Luca Capuccini (CC BY-SA 3.0)/wikimedia

Zwei Städte. Zwei Seen.

Bergamo und Brescia. Gardasee und Iseosee.

Sie werden von der Atmosphäre und den Kunst- und Architekturschätzen von Bergamo und Brescia überrascht sein. Denn in Kirchen, Palästen und Museen werden Sie mit der Kunsthistorikerin Dr. Elisabeth Peters beispielsweise prächtige Freskenzyklen von Lorenzo Lotto, dem bedeutenden Maler der Hochrenaissance, betrachten. Auch werden Sie Tafelbilder von Raffael, Tizian, Fra Angelico, von Botticelli, Signorelli und Mantegna bewundern. Sie schlendern durch Gassen und über Plätze, spazieren durch schöne Gärten und genießen die Blicke – auch von der Isola del Garda im Gardasee oder von der Monte Isola im Iseosee.
Im historischen Zentrum von Brescia haben wir für Sie das Hotel Centro Pastorale Paolo VI*** reserviert. Es ist in einem Gebäude des 16. Jahrhunderts eingerichtet und nach dem in dieser Stadt geborenen späteren Papst Paul VI. benannt, den Papst Franziskus 2018 heiligsprach.

Montag, 15. Juni 2020
Eurowings-Flug (15.20 Uhr) von Köln/Bonn nach Verona (16.45 Uhr), Fahrt mit einem Reisebus nach Brescia zum Hotel Centro Pastorale Paolo VI.***.

Dienstag, 16. Juni 2020
Brescia – traditionsreich
Der erste Spaziergang führt über schöne Plätze und vorbei an Palästen zum eindrucksvollen Monastero di Santa Giulia. In diesem weitläufigen Museum bietet sich ein Querschnitt der gesamten Stadtgeschichte. Der Komplex umfasst auch mehrere teilweise mit Renaissancefresken ausgeschmückte Kirchen und Klostergebäude. Neben in situ belassenen Mosaikfußböden und Wanddekorationen eines römischen Wohnviertels werden hier auch glanzvolle Exponate gezeigt: wie etwa die antike Bronzestatue der „Vittoria“, das reich verzierte Kreuz des letzten Langobardenkönigs Desiderius oder die berühmte Lipsanothek, ein frühchristliches Elfenbeinkästchen. Gleich nebenan in San Salvatore finden sich Reste karolingischer Bemalungen. Im Stadtzentrum beeindrucken dann die imposanten Überreste des Kapitols mit einem Tempel, der unter Vespasian erneuert wurde, und das Teatro Romano (UNESCO-Welterbe). Nachmittags ist vor allem der Alte Dom an der Piazza Paolo VI. interessant, die mit dem Rathaus und dem Neuen Dom einst geistlich-kommunales Zentrum war.

Mittwoch, 17. Juni 2020
Brescia – die Kunstreiche
Seit 2018 erstrahlt die Pinakothek Tosio Martinengo im ehrwürdigen Palazzo Martinengo in neuem Glanz. Sie zeigt Werke italienischer Meister bis zum 19. Jahrhundert, allen voran Raffaels „Angelo“ und sein „Segnender Christus“ oder Lorenzo Lottos „Anbetung der Hirten“ (vorbehaltlich aktueller Ausleihe). Auch Tapisserien, Skulpturen, Schmuck oder Medaillen zeugen in den 21 Sälen von einstigem Reichtum. Später richtet sich der Blick auf drei weitere Kirchen: Santi Nazaro e Celso birgt mit dem Auferstehungsaltar von Tizian ein bedeutendes Werk der italienischen Hochrenaissance. Auch die Bettelordenskirche San Francesco verweist mit wertvollen Altargemälden von Gerolamo Romanino auf jene Zeit und birgt bemerkenswerte Freskomalereien aus der Giotto-Schule. Dagegen präsentiert sich Santa Maria dei Miracoli mit weißer Marmor-Renaissancefassade.

Donnerstag, 18. Juni 2020
Isola del Garda – ein Juwel
Bevor am Westufer des Gardasees das Boot zur Isola del Garda startet, richtet sich das Augenmerk auf die Stadt Salò am Seeufer. Denn diese erhob Benito Mussolini mit deutscher Unterstützung einst zum Sitz der „Repubblica Sociale Italiana“. Mit diesen Eindrücken „entführen“ die Isola del Garda mit der prachtvoll ausgestatteten Villa und üppigen italienischen Gärten in eine andere Welt. Später überrascht am Seeufer der Garten des österreichischen Künstlers André Heller. Diesen versteht er als „Musterkollektion an Weltgegenden“ und stattete ihn auch mit Skulpturen u. a. von Keith Haring, Roy Lichtenstein oder Susanne Schmögner aus.

Freitag, 19. Juni 2020
Bergamo – die Erhabene
Von den vielen Sehenswürdigkeiten der Oberstadt stehen ausgewählte im Vordergrund: das Dommuseum sowie die mit prächtigen Fresken ausgemalte und mit wertvollen Sarkophagen ausgestattete Cappella Colleoni. Mit ihr verbunden ist Santa Maria Maggiore mit einem Chorgestühl, das ein Meisterwerk der Intarsienkunst ist. Abschließend öffnet mit dem Palazzo Moroni auch ein säkulares Gebäude seine Pforten.

Samstag, 20. Juni 2020
Bergamo – die Kunstreiche
Vor dem zweiten Besuch Bergamos steht in Trescore Balneario die Betrachtung eines Freskenzyklus von Lorenzo Lotto, der wohl zu den besterhaltenen in Norditalien zählt. Angekommen in der Città alta Begamos, führt der Weg zur Terrasse des Palazzo Terzi, von wo sich wunderbare Blicke bieten. Auch die verspiegelten Innenräume, das Rote Zimmer oder die Ehrenhalle des Palastes werden in Erinnerung bleiben. Nachmittags folgt in San Michele al Pozzo Bianco eine weitere „Begegnung“ mit Lorenzo Lotto. Denn hier schuf er 1525 einen außergewöhnlichen Freskenzyklus mit Szenen aus dem Leben Mariens. Überraschend reich bestückt ist auch die Accademia Carrara. Sie zeigt ebenso wertvolle Werke von Bellini, Tizian, Tintoretto oder Tiepolo wie solche von Fra Angelico, Botticelli, Signorelli, Mantegna oder Raffael.

Sonntag, 21. Juni 2020
In Brescia bietet sich Gelegenheit, einen katholischen Gottesdienst zu besuchen.
An den Lago d‘Iseo
Mit der Kunstinstallation The Floating Piers des Künstlers Christo wurde der viertgrößte oberitalienische See weltberühmt. Bevor das Schiff zur Monte Isola startet, lockt der Ort Iseo mit Plätzen, Gassen und zwei Schmuckstücken: Die Kirche Pieve di Sant‘Andrea birgt interessante Fresken und ein Gemälde, das einem Schüler Tizians zugeschrieben wird. In San Silvestro wurde in den 1980er Jahre ein Fresko entdeckt, das einen Totentanz darstellt (Ende 15. Jh.). Nach der Mittagspause startet das Schiff zur Monte Isola, wo sich ein Spaziergang und ein Verweilen in einem Café anbieten.

Montag, 22. Juni 2020
Brescia – und „Madame Butterfly“
Mit Eindrücken vom prächtig ausgestatteten Theater der Stadt und überraschenden Bezügen zu Puccinis „Madame Butterfly“ startet der Reisebus zum Flughafen Verona.
Flug mit Eurowings (17.25 Uhr) nach Köln/Bonn (18.55 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

.