© Rolf Heinrich, Köln, CC BY-SA 3.0

Pärt meets Kunibert

St. Kunibert

Der letzte große romanische Kirchenbau Kölns, St. Kunibert, geweiht ein Jahr vor der Grundsteinlegung des gotischen Doms 1248, ist gleichzeitig auch der letzte, der im Rahmen der kriegsbedingten Sanierung der romanischen Kirchen 1993 wiederhergestellt war.

St. Kunibert war ehemals eine bedeutende Stiftskirche, bevor sie im Zuge der Säkularisation zur Pfarrkirche wurde. Mit dieser Geistlichen Erkundung treten wir ein in den Begegnungsraum zwischen Gott und den Menschen, dem Heiligen und Profanen sowie der Menschen untereinander. Dabei lassen wir uns führen von der Musik des estnischen Komponisten Arvo Pärt (1935), der uns neben einer gewachsenen Architektur und den Kunstwerken diesen Raum geistlich erschließen hilft.

Dienstag, 28. September 2021

19.00 Uhr Beginn

Themen

Wo die Kölner Kinder herkommen
Kunibertspütz - Chorplatte

Us däm ahle Kunebäätspötzge
kumme mer all ohn Hemp un Bötzge.
Jo dä Storch, dä hat uns heimjebraat
un bei der Mamm en et Bett jelaat.

Mit dieser Strophe eines alten Kölner Liedes wird die Vorstellung besungen, dass die Kinder in Köln nicht durch die Luft vom Klapperstorch getragen zur Welt kommen, sondern durch den Kunibäatspötzge, einem Brunnen, der schon beim ersten Kirchenbau an dieser Stelle eine Rolle spielte, ins Leben treten - spannende Geschichten von Begegnungen und Umformungen.

Wo die Heiligen sich ein Stelldichein geben
Kunibert, Clemens, Ursula, Kordula und die beiden Ewalde.
Glasfenster im Chor und die Reliquienschreine
Die romanischen Glasfenster im Etagenchor des Baus, den ältesten erhaltenen romanischen Fenster in Köln, lassen uns neben St. Kunibert auch den römischen Bischof Clemens sowie Ursula und Kordula entdecken. Im Chor befinden sich auch die Reliquienschreine des hl. Kunibert und der beiden Ewalde, Arbeiten aus dem 19. Jahrhundert in der Tradition des Hochmittelalters, die als Wohnung der Heiligen verstanden werden, sodass sich St. Kunibert zu einem Begegnungsraum der besonderen Art präsentiert.

Wo Gott sich begegnen lässt
Verkündigung und Altarretabeln
Von alters her versteht sich die Kirche als liturgischer Raum, der nicht nur in der konkreten Feier Begegnung von Mensch und Gott ermöglichen will, sondern auch im Kirchenbau als solchen. Die Ausstattung mit hochkarätigen Altären und Skulpturen lädt in den Bildthemen zur Betrachtung der heilenden und heiligenden Begegnung zwischen Gott und Mensch ein.

20.30 Uhr
Ende der Veranstaltung

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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