Public-domain-via-Wikimedia-Commons„Das Ewig-Weibliche“ bei Lessing, Schiller, Goethe und Mozart
Frauenfiguren in der Literatur um 1800
Schaut man auf literarische Weiblichkeitsentwürfe, erweist sich das 18. Jahrhundert und insbesondere die Zeit um 1800 als besonders interessant: In den Texten der Zeit finden sich Figurendarstellungen, die die neue bürgerliche Geschlechterordnung und Geschlechterphilosophie abbilden und propagieren. Aber auch die Weiblichkeitsmodellierungen der Vormoderne sind noch anzutreffen: Furien und Megären, rasende Weiber auf der Bühne. Das Seminar beschäftigt sich mit Lessings erstem bürgerlichen Trauerspiel „Miß Sara Sampson“, in dem das neue empfindsame Weiblichkeitsideal auf seine vormoderne Kontrastfiguration trifft. Auch in Mozarts Singspiel „Die Zauberflöte“ tritt die Königin der Nacht mit barockem Affektfuror auf.
Das neue bürgerliche Liebesideal wird hingegen mit Egmonts Klärchen und Karls Amalia, den großen Liebenden aus Goethes Geschichtsdrama und Schillers „Räubern“, zur Darstellung gebracht. Abschließend soll ein Blick auf die Kindermörderin Margarethe in Goethes „Faust“ und die genderfluide Mignon in Goethes „Lehrjahren“ geworfen werden.
Es lohnt sich, diese „Klassiker“ (erneut) zu lesen und durch die Lektüre intensive und innovative Einblicke gleichermaßen zu bekommen in die Vorstellungen und gesellschaftlichen Ideale dieser Zeit.
Herzliche Einladung nach Bensberg!
Ihr/e Referent/in
Ihre Tagungsleitung
Samstag, 11. Juli 2026
14.00 Uhr
Einführung in die Geschlechter-philosophie um 1800
Lessings „Miß Sara Sampson“
16.15 Uhr
Kaffee- und Teepause
16.30 Uhr
Mozarts Königin der Nacht
Megären auf der Bühne
18.00 Uhr
Abendessen
19.15 Uhr
Ingmar Bergmans „Zauberflöten“-Verfilmung (1975)
Einführung in den Film, Filmsichtung, Diskussion
21.30 Uhr
Ende des Veranstaltungstages
Sonntag, 12. Juli 2026
ab 7.00 Uhr
Frühstück für Übernachtungsgäste
8.00 Uhr
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes
in der Edith-Stein-Kapelle
9.45 Uhr
Goethes „Egmont“ und Schillers „Räuber"
„Welch Glück sondergleichen, ein Mannsbild zu sein!“
11.15 Uhr
Kaffee- und Teepause
11.30 Uhr
Gretchen und Mignon
Weiblichkeitsentwürfe in Goethes „Faust“ und den „Lehrjahren“
13.00 Uhr
Mittagessen
14.00 Uhr
Ende der Veranstaltung
Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.



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