Lass die Nacht vorübergehen. Gebete in der Trauer- ein Begleiter in schweren Zeiten

Der „Trauermonat“ November steht traditionell im Zeichen des Totengedenkens und der Trauer um die Verstorbenen. In Zeiten der Corona-Pandemie bekommt er noch einmal eine besondere Qualität. Die Hauptabteilung Seelsorge im Erzbistum Köln hat daher ein kleines Buch mit dem Titel „Lass die Nacht vorübergehen. Gebete in der Trauer“ herausgegeben. Eva-Maria Will, Referentin für Trauerpastoral und Bestattungskultur im Erzbistum Köln, stellt dieses besondere Angebot vor.

Wie kam es zu dem Gebetsheft?
Als Deutschland im März in den ersten Lockdown ging, sahen wir verstörende Bilder aus Italien oder Amerika in den Medien. Aber auch hier mehrten sich Nachrichten von Menschen, die ohne den Beistand ihrer Angehörigen verstorben und auf ihrem letzten Weg nur von engsten Familienmitgliedern begleitet worden waren. Gottesdienste wurden unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefeiert, und viele fühlten sich in ihrer Not alleingelassen. So entstand die Idee, für diese Situation eine Sammlung von Texten und Gebeten zu erstellen.

Welche Gebete eignen sich in diesen Zeiten?
Die kraftvollen Bilder und Worte der biblischen Psalmen drücken die unterschiedlichen Gemütslagen der Menschen aus, sei es Klage, Bitte, aber auch Hoffnung und Zuversicht. In dem Büchlein finden sich außerdem Gebete aus der christlichen Tradition, die die Not der Menschen auf eine zeitlose Art und Weise zum Ausdruck bringen. Für unsere heutige Situation bieten zeitgenössische Gebete und Texte einen neuen sprachlichen Raum, um sich mit Sorgen, Tod und Trauer zu befassen. Die unterschiedlichen Bilder, die in einem Dialog mit den Texten stehen, regen zum Betrachten und Nachdenken an. Das klassische Andachtsbild des „Christus in der Rast“, der das eigene Leiden nicht verdrängt oder verneint, sondern annimmt, spiegelt sein Hoffen auf Gottes Treue wider. Diese Hoffnung, die sich durch Bild und Wort zieht, will auch der Titel des Büchleins, „Lass die Nacht vorübergehen“, vermitteln.

Wozu dient das Büchlein?
Alle Texte, Gebete und Bilder laden Menschen in ihren unterschiedlichen Befindlichkeiten dazu ein, die eigene Situation anzuschauen, sich damit auseinanderzusetzen und vor Gott zu tragen, um so einen Weg in und aus der Trauer finden zu können. Neben den persönlichen Gebeten enthält das Heft auch Anregungen für das gemeinschaftliche Beten, beispielsweise in einem Abschieds- oder Gedenkgottesdienst.

Wo bekomme ich weitere Informationen?
Das kleinformatige, 92-seitige Büchlein passt in die Hosen- oder Handtasche. Die Ansicht und die Möglichkeit zum Download finden Sie hier: https://www.erzbistum-koeln.de/export/sites/ebkportal/seelsorge_und_glaube/abschied-und-trost/.content/.galleries/downloads/Gebete-in-der-Trauer_2Aufl_200710.pdf

Bis zu 20 Exemplare des Büchleins können kostenfrei bestellt werden unter bestellung@erzbistum-koeln.de . Weitere Informationen, Beiträge, Impulse und Angebote (wie zur Trauerbegleitung) finden Sie unter www.abschied-trost.de .

Bilder
Eva-Maria Will. Bild: Beatrice Tomasetti, Domradio
Chapel. Bild: Stux auf Pixabay, gemeinfrei.
Titelbild des Büchleins. Bild: Erzbistum Köln/Jelen

14. November 2020 || von Eva-Maria Will, Referentin für Trauerpastoral und Bestattungskultur im Erzbistum Köln