Ausbildungsangebote

Schulmediation

Seit Ende 1995 bietet die Akademie Tagungen und Workshops zum Thema „Streitschlichtung durch Schülerinnen und Schüler“ an, in erster Linie für den Bereich der Sekundarstufe I, seit 1998 auch Workshops für den Grundschulbereich. In diesen Workshops werden die Lehrerinnen und Lehrer mit den Grundlagen der Streitschlichtung vertraut gemacht und befähigt, Schülerinnen und Schüler in ihren Schulen auszubilden.

Ziele der Fortbildungsveranstaltungen sind, zu lernen,

  • im Unterricht und im Schulleben Erfahrungsfelder für die Entfaltung von Sozialkompetenz bereitzustellen,
  • nach einem bestimmten Vermittlungsverfahren Konflikte zu lösen,
  • Schüler so ausbilden zu können, dass diese selbst vermitteln können. (Peer-Mediation)

Die Ausbildung geschieht nach den Standards und Ausbildungsrichtlinien für Schulmediation der Fachgruppe Mediation in Schule und Erziehung im Bundesverband Mediation e.V. SchulmediatorInnen stehen bei Konflikten in der Schule zwischen SchülerInnen vermittelnd zur Verfügung und sind befähigt, SchülerInnen zu SchülermediatorInnen auszubilden. In der Primarstufe und in den ersten Klassen der SI-Stufe (5 – 7) sind sie in der Lage, mit Klassenprogrammen SchülerInnen auf den Weg zu einem selbständigen, selbstverantwortlichen, gewaltfreien Verhalten in der Konfliktbearbeitung zu führen. (Prävention)

Grundlage ist das Ausbildungsangebot zum Schulmediator, zu dem die Angebote „Soziales Lernen“, die „Basiskurse 1-3“ und die drei „Aufbaumodule“ gehören. Sie bieten die Grundausbildung für die Tätigkeit in der Schule. Diese Veranstaltungen dienen auch als Grundlage für die Anerkennung zum Schulmediator BM durch den Bundesverband Mediation.

2.1 Workshop Soziales Lernen

Auch in der Schule sind soziale Kompetenzen notwendige Voraussetzungen für einen verantwortungsvollen Umgang miteinander. Dazu gehören die Fähigkeiten der Empathie, des aktiven Zuhörens, der Wahrnehmung von Kon­flikten und das Verständnis für Regeln und Rituale. All das sind zugleich Voraussetzungen für die Schul­mediation. Welche Wege gibt es zum Dialog orientierten Gespräch, wie lässt sich dem „Geheimnis des Dialogs“ näher kommen? Wie können Lehrerinnen und Lehrer bei Schülern Akzeptanz, Konflikt- und Ent­schei­dungsfähigkeit sowie Übernahme von Verantwortung stärken?

Ziel der Fortbildungsveranstaltung ist es, zu lernen, im Unterricht und im Schulleben Erfahrungsfelder für die Entfaltung von Sozialkompetenz bereitzustellen. Dieses Anliegen wird in diesem Workshop verwirklicht. Die Veranstaltung versteht sich als Zusatzangebot im Themenfeld „Konfliktbewältigung in der Schule“ und bildet die Grundlage zur Streitschlichtung durch Schülerinnen und Schüler.

Themen

  • Sich kennen lernen
  • Gefühle erkennen und benennen
  • Nonverbal und im Dialog miteinander kommunizieren
  • Mit Stärken und Schwächen umgehen
  • Dem anderen vertrauen und ihn verstehen
  • Als Gruppe handeln

Methoden

  • Gruppenarbeit
  • Rollenspiel
  • Gespräche
  • Übungen nach dem Grundsatz „learning by doing“

2.2 Basiskurse zur Schulmediation in der Sekundarstufe I

Streitschlichtung durch Schülerinnen und Schüler
Schüler regeln untereinander gewaltfrei und selbstverantwortlich ihren Streit

Die Kurse bauen aufeinander auf. Zwischen den Kursen werden die Erfahrungen in der Praxis erprobt und im folgenden Kurs besprochen. Darum ist es hilfreich und für den eigenen Erfolg wichtig, sich gleich für alle drei Kurse anzumelden.

