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© R. Spekking, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Gelehrter, Sammler, Stadtvisionär!

Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824): Kölns großer Bürger und seine Zeit

Ferdinand Franz Wallrafs Sammlungen bilden den Grundstock der heutigen Kölner Museen. Nicht nur sein großzügiges Erbe, das nach seinem Tod am 18. März 1824 der Stadt zufiel, prägt bis heute die Kölner Stadtgeschichte. In diesem Jahr erinnern die Stadt und viele Institutionen an seinen 200. Todestag.
Wallraf erlebte mit dem Umsturz der alten politischen Ordnung in Europa massive Veränderungen: Köln wurde französisch! Während der Säkularisierung rettete er unzählige Kunstwerke vor deren Übernahme oder Zerstörung. Seine Sammlungen umfassten am Ende etwa 80.000 Objekte. Neben Mineralien, Gemälden, Antiken, Grafiken, Zeichnungen oder Handschriften besaß Wallraf auch eine umfangreiche Bibliothek. Rund 10.000 Exemplare werden heute an der Kölner Universitäts- und Stadtbibliothek aufbewahrt.
Wallraf war nicht nur Sammler, sondern auch Kanoniker, Professor für Botanik, Naturgeschichte und Ästhetik und letzter Rektor der Alten Kölner Universität. Er war hervorragend in Köln vernetzt und konnte prägende stadtplanerische und -reformerische Ideen umsetzen, sei es bei der Neubenennung von Straßen oder der Gestaltung des Melaten-Friedhofes. Ihm war es vor allem wichtig, seine geliebte Stadt zu „altem Glanz und alter Größe“ zu führen.
Wir laden Sie herzlich nach Bensberg ein, sich mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten auf die Spuren Wallrafs und seiner Zeit um 1800 zu begeben und sein Nachwirken bis heute gemeinsam zu entdecken.

Samstag, 13. April 2024

14.00 Uhr
Wallraf ist tot – lang lebe Wallraf!
Der 18. März 1824, ein Tag mit großer Wirkung
Sebastian Schlinkheider M.A.,
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit, Universität zu Köln

15.30 Uhr
Kaffee- und Teepause

15.45 Uhr
Ein Buch ist ein Ort
Wallrafs Büchersammlung
Dr. Christiane Hoffrath
Dezernatsleiterin Historische Bestände und Sammlungen, Bestandserhaltung und Digitalisierung, Universitäts- und Stadtbibliothek Köln

18.00 Uhr
Abendessen

19.00 Uhr
Die Vision eines neuen Köln
Wallrafs Projekt zur Umbenennung der Kölner Straßennamen
Prof. Dr. Gudrun Gersmann,
Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit, Universität zu Köln

21.15 Uhr
Ende des Veranstaltungstages


Sonntag, 14. April 2024

ab 7.00 Uhr
Frühstück für Übernachtungsgäste

8.00 Uhr
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes in der Edith-Stein-Kapelle

9.30 Uhr
Wallrafs Köln wird französisch
Stadtgeschichte im Spiegel der Gesuche um das Bürgerrecht in der Zeit von 1794 bis 1814
Ursula Brohl-Sowa, Bernd Schäfer, Matthias Elbing,
Projektgruppe KölnErforschen

11.00 Uhr
Kaffee- und Teepause

11.30 Uhr
Raus aus dem Elfenbeinturm!
Wallraf digital: Forschung auf dem Weg aus der Universität in die Welt
Christine Schmitt M.A.,
Wissenschaftliche Koordinatorin am Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit, Universität zu Köln

13.00 Uhr
Mittagessen

14.00 Uhr
Ende der Veranstaltung

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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