© Meet in Georgia/Lia Maisuradze
© Meet in Georgia/Lia Maisuradze

Vielfältiges Georgien

Von Tiflis in den Großen Kaukasus

Großartige Landschaften zwischen Großem und Kleinem Kaukasus prägen Georgien, das einstige Kolchis, ebenso wie die multikulturell, aufstrebende und pulsierende Hauptstadt Tbilissi (Tiflis). Da diese Region einst von Griechen, Persern, Römern geprägt wurde, sind heute vielfältige Schichten der Geschichte zu betrachten. Interessant ist es auch, den Blick auf die jahrhundertealte christliche Glaubenstradition zu richten, die sich im Land der Heiligen Nino in einer eigenen Architektur- und Formensprache widerspiegelt.
So verbindet diese Ferienakademie ein Kennenlernen und Studieren der Kulturgeschichte Georgiens mit Landschaftserfahrungen und nimmt bei Begegnungen und Gesprächen auch die heutigen innen- und geopolitischen Entwicklungen und Herausforderungen in den Blick.

Leistungen

Der Preis für die Ferienakademie beträgt 2.098,00 € pro Person im Doppelzimmer und umfasst:

  • Flug mit Lufthansa von Düsseldorf über München nach Tbilissi sowie zurück inkl. Steuern und Gebühren u. a. für ein Gepäckstück bis 23 kg, das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
  • 8 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad in ****-Hotels;
  • Frühstücksbuffet in den Hotelrestaurants;
  • Abendessen in Hotelrestaurants oder örtlichen Restaurants an allen Tagen;
  • Mittags-Picknick an zwei und Mittagessen an zwei Tagen;
  • Führungen, Besichtigungen, Eintritte, Hintergrundgespräche und Gebühren;
  • Rundreise mit einem klimatisierten Reisebus;
  • Reiseleitung der Thomas-Morus-Akademie Bensberg ab/bis Düsseldorf unter durchgehender Mitwirkung einer örtlichen deutschsprachigen Fachkraft;
  • Reiseinformationen;
  • Reisepreissicherungsschein.

Hotels
Tbilissi: Das Hotel Mercure Tbilissi Old Town**** befindet sich nahe der Altstadt nur fünf Gehminuten von der Festung Nariqala oder der Metechi-Kirche entfernt. (4 Übernachtungen)
Kvareli: Umgeben von Eichenwäldern, Weinbergen und Obstgärten liegt das Hotel Kvareli Eden**** in ruhiger Lage und verfügt auch über ein Schwimmbad. (2 Übernachtungen)
Kasbegi: Mit Holzfassade und puristisch-modernem Design fügt sich auf 1 700 m Höhe das Rooms Hotel**** in die atemberaubende Bergkulisse ein. (2 Übernachtungen)

Ablauf

Sonntag, 14. Juli 2019 und Montag, 15. Juli 2019
Flug mit Lufthansa von Düsseldorf (18.30 Uhr) über München nach Tbilissi (Ankunft am 15.7.2019 um 4.05 Uhr) und Fahrt mit einem Reisebus zum Hotel Mercure Tbilissi Old Town****.
Tbilissi – Hauptstadt zwischen Orient und Okizdent
Die Vielfalt der Baustile in Tbilissi  (Tiflis) spiegelt die lange, multikulturelle und multireligiöse Geschichte der Stadt und der Region wider: Karawansereien sind Zeugnisse des einstigen Handelszentrums an der Seidenstraße, die mittelalterliche Metechi-Kirche, die Sioni-Kathedrale (beide 13. Jh.) und die Anchiskhati-Kirche sind ebenso wie Synagogen und Moscheen steinerne Zeugen religiöser Vielfalt. Auch der mittelalterlichen Festung Nariqala hoch über der Altstadt, dem orientalischen Bäderviertel, dem Freiheitsplatz und dem Rustaweli-Prospekt, gesäumt von Jugendstilgebäuden, gilt ebenso das Interesse wie der futuristisch wirkenden „Brücke des Friedens“: eine Konstruktion aus Stahl und Glas, die in kühnen Bögen die Ufer des Mtkwari-Flusses verbindet.