Mediation auch in Ihrer Schule?

Kinder lernen Lesen, Schreiben und Rechnen. Sie lernen Fremdsprachen, Mathematik und Naturwissenschaften. Und noch vieles mehr. Dass wir richtiges Streiten lernen und lehren ist weniger selbstverständlich. Schulmediation bietet ein Modell dafür an.

Die Kurse liegen über Monate verteilt, so dass die Teilnehmer eine praxisbegleitende Ausbildung erleben und eine Didaktik für eine Streitkultur erfahren, die sie in ihrer Schule einführen können. Es ist sehr hilfreich, wenn sich zwei oder mehrere Lehrkräfte einer Schule teilnehmen. Wenn mehr als eine Lehrkraft aus dem Sekundarbereich kommen kann, sollte wenigstens eine Lehrkraft dabei sein, die in der Klasse 5 unterrichtet.

In einem ersten Kurs geht es darum, wie im Klassenverband „Anders streiten“ gelernt werden kann. Schülerinnen und Schüler erlernen eine andere Grundhaltung und Handwerkzeug. – (Klassenprogramme für die Klassen 5-7)

Im zweiten Kurs steht das Konfliktgespräch (Rollenspiel), im Mittelpunkt, das durch den Vermittler (Lehrkraft oder SchülermediatorInnen) geleitet wird. Dazu gehört ein Weg, wie in kurzer Zeit mit Elementen aus der Mediation interveniert werden kann. Angefragt wird hier ein bestimmtes Menschenbild, das sich wie ein roter Faden durch Konfliktgespräche zieht.

Im dritten Kurs wird das fortgesetzt. Ergänzt wird es durch Übungen, durch die Kinder in die Lage versetzt werden, selbstständig ihren Streit zu regeln.(Schüler als Streithelfer oder Schülerstreitschlichter)

Schließlich gibt es eine nicht geringe Schnittmenge mit christlichem Gedankengut, das um die Gedanken der Achtsamkeit, Umkehr und Akzeptanz kreist (Spiritualität in der Mediation).

Durch das Erleben und Reflektieren einer Streitkultur werden Konflikt- und Entscheidungsfähigkeit und Verantwortungsgefühl für den eigenen Streit erfahren und verstärkt..

Ziele der Fortbildungsveranstaltungen sind, die Teilnehmer in die Lage zu versetzen,

  • im Unterricht (Klassenprogramm 5 und 6) und im Schulleben Erfahrungsfelder für die Entfaltung von Konfliktlösekompetenz bereitzustellen,
  • nach einem bestimmten Vermittlungsverfahren Konflikte zu lösen,
  • Kindern Wege zu zeigen, möglichst selbständig ihre Konflikte zu regeln,

Kurs 1: Anders streiten

In dem ersten von drei Kursen wird ein Weg eingeübt, wie im Klassenverband „anders streiten“ gelernt werden kann. Dabei werden sozialintegrative Werte und Normen eingeführt und gepflegt. Durch das Erleben und Reflektieren einer Streitkultur werden Konflikt- und Entscheidungsfähigkeit und Verantwortungsgefühl für den eigenen Streit erfahren und verstärkt.

Zeitumfang: 12 Zeitstunden

Themen:

  • Konfliktausgänge im Schulalltag
  • Konflikte zwischen Tür und Angel
  • Grundlagen – Probleme nach der Gewalt
  • Alternativen zu den bestehenden Verfahren

Markante Punkte

  • Konfliktgespräch im Rollenspiel
    1. und 2. Schritt -
  • Klassenprogramm für die Klassen 5-7 (Trainingsplan)
  • Hinführung zu einer Gesprächskultur
    • Umgang mit Streitgeschichten
    • Auf dem Weg zum Anders streiten
  • Verbale und nonverbale Kommunikation
  • Konflikte verschieden erleben
  • Voraussetzungen und Notwendigkeit für eine langfristige Arbeit in der Schule

