Ausstellung „Monet. Orte“ im Museum Barberini in Potsdam

„Monet. Orte“ – virtueller Kunstrundgang durch die Ausstellung im Museum Barberini Potsdam

Montag, 6. Juli 2020 || Viele Museen haben wieder geöffnet, wenn auch nur mit eingeschränkter Besucherzahl. Das gilt auch für die vielbeachtete Ausstellung „Monet. Orte“ im Museum Barberini Potsdam. Das digitale Angebot des Museums lädt auch Besucher*innen, die in diesem Sommer nicht nach Potsdam reisen unter anderem zu einem Spaziergang durch die Orte, die Monet immer wieder gemalt hat, ein.

Buen Camino! Über das wahre Leben auf dem Jakobsweg

Sonntag, 5. Juli 2020 || Es gibt unzählige Berichte über den Jakobsweg – Bücher, Artikel, Blogs und Filme. Die ARTE-Dokumentation mit dem schlichten Titel „Auf dem Jakobsweg“ bietet eine besonders persönliche und authentische Darstellung des Pilgerlebens findet Akademiereferent (und Jakobspilger) Matthias Lehnert.

Leseempfehlung: Helga Schubert „Vom Aufstehn“

Samstag, 4. Juli 2020 || Auf der Suche nach einem Werk, das ich einer Patientin nach einer Augen-OP vorlesen konnte, bin ich auf den Text von Helga Schubert gestoßen. Mit der Erzählung „Vom Aufstehn“ gewann die 80-jährige Schriftstellerin den diesjährigen Bachmannpreis. Es ist ein relativ kurzer Text von einer Frau, die noch im Bett liegend, das eigene Aufstehen hinauszögert und sich dabei an ihre eigene Mutter erinnert: berührend wie hier in der Reflektion einer zwiespältigen Mutter-Tochter-Beziehung Verletzungen zur Sprache kommen, es auch ums Verzeihen geht, obwohl dieser Begriff nie vorkommt.

„Es ist und bleibt viel los in der Demokratiewelt!“

Freitag, 3. Juli 2020 || Über die Not und Kreativität der Kulturschaffenden in den letzten Wochen und Monaten haben wir an dieser Stelle bereits ausgiebig berichtet, doch wie sieht es eigentlich aus mit der Arbeit von Vereinen und Initiativen, die sich mit der Förderung unserer demokratischen Kultur beschäftigen? Inwiefern lässt sich diese Arbeit auch online fortsetzen und welchen Einfluss hat der aktuelle Zustand auf die Demokratie in Deutschland aber auch weltweit? Akademiereferentin Julia Steinkamp war darüber im Gespräch mit Anne Hardt vom Verein Democracy International, der sich von Köln aus für partizipative und direkte Demokratie in der EU und weltweit einsetzt.

Sieben Linden, dreißig Silberlinge. Wallfahrtsorte im Bergischen

Donnerstag, 2. Juli 2020 || 16 Marienwallfahrtsorte gibt es allein im historischen Bergischen Land inklusive der ehemals märkischen Teile. Am bekanntesten dürfte Neviges mit der weltberühmten Wallfahrtskirche „Maria, Königin des Friedens“ von Gottfried Böhm sein. Die ältesten Wallfahrten aber kennen Gummersbach-Marienheide und Overath-Marialinden. Die alljährlich ums Mariä-Heimsuchungsfest am 2. Juli anhebenden Pilgeroktaven stehen in 600-jähriger Tradition und ziehen immer noch mehrere Tausend Menschen an. Wir haben den Kunsthistoriker Markus Juraschek-Eckstein gebeten, einmal einen Blick auf die Ursprünge und Geschichte(n) dieser beiden Marienwallfahrtsorte im Bergischen Land zu werfen.

