Bergamo und Brescia. Gardasee und Iseosee. Eine besondere Kulturreise nach Italien.
Luca Capuccini (CC BY-SA 3.0)/wikimedia

Zwei Städte. Zwei Seen.

Bergamo und Brescia. Gardasee und Iseosee.

Sie werden von der Atmosphäre und den Kunst- und Architekturschätzen von Bergamo und Brescia überrascht sein. Denn in Kirchen, Palästen und Museen werden Sie mit der Kunsthistorikerin Dr. Elisabeth Peters Tafelbilder von Raffael, Tizian, Fra Angelico, Botticelli, Signorelli und Mantegna bewundern. Auch werden Sie prächtige Freskenzyklen von Lorenzo Lotto, dem bedeutenden Maler der Hochrenaissance, betrachten. Sie schlendern durch Gassen und über Plätze, flanieren durch Gärten und genießen die Blicke – auch von der Isola del Garda im Gardasee oder von der Monte Isola im Iseosee. Im historischen Zentrum von Brescia haben wir für Sie das Hotel Centro Pastorale Paolo VI*** reserviert. Es ist in einem Gebäude des 16. Jahrhunderts eingerichtet und nach dem in dieser Stadt geborenen späteren Papst Paul VI. benannt, den Papst Franziskus 2018 heiligsprach.

Montag, 27. September 2021
Flug mit Air Dolomiti von Frankfurt (12.10 Uhr) nach Verona (13.20 Uhr). Fahrt mit einem Reisebus nach Brescia zum Hotel Centro Pastorale Paolo VI*** und ein erster Spaziergang.

Dienstag, 28. September 2021
Brescia – traditionsreich
Der erste Stadtrundgang führt über reizvolle Plätze und vorbei an Palästen zum eindrucksvollen Monastero di Santa Giulia. In diesem weitläufigen Museum bietet sich ein Querschnitt der gesamten Stadtgeschichte. Der Komplex umfasst auch unter anderem mehrere teilweise mit Renaissancefresken ausgeschmückte Kirchen und Klostergebäude. Neben in situ belassenen Mosaikfußböden und Wanddekorationen eines römischen Wohnviertels werden hier auch glanzvolle Exponate gezeigt wie etwa die antike Bronzestatue der „Vittoria“, das reich verzierte Kreuz des letzten Langobardenkönigs Desiderius oder die berühmte Lipsanothek, ein frühchristliches Elfenbeinkästchen. Gleich nebenan in San Salvatore finden sich Reste karolingischer Bemalungen. Im Stadtzentrum beeindrucken dann die imposanten Überreste des Kapitols mit einem Tempel, der unter Vespasian erneuert wurde, und das Teatro Romano (UNESCO-Welterbe). Nachmittags ist vor allem der Alte Dom an der Piazza Paolo VI. interessant, die mit dem Rathaus und dem Neuen Dom einst geistlich-kommunales Zentrum war.

Mittwoch, 29. September 2021
Brescia – die Kunstreiche
Seit 2018 erstrahlt die Pinakothek im ehrwürdigen Palazzo Martinengo in neuem Glanz. Sie zeigt Werke italienischer Meister bis zum 19. Jahrhundert, allen voran Raffaels „Angelo“ und seinen „Segnenden Christus“ oder Lorenzo Lottos „Anbetung der Hirten“ (vorbehaltlich aktueller Ausleihe). Auch Tapisserien, Skulpturen, Schmuck oder Medaillen zeugen in den 21 Sälen von einstigem Reichtum. Nachmittags entdecken Sie weitere Kunstschätze in den Kirchen Brescias: SS. Nazaro e Celso birgt mit dem Auferstehungsaltar von Tizian ein bedeutendes Werk der italienischen Hochrenaissance. S. Francesco vereint strenge Bettelordensarchitektur und einen stimmungsvollen Kreuzgang mit kostbaren Werken Romaninos und Morettos, ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert. Auch die prachtvolle Marmorfassade von S. Maria kündet von der kulturellen Blütezeit unter der Herrschaft Venedigs.

Donnerstag, 30. September 2021
Isola del Garda – ein Juwel
Bevor am Westufer des Gardasees das Boot zur Isola del Garda startet, richtet sich das Augenmerk auf die Stadt Salò am Seeufer. Denn diese erhob Benito Mussolini mit deutscher Unterstützung einst zum Sitz der „Repubblica Sociale Italiana“. Mit diesen Eindrücken „entführen“ die Isola del Garda mit der prachtvoll ausgestatteten Villa und üppigen italienischen Gärten in eine andere Welt. Später überrascht am Seeufer der Garten des österreichischen Künstlers André Heller. Diesen versteht er als „Musterkollektion an Weltgegenden“ und stattete ihn auch mit Skulpturen u. a. von Keith Haring, Roy Lichtenstein und Susanne Schmögner aus.

Freitag, 1. Oktober 2021
Bergamo – die Erhabene
Die Oberstadt Bergamos erreichen Sie mit der traditionsreichen Standseilbahn. Die Gassen der malerischen Altstadt führen auf die Piazza Duomo. Hier wartet neben dem Dom die Kirche S. Maria Maggiore mit einer kostbaren Ausstattung auf. Das Chorgestühl ist ein Meisterwerk der Intarsienkunst, geschaffen nach Entwürfen Lorenzo Lottos. Die Capella Colleoni gilt mit ihrer überbordend ornamentierten Fassade als Meisterwerk der Frührenaissance. Schließlich unternehmen Sie einen Spaziergang auf den venezianischen Mauern (Weltkulturerbe) und besichtigen die Kirche S. Michele al Pozzo Bianco, wo Lorenzo Lotto eine Seitenkapelle mit Fresken zum Marienleben ausgestattet hat.

Samstag, 2. Oktober 2021
Bergamo – die Kunstreiche
Vor dem zweiten Besuch Bergamos erleben Sie in Trescore Balneario ein Meisterwerk von Lorenzo Lotto, die Ausmalung des Oratorio S. Barbara im Park der Villa Suardi. Anschließend geht es in die Unterstadt von Bergamo, deren Kirchen kostbare Altarbilder von Lorenzo Lotto bergen. Die intensive Auseinandersetzung mit Schätzen italienischer Malerei findet ihre Fortsetzung in der Accademia Carrara. In dieser bedeutenden Sammlung sind nicht nur die großen Venezianer wie Bellini, Tizian, Tintoretto oder Tiepolo vertreten, sondern auch Fra Angelico, Botticelli, Signorelli, Mantegna und Raffael.

Sonntag, 3. Oktober 2021
In Brescia bietet sich Gelegenheit, einen katholischen Gottesdienst zu besuchen.
An den Lago d‘Iseo
Mit der Kunstinstallation „The Floating Piers“ des Künstlers Christo wurde der viertgrößte oberitalienische See weltberühmt. Bevor das Schiff zur Monte Isola startet, lockt der Ort Iseo mit Plätzen, Gassen und zwei Schmuckstücken: Die Kirche Pieve di Sant‘Andrea birgt interessante Fresken und ein Gemälde, das einem Schüler Tizians zugeschrieben wird. In San Silvestro wurde in den 1980er-Jahren ein Fresko entdeckt, das einen Totentanz darstellt (Ende 15. Jh.). Nach der Mittagspause bringt Sie das Schiff zur Monte Isola, wo sich ein Spaziergang und der Besuch eines Cafés anbieten.

Montag, 4. Oktober 2021
Transfer zum Flughafen Verona und Rückflug mit Air Dolomiti (14.00 Uhr) nach Frankfurt (15.25 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

.