Kurs 2: Streit schlichten

Die Zielübung „Anders streiten“, die im Klassenverband vorbereitet wird, rundet das Klassenprogramm für die Klassen 5 bis 7 ab. Das gesamte Konfliktgespräch wird durch Lehrkräfte in diesem Training entwickelt und in Rollenspielen eingeübt. Dafür stehen feste Strukturen zur Verfügung, die eigenständiges, selbstverantwortliches und gewaltfreies Handeln der Schüler ermöglichen. Erprobte Strategien für die Einführung in die Schule sorgen dafür, dass Streitschlichtung in der Schule keine Eintagsfliege bleibt. "Handwerkzeug" steht in diesem Kurs im Mittelpunkt.

Zeitumfang: 12 Zeitstunden

Themen:

  • Erfahrungen aus dem Unterricht mit den vorbereitenden Übungen zum „Anders Streiten“.
  • Übung: „Anders Streiten“
  • Konfliktgespräch im Rollenspiel
  • Intervention mit Elementen aus der Mediation
  • Verbale Kommunikation, Bedeutung für die Konfliktlösekompetenz
    - Aktives Zuhören – Kontrollierter Dialog –
  • Ein langes Leben für die Mediation in der eigenen Schule
  • Praxis bis zum folgenden Kurs in der eigenen Schule

Kurs 3: Schulmediation druchführen

Eigene Erfahrungen mit dem Verfahren und den Grundhaltungen im Konfliktgespräch werden reflektiert und in Rollenspielen überprüft. Verfahren mit dem „Hosentaschenbuch“ werden eingeübt, damit Kinder ihre Konflikte selbst regeln lernen. Übungen zur Zuhörfähigkeit unterstützen das Konfliktgespräch. So wird mit diesem Training die Didaktik einer bestimmten Streitkultur in der Schule abgerundet, die auf Dauer Klima verändert.

Zeitumfang: 12 Zeitstunden

Themen:

  • Erfahrungen aus Unterricht, Vermittlung und Schulleben
  • Hinführung zum Hosentaschenbuch
  • Konfliktgespräch im Rollenspiel mit mehr als 2 Kontrahenten
  • Leitung von Rollenspielen
  • In allen Fällen Mediation?
  • Mediation im Kontext anderer Konfliktlösungsverfahren
  • Planungs- und Auswertungsverfahren
  • Perspektiven für die Arbeit in der eigenen Schule

Termine

2.3 Basiskurse zur Schulmediation in der Grundschule

Kinder lösen Konflikte selbst!
Mediation auch in Ihrer Schule?

Kinder lernen Lesen, Schreiben und Rechnen. Sie lernen … und noch vieles mehr? Dass wir richtiges Streiten lernen und lehren ist weniger selbstverständlich. Schulmediation bietet ein Modell dafür an.

In einem ersten Kurs geht es darum, wie im Klassenverband „Anders streiten“ gelernt werden kann. Schülerinnen und Schüler erlernen eine andere Grundhaltung und Handwerkzeug. – Im zweiten Kurs steht das Konfliktgespräch (Rollenspiel), im Mittelpunkt, das durch den Vermittler (Lehrkraft) geleitet wird. Angefragt wird hier ein bestimmtes Menschenbild, das sich wie ein roter Faden durch das Konfliktgespräch zieht. – Im dritten Kurs wird das fortgesetzt. Ergänzt wird das durch Übungen, durch die Kinder in die Lage versetzt werden, selbstständig ihren Streit zu regeln.(Schüler als Streithelfer)

Die Kurse liegen über Monate verteilt, so dass die Teilnehmer eine praxisbegleitende Ausbildung erleben und eine Didaktik für eine Streitkultur erfahren, die sie in ihrer Schule sehr nachhaltig einführen können.