Aus der Bibliothek der Zukunft: „Der Weltensammler“

Mittwoch, 1. Juli 2020 || Heute setzen wir unsere Reihe „Bibliothek der Zukunft“ fort. In ihr stehen Bücher, die wir Ihnen zur zukünftigen Lektüre empfehlen. In einer Zeit, in der das Reisen vor neuen Herausforderungen steht, wählte nun der Kunsthistoriker und Historiker Daniel Leis den „Der Weltensammler“ von Ilija Trojanow aus: ein Buch von einem Autor, der in Sofia geboren wurde und der nach Stationen in Nairobi, München, Mumbai und Kapstadt heute in Wien lebt. Der sorgfältig recherchierte Roman folgt den Spuren Richard Francis Burton und führt als „informativ-unterhaltsame Lesereise“ sozusagen um die Welt: Von Indien, wo Burton Offizier war, folgt Trojanow dem „Pilger“ Burton nach Mekka und bricht schließlich mit ihm zu einer Ostafrika-Expedition auf. „Ein Werk voller Abwechslung und Fernweh, das auch in seinen Nebenfiguren eine hohe literarische Kraft entfaltet“, so Daniel Leis.

Holt Klopp! Was die beiden Kirchen vom englischen Fußballmeister lernen könnten

Dienstag, 30. Juni 2020 || Manchmal eröffnet die Gleichzeitigkeit grundverschiedener Ereignisse neue Gedanken. So ging es Akademiereferent Matthias Lehnert am vergangenen Samstag. Auf der Meinungsseite der FAZ las er links „Irrelevante Kirche?“ und rechts „Un­sterblich in Liverpool“. Die beiden Meldungen provozierten unseren Kollegen zu einem leidenschaftlichen Appell.

Hochfest „Peter und Paul“: Warum ein Feiertag für beide Apostel?

Montag, 29. Juni 2020 || Während auch an der Bronzestatue des Heiligen Petrus im Petersdom die Entwicklungen der letzten Monate nicht spurlos vorüber gegangen sind, wie das Foto eindrucksvoll zeigt, sieht der liturgische Kalender für heute das „Hochfest der Apostelfürsten Petrus und Paulus“ vor. In Rom ist dieser Tag stets ein wichtiger Termin mit der Feier großer Gottesdienste und einer (auch theologischen) Bekräftigung des Petrusamtes. Wie kommt es aber dazu, dass die beiden Märtyrer gemeinsam an einem Tag verehrt werden? Zur Beantwortung folgt Matthias Kopp hierzu archäologischen und theologischen Spuren.

Auch Rast ist Reise – Gedanken zum Ferienbeginn

Sonntag, 28. Juni 2020 || Zum Beginn der „großen Ferien“, greifen wir heute die Gedanken des Philosophen Claus Eurich auf. Denn auch wenn die Sehnsucht nach einem „Endlich-zur-Ruhe-Kommen”, nach Ankommen, auch nach einem Ende der Pandemie groß sein mag, betont Eurich den Wert von „Rast“, von Innehalten im Bewusstsein des Werdens und des viel Größeren. Und dann heißt „Sehnsucht nach dem Unvergänglichen inmitten des Vergehenden, nach Heimat und Einssein inmitten von Trennung und Spaltung nach Schönheit und Harmonie inmitten von Zerstörung, (…) die Führerin in diesem Prozess“.

Beethovens schottische Lieder

Samstag, 27. Juni 2020 || Im wahrsten Sinne „aufhorchen“ lassen neuere Erkenntnisse um Beethovens schottische Lieder. Denn, so deckte der Bonner Gälisch-Experte Michael Klevenhaus auf: In den Volksmusik-Melodien, die Beethoven so faszinierten und die dieser bearbeitete, klingen auch Klagelieder des verdrängten Volkes der Gälen an. Klevenhaus‘ Nachforschungen führten ihn nun mit einem WDR-Team in die schottischen Highlands, nach Bonn und Wien. Auch in Gesprächen mit lokalen Fachleuten bestätigte sich die Annahme, dass Beethovens Liedbearbeitungen gälische Originalmelodien integrieren – ohne dass der Komponist dies wusste: eine interessante Spur im Beethoven-Jubiläumsjahr, die diese atmosphärisch dichte Dokumentation mit wunderbaren Landschaftsaufnahmen und unverwechselbarer Musik sehenswert macht.