Kaiserliche Schatzkammern
Berlin mag „en vogue“ sein, Dresden mit den Wettinern und München mit den Wittelsbachern glänzen, die eigentliche Haupt- und Residenzstadt des Alten Reiches aber ist unbestreitbar Wien. Seit dem Mittelalter ist Wien Sitz der kaiserlichen Dynastie des Hauses Habsburg. Rudolf von Habsburg lässt im 13. Jahrhundert die Hofburg erbauen, Friedrich III. erhält ein Grab im spätgotischen Stephansdom. Unter Kaiser Maximilian blüht um 1500 die Universität nach Prager Vorbild. Seine Nachfolger bekämpfen vor Wien die Türken. Nach deren endgültiger Vertreibung durch den Prinzen Eugen erstrahlt die Residenz bald in barocker Fülle. Palais und Schlösser entstehen in und rund um die Wienerstadt. Mitte des 19. Jahrhunderts schließlich werden die Festungsmauern geschleift und unter Kaiser Franz Joseph I. entsteht mit der neuen Ringstraße ein Ensemble von Prachtbauten, welches nur mit den Pariser Boulevards verglichen werden kann. Der alte Kaiser erlebt schließlich noch den Aufbruch der Stadt in die Moderne um 1900. Die Ferienakademie erschließt diesen Reichtum der Schlösser und Museen von den romanischen Anfängen im späten 12. Jahrhundert bis zum Fin de Siècle im frühen 20. Jahrhundert.
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