© A. Kleinschmidt

Grün für Alle

Vom Volkspark bis zu Weinbergen in Köln

Auf den Wegen flanieren, schauen und die Wiese nicht betreten – so ging es in den Parks des 19. Jahrhunderts zu! Für die Gartenreformer des 20. Jahrhunderts sollte der Park dagegen ein Aufenthaltsort und Lebensraum für alle sein. Die letzten Jahre brachten mit der Urban-Gardening-Bewegung zusätzlich noch eine unmittelbarere Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an städtischen Grünflächen mit sich. Hinzu kommt auch ein aktuelles Interesse an alten Anbauarten und – als Ergänzung zum Gartenbau – der Bienenzucht in der Stadt.

Dienstag, 18. Mai 2021
Treffpunkt an der Haltestelle Arnoldshöhe, Buslinie 132 Ri. Frankenstraße (10.00 Uhr)

Zu Hause im Freien – Fritz-Encke-Volkspark und Grüngürtel
In der Adenauer-Zeit wurde Köln eine Parkstadt. Besonders die beiden Grüngürtel verhinderten ein „Steinernes Meer“; sie wurden als abwechslungsreiche großflächige Volksparks mit vielen Bewegungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten angelegt. Besonders reizvoll ist der heute nach dem Gartenbaudirektor benannte Fritz-Encke-Volkspark mit seinem Trinktempel und den eleganten Sitzmöglichkeiten.

Grünes Leben – NeuLand
Der 2011 in Köln gegründete Verein NeuLand hat sich zum Ziel gesetzt, Bildung, Umwelt- und Naturschutz sowie bürgerschaftliches Engagement zu fördern. Typisch für das Urban Gardening ist das Konzept der Zwischnennutzung, bei dem eine brachliegende Fläche temporär bepflanzt und bearbeitet wird. So wird der Garten zu einem Beitrag zur Stadtentwicklung und sinnvoller Bewirtschaftung städtischen Raums.

Wein in der Altstadt – Wingert und der Wein am Chlodwigplatz
Endlich wieder Wein in Köln – und das auch noch im Vringsveedel! Der noch erhaltene Wall des Stadtmauerstücks am Severinstor war von Gestrüpp überwuchert, jetzt ist er ein Weinberg bzw. -hang. Er gehört zum „Wingert“-Projekt. Auf Wunsch pflegt Stadtwinzer Thomas Eichert gegen Erntebeteiligung Rebstöcke an ausgewählten Hauswänden in der Stadt und verarbeitet die Trauben zu Wein.

Rosen und Bienen – Rosengarten und Domimkerei des Fort X
Rosen statt Kanonen! Das militärisch nicht mehr benötigte Fort X wurde von Gartenbaudirektor Encke zum Teil in einen Rosengarten verwandelt. Passend zu all diesen Blüten wird hier am Fort X auch die Stadt-Imkerei betrieben.

Ende der Veranstaltung am Neusser Wall (ca. 18.30 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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