Turin und das Piemont - Ferienakademie der Thomas-Morus-Akademie Bensberg
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Kulturgenuss am Fuße der Berge

Turin und das Piemont

Piemont, mit seiner Hauptstadt Turin, ist eine der kulturgeschichtlich interessantesten und landschaftlich abwechslungsreichsten Regionen Oberitaliens: Die Römer bauten hier Städte und Theater, Mönche gründeten Klöster und machten Flusstäler und Hügelregionen urbar. Grafen und Herzöge errichteten Burgen und befestigten Städte im Stil der Gotik. Als bedeutendes Geschlecht erkoren die Savoyer Turin zu ihrer Residenzstadt. Darüber hinaus reizt die liebliche Kulturlandschaft des Piemont: Die endlos scheinenden Hügelreihen des Montferrat und die Langhe mit Obst- und Weinfeldern sind von blühender Schönheit vor der Kulisse der schneebedeckten Alpengipfel. Daher verbindet die Ferienakademie Kulturgeschichte mit Landschaftseindrücken und gewährt Blicke in Küche und Keller.

Ihr/e Reiseleiter/in

Montag, 16. Mai 2022
Willkommen in Turin!
Flug mit Air Dolomiti von Frankfurt (12.25 Uhr) nach Turin (13.40 Uhr). Die Fahrt zum Grand Hotel Sitea***** wird durch einen Halt an der barocken Wallfahrtskirche Superga unterbrochen. Von hier bietet sich bei gutem Wetter ein beeindruckender Blick auf die Hauptstadt des Piemont und die Alpen. Am frühen Abend führt ein erster Spaziergang durch die französisch anmutende Altstadt.

Dienstag, 17. Mai 2022
Das italienische Versailles
Ein Ausflug führt am Vormittag in den hochbarocken Palast von Veneria Reale bei Turin. Filippo Juvarra plante hier einst für die Savoyer ein Sommerschloss mit weiten Gärten. Vieles blieb Fragment, vieles ist zerstört, doch beeindruckt das noch Erhaltene nachhaltig.
Pharaonische Schätze
Turiner Altertumswissenschaftler waren bei der Erforschung des Alten Ägyptens früh und intensiv zur Stelle. So zeigt das nach Kairo zweitgrößte Ägyptische Museum Exponate zur Kultur der Pharaonenzeit. Vollständige Grabausstattungen für das jenseitige Leben und prachtvoll illustrierte Papyrusrollen mit der Gesetzgebung für das Totenreich machen den Weltruhm der Sammlung aus.

Mittwoch, 18. Mai 2022
Der Erzengel auf dem Berggipfel
Vormittags führt der Weg westwärts in das Alpental von Susa, wo sich hoch auf einem gewaltigen Felssporn eindrucksvoll die Sacra di San Michele erhebt. Der Blick geht weit zu den Gipfeln der italienischen und französischen Westalpen (wetterabhängig). Auf der Rückfahrt lohnt ein Halt an der spätgotischen Klosterkirche Sant‘Antonio di Ranverso.
Die Herrenreliquie und ihr Schrein
Zu Fuß geht es nachmittags durch die Innenstadt Turins zu den Resten der antiken Stadt und zum spätantiken Dom. Deutlich wird die prägende Zeit des Barocks: nüchtern am Palazzo Reale, würdevoll an den Adelspalästen und den großen Straßenachsen, einzigartig phantasievoll in der Kirche San Lorenzo und der Kapelle für das Turiner Grabtuch. Die Reliquie, eine der bedeutendsten der Christenheit, ist nach einem Brand im Jahr 1997 erst seit kurzer Zeit wieder von der genialen Architektur des Guarino Guarini umschlossen.

Donnerstag, 19. Mai 2022
Turins grandiose Sammlungen
Die Mole Antonelliana ist das eigenwillige Wahrzeichen Turins und ein Beispiel der Ingenieurbaukunst des 19. Jahrhunderts. Im gewaltigen Kuppelraum wird heute auf faszinierende Weise die Filmkunst Italiens und der Welt dokumentiert. In seinen Mauern aus verschiedenen Epochen birgt der Palazzo Madama viele Schätze von der Antike über das gotische Mittelalter bis hin zum prunkvollen Barock des Piemont. Eine weitere Entdeckung ist das Museum für die Süd- und Ostasiatischen Kulturen, das seine ungemein reiche und qualitätvolle Sammlung ansprechend präsentiert.

Freitag, 20. Mai 2022
Durch die Hügel des Montferrat
In einem Talgrund inmitten sanfter Hügel liegt die romanische Abtei von Vezzolano, die mit reicher und phantasievoller skulpturaler Ausstattung überrascht. Viele weitere Kapellen und Kirchen der Romanik liegen auf Hügelkuppen und in Weintälern auf dem Wege nach Asti. Der dortige Dom folgt spätgotischen Architekturprinzipien und überrascht mit einem Malereizyklus des Rokoko. In der Altstadt finden sich romanische, gotische und barocke Schönheiten. Und immer wieder begeistert der Blick in die Weinhügellandschaft. Tagesziel ist das neugotisch geprägte Pollenzo bei Alba.

Samstag, 21. Mai 2022
Saluzzo: Vom exquisiten Geschmack kleiner Herrschaft
Am Fuße der gewaltigen Pyramide des Monte Viso liegt die Grafschaft Saluzzo. Einst waren die Grafen auch Herren über die Zisterzienserabtei Santa Maria di Staffarda, deren sakrale Schätze heute der Turiner Palazzo Madama birgt. Die verfallende Architektur des romantischen Klosterorts ist von hohem Reiz. Saluzzo selbst ist ein malerisches Landstädtchen mit gotischen Palästen und barocken Kirchen. Etwas weiter südlich liegt die scheinbar bescheidene Burg von Manta, wo jedoch höchst bedeutende Freskenzyklen der höfischen Spätgotik mit lebensvollen Darstellungen des „Jungbrunnens“ und der „Tugendhaften Männer und Frauen“ beeindrucken.

Sonntag, 22. Mai 2022
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Die Langhe: Zwischen Wein­bergen und Hochgebirge
Von Pollenzo startet die Fahrt in die Wein- und Obsthügellandschaft der Langhe. Mit überdimensionierten Kirchen, einer barocken Stadtgestalt und einem weiten Blick in die Westalpen bleibt Cherasco in Erinnerung. In La Morra schweift der Blick nach Süden in die herrliche Weinregion. Barolo ist die Heimat eines berühmten Rotweins und intensiver Süßweine. Die hübschen Weinorte liegen teils in den Falten der Täler, teils um Burgen und Türme geduckt auf den Höhen, wie eine Panoramafahrt zeigt. Bei Mondoví errichteten die frommen Savoyer eines der größten Marienheiligtümer Italiens: Das Santuario di Vicoforte krönt die größte elliptische Kuppel der Welt.

Montag, 23. Mai 2022
Abschied vom Piemont!
Fahrt nach Turin und Flug mit Air Dolomiti (14.20 Uhr) nach Frankfurt (15.40 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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