Fachtagung zur Montessori-Pädagogik
(c) gemeinfrei

Mit Montessori in die Zukunft

60 Jahre Deutsche Montessori-Vereinigung

Pädagogik hat eine zentrale Bedeutung für unsere Gesellschaft und bildet das Herzstück der Deutschen Montessori-Vereinigung, die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen feiert. Wie eine angemessene, zeitgemäße Umsetzung der Montessori-Pädagogik heute aussehen kann, dazu gibt es nach wie vor keine abschließende Antwort. Montessori-Pädagogik lebt von der Vielfalt. Die Deutsche Montessori-Vereinigung hält eine pädagogische Orientierung bereit, ohne ein starres Regelwerk zu diktieren. Sie arbeitet kontinuierlich an einer vereinigenden Haltung, die sich an gemeinsamen Idealen orientiert: Diversität und Inklusion. Forschung und Praxis inspirieren sich auf diesem Weg gegenseitig und lernen voneinander.

Zeit ihres Lebens hat Maria Montessori nach Wegen gesucht, eine am Kind orientierte Pädagogik zu etablieren. Entstanden ist ein Konzept „Freier Wahl der Arbeit“, das sich theoriegeleitet und praxiserprobt bis in die Gegenwart hinein immer weiterentwickelt. Die Deutsche Montessori-Vereinigung treibt diese kontinuierliche Weiterentwicklung voran und sieht sich in der Tradition einer Bewegung, die das Kind in den Mittelpunkt aller pädagogischen Bemühungen stellt. Wie wollen wir in unseren Bildungsinstitutionen ein gemeinsames Lernen ermöglichen? Welche Entwicklungsbedürfnisse hat das einzelne Kind? Wie kann die Pädagogin/der Pädagoge eine inspirierende Umgebung schaffen, die das Kind einlädt, seine Potenziale zu entfalten?

 

Freitag, 24. September 2021

Anreise

18.30 Uhr
Abendessen

19.45 Uhr
Begrüßung und Einführung
Joachim Cuypers, Deutsche Montessori-Vereinigung e.V.
Andreas Würbel, Thomas-Morus-Akademie Bensberg

60 Jahre Deutsche Montessori-Vereinigung
Welche Welt von morgen wünschen wir unseren Kindern?
Maria Montessori hat mit ihren pädagogischen Idealen die Welt der Erziehung weit über ihre Lebenszeit hinaus geprägt. Ihre Idee, die Selbstbildungskräfte der Kinder zu erkennen und zu stärken, klingt wie eine zeitgemäße Direktive der Resilienzforschung, obgleich Montessori sie bereits vor über hundert Jahren formulierte. Ihre Pädagogik ist auch im 21. Jahrhundert noch anschlussfähig, weil sie eine Offenheit in sich trägt, die den Einzelnen zur aktiven Auseinandersetzung herausfordert. Bereits zu Lebzeiten erfreute sich die „Montessori-Methode“ internationaler Beliebtheit. An der Verbreitung hatte Maria Montessori selbst großen Anteil. Unermüdlich bereiste sie die Welt, um ihre Erkenntnisse einem interessierten Fachpublikum zu präsentieren und neue Ideen voranzutreiben. Die Montessori-Pädagogik heute lebt von Vielfalt, Kreativität und einer pädagogischen wie gesellschaftlichen Verantwortung. Gemeinsam feiern wir ein Jubiläum und schauen dabei zurück und nach vorne: Was soll Pädagogik heute für die nachwachsende Generation leisten?
Prof. Dr. Tanja Pütz, Professorin für Erziehung und Bildung im Kindesalter, Fachhochschule Kiel

22.00 Uhr
Ökumenisches Abendgebet in der Edith-Stein-Kapelle
Texte: Maria Kley-Auerswald, Kürten und Bettina Hack, Walsrode
Musik: Andreas Würbel, Thomas-Morus-Akademie Bensberg

