Ferienakademie - Wien - Thomas-Morus-Akademie Bensberg
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Kaiserliche Schatzkammern

Schlösser und Museen in Wien

Berlin mag „en vogue“ sein, Dresden mit den Wettinern und München mit den Wittelsbachern glänzen, die Haupt- und Residenzstadt des Alten Reiches aber ist unbestreitbar Wien. Seit dem Mittelalter ist Wien Sitz der kaiserlichen Dynastie des Hauses Habsburg. Rudolf von Habsburg lässt im 13. Jahrhundert die Hofburg erbauen, und unter Kaiser Maximilian blüht um 1500 die Universität nach Prager Vorbild. Nach der endgültigen Vertreibung der Türken durch Prinz Eugen erstrahlt die Residenz bald in barocker Fülle. Palais und Schlösser werden in und rund um die Wienerstadt errichtet. Mitte des 19. Jahrhunderts entsteht unter Kaiser Franz Joseph I. mit der neuen Ringstraße ein Ensemble von Prachtbauten, welches nur mit den Pariser Boulevards verglichen werden kann. Der alte Kaiser erlebt schließlich noch den Aufbruch der Stadt in die Moderne um 1900. Die Ferienakademie erschließt diesen Reichtum der Schlösser und Museen von den romanischen Anfängen bis zum Fin de Siècle.

Ihr/e Reiseleiter/in

Montag, 26. Juni 2023
Habe die Ehre … Willkommen in Wien!
Flug mit Eurowings von Köln/Bonn (13.45 Uhr) nach Wien (15.15 Uhr) und Transfer zum K+K Hotel Maria Theresia****. Ein erster Spaziergang führt vor dem Abendessen durch Teile der Altstadt und über den Ring.

Dienstag, 27. Juni 2023
Die Kaiserlichen Kunst- und Wunderkammern
Der ganze Tag gilt den Schätzen des Kunsthistorischen Museums. Auf eine beachtenswerte ägyptische Sammlung folgen feine Arbeiten aus der griechischen und römischen Epoche. Glanzpunkte sind die antiken Kaiserkameen und ein awarischer Hortfund aus dem 8. Jahrhundert. Die hochmittelalterlichen Zimelien bilden den Grundstock der Kunstkammer. Nach einer längeren Ruhepause in den Lustgärten der Ringstraße schließt sich am Nachmittag die Gemäldegalerie an: Die größte Sammlung von Werken Pieter Breughels zeigt die Verbindung mit den Niederlanden, die Werke Diego Velázquez‘ geben Zeugnis von der Heiratspolitik der Habsburger. Daneben gibt es exquisite italienische Malerei zu sehen, vor allem Venezianer. Hauptwerke der Altdeutschen Schulen mit Albrecht Dürer an ihrer Spitze und der Holländer mit Jan Vermeer und Rembrandt ergänzen diese Weltsammlung.

Mittwoch, 28. Juni 2023
Die Schätze der Macht und des Glaubens
Der Wiener Stephansdom mit seinem herrlichen Einzelturm, dem „Stefferl“, ignoriert souverän viele Regeln der Kathedralgotik und wächst aus spätromanischen, früh- und spätgotischen Elementen zu bewundernswürdiger Einheit und Würde. Das Kaiserhaus der Habsburger hat von seinen karolingischen, ottonischen und staufischen Vorgängern die Zimelien des Reiches geerbt. In der Hofburg werden Krone, Evangeliar und Ornat präsentiert, daneben der Österreichische Kaiserschatz und der Schatz des „Ordens vom Goldenen Vlies“.  Am Spätnachmittag führt der Weg nach Schloss Schönbrunn. Die prachtvollen Gärten des „Österreichischen Versailles“ mit ihren Statuen, Brunnen und Promenaden erschließen sich in einem ausführlichen Rundgang.

Donnerstag, 29. Juni 2023
Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande
Ein Ausflug in den Wienerwald setzt eine Zäsur: Erstes Ziel ist das Zisterzienserkloster Heiligenkreuz. Hier liegen die letzten Babenberger, die einst den Habsburgern im Tode das Herzogtum Österreich zufallen ließen. Nach Chorgebet und Mittagspause führt der Weg auf Beethovens Spuren durch das Helenental nach Baden. Ein Rundgang erschließt das mondäne Kurbad, in dem sich der Wiener Erb-, Geld- und Kulturadel einst erholte. Am späten Nachmittag geht es wieder zu den Habsburgern: In Laxenburg steht ein auf Maria Theresia zurückgehendes Jagdschloss, dessen Garten Franz I. im englischen Stil umgestalten ließ.

Freitag, 30. Juni 2023
Über die Secession zur Moderne
Der Vormittag gilt dem Fin de Siècle, der Secessionszeit, deren Kronzeugen Gustav Klimt und Egon Schiele im Museum Leopold mit grandiosen Werken vertreten sind. Im Anschluss bietet sich Gelegenheit zum individuellen Besuch der benachbarten Museen mit moderner und aktueller Kunst. Am Nachmittag steht dann ein aufsehenerregender Neuzugang der Wiener Museumslandschaft auf dem Programm: Die im Juni 2022 eröffnete Heidi Horten Collection versammelt moderne und zeitgenössische Kunstwerke von Klimt bis Warhol.

Samstag, 1. Juli 2023
Vielfalt des Barocks
Nördlich der Hauptstadt liegt an der Donau das Augustiner-Chorherrenstift von Klosterneuburg. Die hochbarocke Gottesburg birgt einen Schatz: Der Klosterneuburger Altar ist das zweite Meisterwerk des Nikolaus von Verdun, dem der Kölner Dom den Dreikönigsschrein verdankt. Zurück in Wien führt ein nachmittäglicher Spaziergang zum Karlsplatz, wo die Ausstellungsräume der Secession in direkter Nachbarschaft zum Großen Musikvereinssaal und der barocken Karlskirche liegen. Barock, aber von gänzlich anderem Charakter, ist auch das Schloss des Prinzen Eugen. Über die Terrassen des herrlichen Gartens steigt man hinauf zum phantastischen Oberen Belvedere. Die Fassaden, das Treppenhaus und der Festsaal, nicht zuletzt der Blick auf die Wiener Altstadt - man wird dieses Wunder barocker Prachtentfaltung nicht vergessen.

Sonntag, 2. Juli 2023
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Pfiat di, Adieu!
Am Vormittag führt ein Spaziergang noch einmal durch die Altstadt zur Kirche der Donauschiffer, Maria am Gestade, zum Schottenkloster und schließlich zur Kapuzinergruft mit den Mausoleen der Kaiser. Dann bleibt noch Zeit für letzte Besorgungen, zum Beispiel einer Sachertorte im gleichnamigen Hotel. Transfer zum Flughafen Wien und Rückflug mit Eurowings (20.10 Uhr) nach Köln-Bonn (21.45 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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