GoetheAkademie – Goethe Gesellschaft und Thomas-Morus-Akademie
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„Es lebe die Freiheit …“

Goethes politisches Wollen

Goethe wollte „Regieren!“ Deswegen kam er 1775 nach Weimar. Der Minister, Napoleonverehrer und Gegner jeglicher Machtpolitik wurde später jedoch als unpolitisch etikettiert, um ihn für die Kulturnation und den deutschen Geist vereinnahmen zu können. Die Zeugnisse seiner amtlichen Tätigkeit, seine autobiographischen Einblicke und seine Dichtung zeigen hingegen einen eminent politischen Kopf, der die finale Krise Alteuropas und des Heiligen Römischen Reiches durch angemessene Reformen ohne revolutionäres Chaos oder Tyrannei überwinden wollte.
Seine politischen Vorstellungen werden anhand der von ihm maßgeblich projektierten Weimarer Bauten und im Ilmpark erläutert, seine Texte in den Archiven in Augenschein genommen, auf das Politische hin befragt und ausgiebig diskutiert. Gezeigt wird unter anderem, warum für Goethe die Universität Jena so wichtig war und warum er sich im Alter der neuen bürgerlich-nationalstaatlichen Leitkultur entzog. Dafür wurde er als „Fürstenknecht“, „Stabilitätsnarr“ und „Zeitablehnungsgenie“ beschimpft. Zu fragen ist allerdings, ob Goethes Ideen des Politischen nicht heute wieder wichtig werden könnten.

Mitwirkung u. a.
Prof. Dr. Georg Schmidt, Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Jena i.R.

Das ausführliche Einzelprogramm erscheint ca. vier bis sechs Wochen vor Veranstaltungsbeginn.
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Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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