Dienstag, 16. Juli 2019
Von Tbilissi in die alte Hauptstadt Mzcheta
In Mzcheta kreuzten sich einst die Heer- und die Seidenstraße, heute ist die 3 000 Jahre alte Stadt UNESCO-Welterbe und mit der Swetizchoweli-Kathedrale religiöses Zentrum Georgiens. Denn hier am Zusammenfluss der Flüsse Mtkwari und Aragwi habe die Heilige Nino – so die Legende – den Platz für die erste Kirche Georgiens ausgewählt. Vom hoch gelegenen Dschwari-Kloster (7. Jh.) bieten sich auch eindrucksvolle Blicke auf die Flüsse Aragwi und Mtkwari. Nach dem Besuch der antiken Höhlenstadt Uplisziche (1. Jh. v. Chr.) Rückfahrt nach Tbilissi.

Mittwoch, 17. Juli 2019
Grenzgang: David Garedscha und Blicke nach Aserbaidschan
Südöstlich der Hauptstadt, an der Grenze zu Aserbaidschan, liegt in spektakulärer Steppenlandschaft das Kloster David Garedscha, das als ältestes Kloster Georgiens gilt (6. Jh.). Hier startet eine Grad-Wanderung (2-2,5 Std.) entlang der Grenze zu Aserbaidschan, bei der sich weite Blicke ins Nachbarland bieten. Ziel ist das Höhlenkloster Udabno (10. Jh.), denn hier erzählen in den halboffenen Höhlen Wandmalereien vom einstigen Alltag und Leben der Mönche. Die Fahrt in die Weinregion Kachetien wird beim Kloster Bodbe unterbrochen, da die Kirche auf dem Grabmal der Heiligen Nino errichtet wurde, so die Legende.

Donnerstag, 18. Juli 2019
Kachetien: Klöster und Wein
Von Kvareli geht es zunächst zum bunten Bauernmarkt von Telawi und weiter zum nahen Ikalto-Kloster, das einst kulturelles Zentrum Ostgeorgiens war. Später erhebt sich eindrucksvoll in einer weiten Ebene der Kreuzkuppelbau der Alawerdi-Kathedrale, die dem Heiligen Georg geweiht ist. Spätnachmittags beeindrucken die mächtige Erzengelkirche von Gremi sowie die Klosteranlage Nekresi, die mit der kleinen Basilika (4. Jh.) eine der ältesten Kirchen Georgiens ist.

Freitag, 19. Juli 2019
In den Hohen Kaukasus
„Das ist keine Straße, sondern Poesie, eine wunderbare, phantastische Erzählung!“ schwärmte einst Anton Tschechow von der georgischen Heerstraße. Vom Norden des Großen Kaukasus in die Länder des Orients führend, bildete sie bis Ende des 19. Jahrhunderts die wichtigste Verbindung zu Russland, heute ist sie wichtige Fernstraße zwischen beiden Ländern. An dieser befindet sich die Festung Ananuri (17. Jh.), die einst den persischen und osmanischen Invasionen trotzte. Weiter geht es durch beeindruckende Hochgebirgslandschaft über den Kreuzpass (2 379 m) in den Ort Stepanzminda, der im 20. Jahrhundert zwischenzeitlich den Namen des christlichen Märtyrers Stephanus trug. Tagesziel ist die Kleinstadt Kasbegi, die auf 1 700 m am Fuß des 5 047 m hohen Berges Kasbek an der Grenze zu Tschetschenien/Russland liegt.

Samstag, 20. Juli 2019
Im Hohen Kaukasus
Majestätisch überragt der Gipfel des mächtigen Kasbek die Landschaft. Einst, so die Mythologie, wurde hier Prometheus zur Strafe angekettet, da er den Göttern das Licht stahl. Ziel einer Wanderung ist die Gergeti-Dreifaltigkeitskirche (2 170 m), denn hier wurde über Jahrhunderte der Schatz der Georgischen Orthodoxen Apostelkirche, das Weinrebenkreuz der Heiligen Nino, aufbewahrt (Wanderung ca. 4 Std. hin und zurück; Höhenunterschied +/-400 m). Nach dem Abstieg Fahrt durch die schmale, eindrucksvolle Dariali-Schlucht bis zur Grenze.

Sonntag, 21. Juli 2019
Tbilissi: „Stadt, die dich liebt“
Vom Hohen Kaukasus geht es zurück in die Hauptstadt, denn hier zeigt die Schatzkammer des Historischen Museums eine wertvolle Sammlung von Goldschmiedekunst aus der Zeit des Goldenen Vlieses. Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.

Montag, 22. Juli 2019
Fahrt zum Flughafen und Flug mit Lufthansa (5.25 Uhr) über München nach Düsseldorf (9.40 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.