmoor: Der Ort Worpswede
Ein erster Spaziergang führt zum Museum „Haus im Schluh“, einem malerischen Hofensemble, das vom Jugendstil geprägte Kunstwerke aus der Sammlung des Ehepaares Vogeler zeigt und in dem noch immer nach Vorlagen von Heinrich Vogeler gearbeitet wird.

Donnerstag, 13. August 2020
Worpswede: Auf den Spuren der Künstlerkolonie
Am Vormittag richtet sich der Blick auf den nahen, wunderschönen Barkenhoff, einst Wohn- und Atelierhaus von Heinrich Vogeler: Es ist ein Gesamtkunstwerk des Jugendstils und war ab 1900 gesellschaftliches Zentrum der Künstlerkolonie. Das nahe gelegene sogenannte Hoetger-Ensemble umfasst gleich mehrere Einheiten: einen Skulpturengarten, das Kaffee Worpswede, im hiesigen Sprachgebrauch auch gerne „Café Verrückt“ genannt, und die Große Kunstschau, in der Werke der Worpsweder Künstler den Blick auf die jeweiligen Eigenheiten der Personen lenken. Da sich diese immer wieder von der einzigartigen Landschaft des Teufelsmoores inspirieren ließen, bietet die Fahrt mit einem Torfkahn interessante Eindrücke. Denn: Mit solchen Kähnen lieferten in früheren Zeiten die Bauern Torfbriketts nach Bremen, um ihre kargen Einkünfte zu verbessern, und so wurden die Schiffe mit ihren dunklen Segeln zum Wahrzeichen.

Freitag, 14. August 2020
Fischerhude: Vater und Sohn Modersohn
Nach dem tragischen Tod seiner Frau Paula Modersohn-Becker und angesichts der zunehmenden Spannungen innerhalb der „Künstlervereinigung Worpswede“ siedelte Otto Modersohn 1908 ins kleine Fischerhude über. Das nach ihm benannte Museum mit seiner Ansammlung von alten und neuen Fachwerkhäusern liegt idyllisch etwas abseits inmitten der Wümmewiesen – jener Landschaft, mit der er sich künstlerisch so intensiv auseinandersetzte. So ist hier, am Entstehungsort vieler seiner Werke, eine Begegnung mit Otto Modersohn in besonderer Weise möglich, zumal sein Sohn Christian, selbst Künstler, bis zu seinem Tod im Jahr 2009 das Erbe des Vaters pflegte. Anschließend zeigt ein Spaziergang durch Fischerhude, dass im Ort viele von Modersohns Motiven erhalten sind und die beschauliche Siedlung auch andere Künstler anzog.

Samstag, 15. August 2020
Die Künstlerkolonie in der Hansestadt
Ein Ausflug ins nahe Bremen erschließt das städtische Umfeld der Worpsweder Künstlerkolonie. Unweit des Bremer Marktplatzes mit dem berühmten Roland ist in der Böttcherstraße das Paula Modersohn-Becker Museum interessant. Es ist nicht nur ein Hauptwerk expressionistischer Architektur, es ist auch das erste Museum für die außergewöhnliche Künstlerin: Da hier dauerhaft zahlreiche Meisterwerke gezeigt werden, ist in diesem Haus in besonderer Weise eine weitere Beschäftigung mit der Künstlerin möglich. In der Kunsthalle befinden sich neben Schlüsselwerken der Worpsweder Künstlerkolonie auch Werke französischer Impressionisten und der Fauves, wie etwa solche von Cézanne oder Matisse, deren Malerei Paula Modersohn-Becker bei ihren häufigen Paris-Reisen kennenlernte und die ihre Kunst veränderten. Der Besuch des Domes verdeutlicht darüber hinaus die bis ins Mittelalter zurückreichenden künstlerischen Traditionen der Stadt. Ein Spaziergang durch das beschauliche Schnoor-Viertel rundet die Eindrücke ab. Es bietet sich am frühen Abend auch die Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.

Sonntag, 16. August 2020
Worpswede: Referenz an Paula
Zum Abschluss der Spurensuche steht der Besuch bei den Modersohns im Museum am Modersohn-Haus. Hier lebten Otto und Paula Modersohn und hier starb Paula nach der Geburt ihrer Tochter. Die Einrichtung des Hauses und die Sammlung des Ehepaares Kaufmann geben weitere Einblicke in die hohe Zeit der Worpsweder Künstlerinnen und Künstler – von Fritz Mackensen bis Paula Modersohn-Becker. Ihrer sei auch in der Worpsweder Zionskirche und auf dem angrenzenden Friedhof gedacht.

Rückreise nach Bensberg (Ankunft ca. 18.45 Uhr) und Köln (Ankunft ca. 19.30 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

Leistungen

Der Preis für die Ferienakademie Künstlerkolonie Worpswede beträgt 978,00 € pro Person im Doppelzimmer und umfasst:

  • Busreise ab Köln und Bensberg nach Worpswede und zurück von Fischerhude sowie Tagesfahrt nach/von Bremen am 15.8.2020;
  • 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad im Hotel Buchenhof**** in Worpswede;
  • Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
  • Kaffeetafel am 12.8.2020;
  • Drei-Gänge-Abendmenü an allen Tagen in verschiedenen Restaurants;
  • Führungen, Eintritte und Gebühren laut Programm;
  • Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
  • Torfkahnfahrt am 14.8.2020;
  • Reiseleitung der Thomas-Morus-Akademie Bensberg ab/bis Köln;
  • Reiseinformationen;
  • Reisepreissicherungsschein.

Nicht eingeschlossen ist eine Reiserücktrittskostenversicherung, deren Abschluss dringend empfohlen wird.

Hotel
Worpswede: Das Haus, in dem heute das Hotel Buchenhof**** eingerichtet ist, erbaute Hans am Ende, einer der ersten Maler, die nach Worpswede kamen. Das Hotel mit 28 individuell eingerichteten Zimmern empfängt die Gäste mit einem Interieur im Stil der frühen 1900er Jahre. Zeichnungen und Gemälde des ersten Hausherrn zieren die Wände.

Einzelzimmerzuschlag
Einzelzimmer stehen in begrenzter Anzahl gegen einen Aufpreis von 60,00 € zur Verfügung. Sie können auch ein halbes Doppelzimmer buchen. Für den Fall, dass sich kein(e) Zimmerpartner(in) findet, müssen wir uns vorbehalten, Sie im Einzelzimmer unterzubringen und den Einzelzimmerzuschlag zu berechnen.

Hinweis
Am 14.8.2020 ist auch ein Galeriebesuch vorgesehen.

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Barrierefreiheit

Die Programme der Ferienakademien sind durch ausgiebige Besuche, Besichtigungen, längere Spaziergänge durch Städte, Ausgrabungsstätten, Museen ... ebenso geprägt wie durch die Nutzung verschiedener Transportmittel. Auch die Reservierung der von uns ausgewählten Hotels kann keine durchgängige Barrierefreiheit garantieren. Daher sind die Ferienakademien für Personen mit eingeschränkter Mobilität und anderen Behinderungen im Allgemeinen nicht geeignet. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass unsere Reiseleiterinnen und Reiseleiter keine Assistenzaufgaben übernehmen können. Gegebenenfalls ist eine Teilnahme an einer Ferienakademie in Begleitung einer unterstützenden Person möglich.
Gerne beraten wir Sie individuell: +0049-2204-408472 (montags bis freitags 8.00-17.00 Uhr)