© Raimond Spekking, gemeinfrei

Feiern, gedenken, neu erleben

Kirchen – umgestaltet und umgenutzt

Schon lange werden Kirchen für neue künstlerische, spirituelle oder liturgische Zwecke umgestaltet. Im 20. Jahrhundert waren es Kriegszerstörungen oder veränderte liturgische Bedürfnisse, die bis in die 1970er-Jahre zu teils gravierenden Umgestaltungen der Kirchen führten. Heute werfen dagegen bei den Gemeinden geschrumpfte Mitgliederzahlen die Frage auf, was mit den Kirchenbauten geschehen soll.

Dienstag, 1. Juni 2021
Treffpunkt am S-Bahnhof Hürth-Kalscheuren, Ausgang Hans-Böckler-Straße (9.45 Uhr).

Kirchenkunst wird Kunstkirche – St. Ursula
Gottfried Böhms Kirche St. Ursula ist sicher einer der gelungensten Kirchenneubauten der 1950er-Jahre. Nach Aufgabe der Kirche durch ihre Gemeinde und der Profanierung ist das ungestört erhaltene Innere immer noch ein sehr besonderer Kunst-Raum.

Pfarrkirche wird CRUX-Kirche – St. Johan Baptist
Zweimal wäre sie beinahe abgerissen worden – stattdessen wurde sie schließlich zur Kirche der Stadtjugendseesorge CRUX umgebaut und mit einer neuen ungewöhnlich dynamischen Einrichtung versehen.

Romanik wird modern – St. Georg
In den 1920er-Jahren schien ihr Schicksal mit dem geforderten Abriss oder einer Grundsanierung fast besiegelt. Dann entschied man sich für eine teils rekonstruierende Baugestaltung und eine moderne Neuorientierung im liturgischen Bereich.

Großkirche wird Kleinkirche – St. Kolumba
Verlust als Chance: Zusammen mit Überresten der bedeutendsten Kölner Pfarrkirche sollte eine schöne, neue, moderne Kirche entstehen. Den Anfang machte die Kapelle „Madonna in den Trümmern“ von Gottfried Böhm.

Betonkirche wird Grabeskirche – St. Batholomäus
Durch subtile Einbauten und Hinzufügungen gelang es, den Bau von Hans Schwippert einerseits als verkleinerten Raum für den Gottesdienst zu bewahren und ihn andererseits zur ersten Grabeskirche des Erzbistums Köln umzuwidmen.

Ende der Veranstaltung an St. Bartholomäus, Helmholtzplatz 13 (ca. 17.00 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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