Ferienakademie - Galicien - Thomas-Morus-Akademie Bensberg
© unsplash.com

Das grüne Spanien am Ende der Welt

Galicien – Natur, Kultur und Kulinarik

Wegen seiner Randlage im Nordwesten der iberischen Halbinsel galt Galicien jahrhundertelang als rückständig und provinziell. Dabei hat der Kulturaustausch entlang der Pilgerrouten nach Santiago de Compostela Teilen der Region bereits im Mittelalter eine ausgesprochen europäische Dimension verliehen. Abseits der gängigen Reiserouten verbinden sich in dieser Ferienakademie herausragende Zeugnisse einstiger Lebens- und Glaubenswelten aus mehr als zwei Jahrtausenden mit beeindruckenden Landschaftserfahrungen, die manches Spanien-Klischee revidieren werden. Höchst abwechslungsreiche Küstenabschnitte, stille Flusstäler und vorwiegend aus Granitstein erbaute altehrwürdige Städte geben Galicien ein ganz eigenes Gepräge. Besichtigungen in den vier Provinzhauptstädten sowie Besuche bei eher verborgenen Kleinodien vervollständigen die Eindrücke. Einen besonderen Akzent bei dieser Rundreise setzen nicht zuletzt die Übernachtungsorte in historischen und traumhaft gelegenen Paradores sowie in zwei ehemaligen Klosterbauten.

Ihr/e Reiseleiter/in

Sonntag, 18. Juni 2023
Flug mit Lufthansa von Frankfurt (13.55 Uhr) nach Porto (15.40 Uhr) und Empfang durch Ihren Reise­leiter Matthias Franze.
Benvido - willkommen in Galicien!
Fahrt durch die grüne Landschaft Nordportugals (1 ¾ Std.) zum Parador von Bayona, der inmitten einer Festungsanlage auf einer von den Wellen des Atlantiks umspülten Halbinsel liegt.

Montag, 19. Juni 2023
Zwei Seiten des Atlantiks auf den Cíes-Inseln - Pontevedra
Mit der Fähre geht es zu den Cíes-Eilanden, die wegen ihrer großen Artenvielfalt seit 2002 zum einzigen Nationalpark der Region gehören. Der Strand von Rodas zählt mit seinem feinkörnigen weißen Sand zu den weltweit schönsten seiner Art und erinnert eher an die Karibik als an Nordspanien. Bei einem Erkundungsspaziergang werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten aufgesucht. Zurück auf dem Festland Fahrt nach Pontevedra, wo ein Gang durch die Altstadt zur Peregrina-Kirche sowie zur Basilika Santa María im gotisch-manuelinisch-plateresken Stil führt.

Dienstag, 20. Juni 2023
An den Gestaden des Miño
Heute geht es gen Süden, wo der von den Galiciern liebevoll „Vater Miño“ genannte Fluss die Landschaft bestimmt. An seiner Mündung in den Atlantik erhebt sich auf einer Anhöhe die von den Angehörigen der keltischen Castro-Kultur errichtete Rundbauten-Siedlung von Santa Tecla mit zahlreichen Felsbildern. Unweit von hier wird in der Unterregion von O Rosal der frische Albariño-Weißwein angebaut, der beim Besuch eines Weingutes besonders den Freunden des Rieslings gefallen wird. Nach der Besichtigung der Festungskathedrale im Grenzort Tuy Fahrt nach Leiro, wo der Tag im Hotel von San Clodio, eingerichtet in einem ehemaligen Zisterzienserkloster, seinen Abschluss findet.

Mittwoch, 21. Juni 2023
Unterwegs in der Provinz Ourense
Im nahegelegenen Ribadavia legt das einstige Judenviertel Zeugnis ab von der Bedeutung der mittelalterlichen Gemeinschaft der sephardischen Juden. Im ausladenden Klosterkomplex von Celanova hat sich eine kleine mozarabische Kapelle aus dem 10. Jahrhundert erhalten. Orense schließlich beeindruckt durch seine frei zugänglichen Thermalquellen, die frühgotische Kathedrale mit dem außergewöhnlich farbigen Paradies-Portal sowie die Millenniumsbrücke von 2001. Der heutige Übernachtungsort ist der auf einem Hügel gelegene ehemalige Palast der Grafen von Lemos, in dem sich heute der Parador de Monforte**** befindet.

Donnerstag, 22. Juni 2023
Verborgene Kunstschätze im Hinterland: Lugo
Der Tag beginnt mit einer Bootsfahrt durch die Schlucht des Flusses Sil, an dessen steilen Ufern schon die Römer ihren Wein anbauten. Erstes Ziel ist die Stadt Lugo, deren historisches Zentrum vollständig von einer über zwei Kilometer langen römischen Stadtmauer umschlossen ist (UNESCO-Weltkulturerbe). Ein Spaziergang auf selbiger führt zur romanischen Kathedrale. Nach einem Halt bei der spätrömischen Kultstätte von Santa Eulalia de Bóveda, wo sich der älteste Hufeisenbogen des Abendlandes befindet, endet die heutige Tagesetappe in der Hafenstadt A Coruña.

Freitag, 23. Juni 2023
A Coruña, die „Stadt aus Glas”
A Coruña ist als größte Stadt Nordgaliciens wirtschaftlicher und kultureller Motor der Region. Bereits in der Antike war die Stadt von Bedeutung, wie der einzige erhaltene Leuchtturm aus der Römerzeit bezeugt, der zugleich das älteste aktive Schifffahrtzeichen der Welt ist. Es lohnt die „Ciudad de Cristal“ (Stadt aus Glas) mit ihrer bezaubernden Altstadt und dem Museum der schönen Künste, das u.a. die Kaltnadelradierungen von Francisco de Goya beherbergt, zu erkunden. Anschließend folgt die Fahrt nach Santiago de Compostela.

Samstag, 24. Juni 2023
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Vorabendgottesdienstes in der Kathedrale.
Spirituelles, kulturelles und politisches Zentrum: Santiago de Compostela
Seit über tausend Jahren ist Santiago de Compostela mit dem Grab des Apostels Jakobus das Sehnsuchtsziel zahlloser Pilgerinnen und Pilger. Die Architektur der romanischen Kathedrale hatte enormen Einfluss auf die spanische Kirchenbaukunst. Seit 2018 erstrahlt das restaurierte Glorienportal des genialen Meisters Mateo nach langer Renovierung wieder in seiner originalen Polychromie. Lohnend sind auch der Besuch des Kirchenmuseums sowie ein Spaziergang durch die historische Altstadt zu den Markthallen, die am heutigen Samstag besonders sehenswert sind. Beim Abschlussabendessen in einem Restaurant können dann die kulinarischen Spezialitäten Galiciens ausgiebig genossen werden.

Sonntag, 25. Juni 2023
Adeus Galicia!
Fahrt zum Flughafen Porto und Flug mit Lufthansa (12.05 Uhr) nach Frankfurt (15.45 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

.