Ziele der Fortbildungsveranstaltungen sind, die Teilnehmer in die Lage zu versetzen

  • im Unterricht und im Schulleben Erfahrungsfelder für die Entfaltung von Konfliktlösekompetenz bereitzustellen,
  • nach einem bestimmten Vermittlungsverfahren Konflikte zu lösen,
  • Kindern Wege zu zeigen, möglichst selbständig ihre Konflikte zu regeln

Kurs 1: Anders streiten

Zeitumfang: 12 Zeitstunden

Themen:

  • Konfliktausgänge im Schulalltag
    Konflikte zwischen Tür und Angel
    Grundlagen – Probleme nach der Gewalt
  • Ein Konfliktgespräch
    • Demonstration einer Streitschlichtung mit dem Leitfaden
    • Mediation in der Grundschule
  • Klassenprogramm für das 1. bis 4. Schuljahr (Trainingsplan)
    (Hinführung zu einer Gesprächskultur)
    • Ungang mit Streitgeschichten
    • Auf dem Weg zum „Anders streiten“
    • Anders streiten
  • Konflikte stören, machen Angst, sind spannend
  • Nonverbale Kommunikation
    (Gefühle wahrnehmen, Gefühle äußern)
  • Praxis in der eigenen Schule

Kurs 2: Streit schlichten

Zeitumfang: 12 Zeitstunden

Themen:

  • Erfahrungen im Unterricht mit den vorbereitenden Übungen zum „Anders streiten“.
  • Intensivtraining und Ergänzungen
    • Streitgeschichten überprüfen
    • „Anders streiten“ (Baustein 5 aus dem Trainingsplan)
    • Konfliktgespräch im Rollenspiel mit dem Leitfaden
    • Konfliktgespräch als Demo in der Klasse
    • Verbale Kommunikation, Bedeutung für die Konfliktlösekompetenz
    • Intervention mit Elementen aus der Mediation
  • Praxis bis zum folgenden Kurs in der eigenen Schule
  • Ein langes Leben für Mediation in unserer Schule
    (Schulmediation in der Schulentwicklung der eigenen Schule)

Kurs 3: Kinder regeln Konflikte selbst

Zeitumfang: 12 Zeitstunden

Themen:

  • Erfahrungen aus dem Schulalltag
  • Konfliktgespräch mit mehr als 2 Kindern
  • Voraussetzungen für die Arbeit mit dem Hosentaschenbuch
  • Übungen für dem Streithelfer
  • Übungen mit dem Hosentaschenbuch
  • Planungs- und Auswertungsverfahren
  • Mediation im Kontext anderer Konfliktlösungsverfahren

Termine

Aufbaumodule Schulmediation (Grundschule und Sekundarstufe)

Diese Module bauen auf den drei Basiskursen zur Streitschlichtung für die Sekundarstufe, für die Grundschule oder Kindertagesstätte auf. Die dort erarbeiteten Inhalte werden vorausgesetzt. Im Mittelpunkt steht das eigene Selbstverständnis als Schulmediatorin bzw. als Schul­mediator.

Aufbaumodul 1
Hilfe durch Mediation
Intervention bei Konflikten in großen Gruppen

Konfliktregelung wird schwieriger, wenn sich Gruppen und einzelne Schüler gegenüber stehen, Einzelne von Gruppen angegriffen werden. Diese Konstellation ist immer häufiger in Schulklassen zu beobachten: Ein Schüler wird durch Mitschüler verbal oder körperlich angegriffen. Soll der Vermittler sich auf die Seite des Schwächeren stellen? Wie ist ein Konfliktge­spräch mit Gruppen oder der Klasse zu führen? Welche Hilfen bietet das Verfahren der Media­tion an? Welche Voraussetzungen sind zu beachten.

Themen

  • Leitbild: Konstruktive Konfliktkultur – Wie halte ich es mit der Gewaltlosigkeit?
  • Einzelgespräch zur Vorbereitung der Mediation
  • Konfliktgespräch in großen Gruppen (z.B. im Klassenverband)
  • Wege für eine Nachhaltigkeit der Mediation in der eigenen Schule
    • Schulprogramm
    • Einrichtung eines Arbeitskreises/einer Steuergruppe in der eigenen Schule
    • Anerkennung als Schulmediatorin/Schul­mediator im Bundesverband Mediation e.V.

