Mike Finn (CC BY SA 2.0), Flickr

Zwischen Mittelalter und Moderne

Girona: Stadt und Umland

Im äußersten Nordosten des spanischen Festlands liegt abseits der für seine Badestrände berühmten Costa Brava das von den Römern gegründete Girona. Mit mediterranem Charme und einem eleganten Flair präsentiert Gironas Altstadt stolz ihre sehenswerten Schmuckstücke aus Romanik und Gotik. Auch der „Call“, eines der am besten erhaltenen jüdischen Viertel Europas, lohnt einen Besuch. Zwei Abteien in den Vorpyrenäen sowie ein hoch über dem Mittelmeer gelegenes Kloster in Oberampurien belegen die überragende Bedeutung der mittelalterlichen Kulturzentren Kataloniens. Die grenzüberschreitende Identität der Region macht sich auch im benachbarten Südfrankreich bemerkbar, wo der unüberhörbare Ruf nach Eigenständigkeit der Katalanen ebenfalls zu vernehmen ist. Bei einem Tagesausflug nach Céret und Colliure in der historischen Provinz Roussillon soll die Moderne Kunst mit Originalwerken von Picasso, Matisse und Chagall zu Wort kommen.

Mittwoch, 19. Mai 2021
Flug mit Eurowings von Düsseldorf (11.10 Uhr) nach Barcelona (13.25 Uhr), Empfang durch Ihren Reiseleiter Matthias Franze.
Die Schatzkammer der romanischen Fresken
Gleich zu Beginn steht der Besuch des Museu National d’Art de Catalunya in Barcelona: In maßstabgerechter Architekturkulisse beeindrucken hier Original-Fresken von 29 bedeutenden romanischen Kirchen Kataloniens. Ihre Betrachtung bildet einen wunderbaren Auftakt dieser Ferienakademie. Tagesziel ist die Hauptstadt der nordöstlichsten Provinz der iberischen Halbinsel, Girona.

Donnerstag, 20. Mai 2021
Mittelalterliche Kunst in Ripoll, Sant Joan de les Abadesses und Besalú
Über das Städtchen Ripoll, die geistige Wiege Kataloniens, wo sich am romanischen Portal und im Kreuzgang des Klosters Santa Maria ein reicher Skulpturenschmuck aus dem 12. Jahrhundert mit biblischen, historischen und allegorischen Szenen wie ein Bilderbuch liest, wird Sant Joan de les Abadesses erreicht. Hier überrascht eine Skulpturengruppe mit sieben Figuren aus dem Jahr 1251, welche die Kreuzabnahme darstellt und als Heiliges Mysterium bekannt ist. Weiter geht es nach Besalú mit der malerischen romanischen Brücke und den erstaunlich gut erhaltenen Überresten einer Synagoge mit Mikwe: Es ist wohl eines der wichtigsten Monumente der hebräischen Kultur in Europa.

Freitag, 21. Mai 2021
Malerisches Girona und ein Abstecher nach Sant Pere de Rodes
Ein Rundgang durch die engen Gassen der historischen Altstadt von Girona führt zur gotischen Kathedrale Santa Maria mit barocker Fassade und romanischer Ausstattung. Besonders interessant sind der Kreuzgang mit Kapitellen aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Auch die arabischen Bäder, die Abtei Sant Pere de Galligants sowie die Kirchen San Feliu und San Nicolás und nicht zuletzt die gut erhaltenen Reste des ehemaligen jüdischen Viertels „Call“ sind sehenswert.
Von der einsam gelegenen Benediktinerabtei Sant Pere de Rodes - einem Schmuckstück der Romanik und kunstgeschichtlichem Sonderfall – bietet sich bei gutem Wetter ein atemberaubender Blick auf das Mittelmeer und über die Costa Brava.

Samstag, 22. Mai 2021
Zu Besuch bei den „Wilden“
Ein Abstecher nach Frankreich macht mit einem der Zentren des Expressionismus vertraut: Der Luftkurort Céret, gelegen im Schatten des mythischen Pyrenäengipfels Canigou, wurde 1911 von Pablo Picasso entdeckt, der hier dreimal seine Ferien verbrachte. Zu jener Zeit entstanden wichtige Werke des synthetischen Kubismus. In den zwanziger Jahren kam auch Marc Chagall nach Céret. Das Musée d‘Art moderne mit Werken von Picasso, Soutine, Matisse und Chagall lohnt den Besuch (Wiedereröffnung voraussichtlich im Frühjahr 2021). Das reizende Seebad Collioure lockt mit seiner pittoresken Altstadt, in der 1905 Henri Matisse und André Derain den Fauvismus entwickelten. Auf der Rückfahrt nach Girona gibt es einen Halt in Portbou. Hier steht die vom Bildhauer Dani Karavan errichtete Gedenkstätte für den deutschen Philosophen und Kulturkritiker Walter Benjamin, der hier auf der Flucht vor dem Nationalsozialismus Selbstmord begangen haben soll.
Am Abend bietet sich die Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.

Sonntag, 23. Mai 2021 (Pfingstsonntag)
Fahrt zum Flughafen Barcelona und Rückflug mit Eurowings (13.20 Uhr) nach Düsseldorf (15.45 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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