Samstag, 25. September 2021

ab 7.00 Uhr
Frühstück für Übernachtungsgäste

9.15 Uhr
Einführung in den Tag

9.30 Uhr
Maria Montessori und „Alle unsere Irrtümer…“
Ein psychohistorischer Blick auf Geist und Haltung einer großen Frau und Streiterin für die Würde des Menschen(Kindes)
Maria Montessori: Eine Pädagogin? Oder Ärztin, Anthropologin, Psychologin, erste „Neurobiologin“, Aktivistin, Revolutionärin, Humanistin? Maria Montessori lebte und wirkte inmitten einer der größten Umbruchs­phasen der Menschheitsgeschichte, der sogenannten Industriellen Revolution. Die Leitlinien dieser Epoche waren: Reform, Revolution, Säkularisierung, Fortschritt, Ideologisierung und (als Ergebnis) vielfach Krieg und/oder Totalitarismus. Aber von welchem Menschen- und Weltbild war diese große Frau geprägt und geleitet? Welche innere (und konsequente) Haltung zeichnete diese Persönlichkeit ein Leben lang aus? Eine historische Spurensuche über und nach Montessoris kategorischem Widerstand gegen den Irrtum und seine Übertragung auf das Kind sowie Montessoris fundamentale Bedeutung für das 21. Jahrhundert.
Mag. Michael Hüter, Leipzig
Historiker, Kindheitsforscher, Autor des Bestsellers „Kindheit 6.7“ und Vater von drei Kindern

10.45 Uhr
Kaffee- und Teepause

11.00 Uhr
Montessori verändert die Welt!?
Podiumsgespräch u.a. mit
Sönke Held, Filmemacher, Kitagründer und Fortbildungsanbieter, Kiel
Mag. Michael Hüter, Historiker, Kindheitsforscher, Leipzig
Dr. Michael Klein-Landeck,
Lehrer und Privatdozent, Theoriedozent in Montessori-Lehrgängen und Schriftleiter der Zeitschrift MONTESSORI (zusammen mit Silke Allmann), Hamburg
Prof. Dr. Tanja Pütz, Professorin für Erziehung und Bildung im Kindesalter, Fachhochschule Kiel

Moderation:
Andreas Würbel, Thomas-Morus-Akademie

12.30 Uhr
Mittagessen

13.45 Uhr
Mitgliederversammlung der Deutschen Montessori-Vereinigung

15.30 Uhr
Arbeitsgemeinschaften

Kaffee- und Teepause

18.30 Uhr
Abendessen

20.00 Uhr
Maria Montessoris Gedanken zur Erziehung erobern die Welt
Tagebuchauszüge, Vorträge, Eindrücke
An diesem Abend tauchen wir ein in die Welt Maria Montessoris. Wir begleiten sie auf ihre Reisen nach Amerika, die sie 1913 und 1915 auf Einladung interessierter und fortschrittlich eingestellter Pädagoginnen und Pädagogen unternahm. Mit der Überquerung des Ozeans betritt Maria Montessori – und mit ihr ihre Ideen – das erste Mal außereuropäischen Boden. Eine internationale Karriere bahnt sich an. Doch es sind nicht nur die zarten Anfänge ihres weltweiten Ruhms, die diese Reisen so bedeutsam machen. Parallel zum beruflichen Erfolg löst sich auch eine komplexe traumatische Situation in ihrem Privatleben auf. Vortrag, Rezitation zweier Originalvorträge sowie eine kommentierte Bilderausstellung lassen Leben und Werk Montessoris lebendig werden.
Prof. Dr. Tanja Pütz, Kiel
Professorin für Erziehung und Bildung im Kindesalter, Fachhochschule Kiel

Sonntag, 26. September 2021

ab 7.00 Uhr
Frühstück für Übernachtungsgäste

8.00 Uhr
Eucharistiefeier in der Edith-Stein-Kapelle

9.30 Uhr
Arbeitsgemeinschaften

Kaffee- und Teepause

12.45 Uhr
Abschlussimpulse
Joachim Cuypers, Deutsche Montessori-Vereinigung e.V.
Andreas Würbel, Thomas-Morus-Akademie Bensberg

13.00 Uhr
Mittagessen

14.00 Uhr
Ende der Tagung

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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