Villa Hammerschmidt, Bonn
© E. Henkel (CC BY-SA 3.0), commons.wikimedia.org

Das „Weiße Haus am Rhein“

Ein Villengarten mit Geschichte

Als zweiter Amtssitz des Bundespräsidenten ist die Villa Hammerschmidt allseits bekannt. Weniger geläufig ist dagegen ihre gartengeschichtliche Bedeutung. Die Anfänge des Anwesens liegen im 19. Jahrhundert, als in herausragender landschaftlicher Lage am Rheinufer südlich von Bonn eine Reihe von luxuriösen Villen mit weitläufigen Gärten entstanden. Das Gebäude wurde 1861 für den Privatier Albrecht Troost errichtet und mit Anlagen im landschaftlichen Stil umgeben. Unter dem nachfolgenden Besitzer Leopold König wurde die Villa im Stil der italienischen Renaissance umgebaut und der Park mit einem repräsentativen Palmenhaus ausgestattet. 1899 erwarb der Kommerzienrat Rudolf Hammerschmidt das Anwesen.

Montag, 10. Oktober 2022
Treffpunkt am Eingang der Villa Hammerschmidt in Bonn (14.00 Uhr).

Geschichte und Gestaltung
Die Gartenkultur zählte zu Rudolf Hammerschmidts besonderen Interessengebieten. Sein ganzer Stolz war seine große Orchideen-Sammlung und er besaß sogar ein Laboratorium für die Zucht von Orchideenwurzelpilzen.

Seit der Nutzung der Villa Hammerschmidt als Amtssitz des Bundespräsidenten ab 1950 wurde auch der Park mehrfach verändert. Hier wirkten insbesondere Richard und Marianne von Weizsäcker, die den alten Gehölzbestand neu inszeniert und die Anlage großzügiger und einheitlicher formen ließen.

Die Villa Hammerschmidt besticht durch ihre harmonische gestalterische Verbindung von Architektur, Garten und Landschaft nach dem Vorbild italienischer Renaissancevillen. Auf einem Spaziergang durch den wohlgepflegten Park erkunden wir die Geschichte und Gestaltung dieses beeindruckenden Gartendenkmals.

Ende der Veranstaltung (ca.17.00 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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