© Andreas Würbel

Schatzkammer an der Elbe

Dresdens Museumslandschaft

Die Museumslandschaft der einstigen Residenzstadt des Kurfürstentums Sachsen ist eine der vielfältigsten in Deutschland. Was die Herrscher aus dem Hause Wettin in Jahrhunderten sammelten und in Auftrag gaben, füllt Burgen, Schlösser und Galerien. Sind die mittelalterlichen Schätze noch bescheiden, so entfaltet sich seit der Renaissance die Kunst in ihrer ganzen Pracht. Höhepunkte sind aber ohne Zweifel das ‚Goldene Augusteische Zeitalter‘, der Spätbarock und das Rokoko in Sachsen. Zu ererbten und erworbenen Kunstwerken aller Art kommen mit den in Dresden und Meißen selbst geschaffenen Schätzen, den Juwelen und dem Porzellan des Kurfürsten, einzigartige Bestände hinzu. Aber auch noch in Biedermeier, Historismus und Moderne umgibt die Sächsische Metropole das Flair bedeutender Kunst aller Gattungen.

Samstag, 20. März 2021
Huldvoll empfängt Elbflorenz den Gast
Individuelle Anreise nach Dresden ins Hotel Vienna House****s am Neumarkt.
18.30 Uhr
Einführung in das Programm und gemeinsames Abendessen.

Sonntag, 21. März 2021
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes in der Dresdner Hofkirche.
Weißes Gold aus Ost und West in festlicher Architektur
Ein Spaziergang vom Neumarkt mit der Frauenkirche zum Residenzschloss der Wettiner und zur berühmten Semperoper erschließt den schönsten Teil der restaurierten Altstadt. In den Orangerien des Zwingers sind die chinesischen, japanischen und frühen Meißner Porzellane ausgestellt, die zu den historisch bedeutendsten Sammlungen aus der Zeit Augusts des Starken zählen. Kürzlich erst wurden die Antiken Skulpturen neu in einem Säulensaal der Sempergalerie aufgestellt, darunter weltberühmte Stücke wie die Athena des Phidias und die „Kleine Herculanerin“.

Montag, 22.März 2021
Prachtvoller Zierrat und Königliches Spielzeug
In den letzten Jahrzehnten wurde das zerstörte Residenzschloss aus der Renaissance Abschnitt für Abschnitt wiederhergestellt. Zuletzt sind die Paraderäume Augusts des Starken und der Riesensaal mit seinen prunkvollen Turnierwaffen und Staatsgewändern auferstanden. Modern präsentiert wird im Neuen Grünen Gewölbe ein guter Teil der Schatzkunst: Goldschmiedearbeiten der Renaissance und des Barocks, darunter die weltberühmten Phantasien der Meister Dinglinger und Permoser, der Hofkünstler des Sächsischen Königs. Zu den einzigartigen Sammlungen zählt auch die „Türkische Kammer“ mit Festzelten aus der Glanzzeit des Osmanenreiches.

Dienstag, 23. März 2021
Eine Galerie von Weltgeltung
Sempers majestätisches Galeriegebäude am Zwinger birgt eine Gemäldesammlung von höchstem Rang: spätmittelalterliche Tafeln von Dürer, van Eyck, Cranach und Holbein sowie Werke der venezianischen und römischen Renaissance von Giorgione, Tizian und Veronese. Raffaels „Sixtinische Madonna“ ist unbestritten das berühmteste Bild der Galerie, aber auch Flamen und Niederländer sind mit Rubens und Rembrandt überaus prominent vertreten. Schließlich sollte man auch die Dresdner Werke nicht vergessen: Canalettos Veduten von „Elbflorenz“, die Pastelle, die Rosalba Carriera von den Zeitgenossen des Barockhofes anfertigte, die Portraits von Mengs und anderen Kleinmeistern. Erst sie geben der Residenzstadt das ihr eigentümliche Kolorit.

Mittwoch, 24. März 2021
Markgräflicher Familienzwist
Ein Ausflug führt aus dem barocken Dresden ins späte Mittelalter. Weit älter als die Residenzstadt ist die hoch auf einem Felsen über der Elbe gelegene Albrechtsburg der Wettiner Markgrafen. Kaum aber war das raffinierte gotische Schloss neben dem Dom von Meißen errichtet, da trennten sich die Familienzweige. Nie weilten die Herren auf der Burg. Doch im Dom liegen sie in der Fürstenkapelle. Nach einer Pause auf dem reizvollen Marktplatz von Meißen geht es am Nachmittag weiter nach Freiberg. Auch der dortige Dom hat eine Fürstenkapelle, freilich für einen anderen, den lutherischen Zweig der Familie. Vor allem aber die prachtvolle spätromanische „Goldene Pforte“ mit ihrem reichen Skulpturenschmuck und die bizarre spätgotische „Tulpenkanzel“ verdienen Beachtung. Ein kurzes Orgelkonzert auf der Silbermannorgel des Freiburger Domes beschließt den Tag.

Donnerstag, 25. März 2021
Eine einzigartige Schatzkammer und der Beginn akademischen Sammelns
Höhepunkt eines jeden Aufenthaltes in Dresden ist das Betreten des Historischen Grünen Gewölbes. Prachtvollste Werke in Bernstein, Elfenbein, Edelmetall und aus Juwelen – der Schatz der sächsischen Kurfürsten und polnischen Könige – überwältigen die Besucher.
So entsetzlich der spektakuläre Einbruch im November 2019 auch war - die schönsten und wichtigsten Objekte sind alle noch da! Nach einem Intermezzo im Mathematisch-Physikalischen Pavillon des Zwingers klingt die Museumswoche mit den Werken des 19. und frühen 20. Jahrhunderts aus: Von Caspar David Friedrich bis Otto Dix stehen ausgewählte Exponate im Akademischen Kunstmuseum „Albertinum“ am Ende einer kunstreichen Woche in Dresden.

Freitag, 26. März 2021
Von der Elbe zurück an den Rhein
Nach dem Frühstück beginnt die individuelle Heimreise.

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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