Aufbaumodul 2
Leitung und Coaching
Unterstützung und Reflexion der Arbeit in der Schulmediation

Mit diesem Aufbaumodul bieten wir Ihnen ergänzende Methoden für das Konfliktgespräch an: Reframing, Selbstbild-Fremdbild-Konfrontation, Doppeln, Umformu­lieren. Praktisch durchführen werden wir Me­di­ation mit Eltern, Leitung von Rollenspielen und die Reflexion der Leitung von Rollenspielen. Antworten geben wir auf die Fragen: Was können Mediatoren zu einer positiven Konflikt- und Feedbackkultur in der Schule beitragen? Mit welchen Bausteinen kann die Schulmediation „ein langes Leben“ erhalten?

Themen

  • Aufbau und Visionen des Bensberger Mediations-Modells
  • Werte und Erlernen der Werte in der Mediation
  • Die 4 A’s (Voraussetzungen für Mediatoren bei der Vermittlung) und Elemente erfolgreicher Mediation
  • Konfliktgespräch mit Eltern im Rollenspiel – Vorbereitung im Einzelgespräch
  • Neue Methoden für den Prozess im Konfliktgespräch
  • Eine Einführung/Leitung im Klassentraining am Beispiel des Hosentaschenbuchs
  • Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Aufbau einer Feedback-Kultur
  • Reflexion – ein Weg, sich und die Gruppe weiter zu entwickeln
  • Wege für eine Nachhaltigkeit der Mediation in der eigenen Schule
    • Schulprogramm
  • Einrichten von Intervisionsgruppen in der eigenen Region

Aufbaumodul 3
Schüler und Lehrer gemeinsam in der Mediation
Sekundarstufe I und II

Viele ausgebildete Schülermediatorinnen und -mediatoren und Streitschlichterinnen und Streitschlichter könnten in der Schule noch weitere Aufgaben übernehmen und sich dafür zusätzlich qualifizieren. Mögliche Aufgaben im Rahmen der Schulmediation liegen im Bereich der Kurzintervention auf dem Schulhof, bei der Ausbildung der Schlichterinnen und Schlichter oder beim Klassentraining im 5. Schuljahr. Diese Qualifizierung kann in der Sekundarstufe I schon am Ende der 9. Klasse, in Schulen mit Sekundarstufe II auch im 10. Schuljahr Anwendung finden.

Der Workshop besteht aus zwei Bausteinen, deren Teile aufeinander aufbauen. Das Angebot richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler aus derselben Schule, die jeweils als Schulmediatoren und Schülermediatoren ausgebildet sind. Die Lehrerinnen und Lehrer müssen die Basisausbildung mit den drei Workshops abgeschlossen haben, die Schülerinnen und Schüler haben die Ausbildung zum Streitschlichter abgeschlossen oder sind in der Ausbildung.

Zielgruppe

Schüler, die mehr tun möchten, als Konfliktgespräche zu führen, und die ihre Ausbildung mit einem weiteren Zertifikat ergänzen wollen.

Themen der verschiedenen Übungen:

  • Kurzinterventionen auf dem Schulhof und in der Schule;
  • Konfliktgespräch mit Lehrern und Schülern gemeinsam;
  • Konfliktgespräch in großen Gruppen mit Schülerin bzw. Schüler und Lehrerin bzw. Lehrer als Vermittler.

An diesem Projekt sollten zwei Schülerinnen bzw. Schüler mit der zuständigen Lehrerin bzw. dem Lehrer teilnehmen.

Inhalte der gesamten Ausbildung

  • Einführung der Streitschlichtung im 5. Schuljahr
  • Mitarbeit beim Klassentraining im 5. Schuljahr
  • Konfliktgespräch in großen Gruppen (auch in Klassen – Sensibilisierung für Mobbingfälle)
  • Interventionen mit Bausteinen aus der Me­diation in der Schule und auf dem Schulhof
  • Übungen zu Feedback und Reflexion (sich akzeptabel mitteilen und Mitteilungen annehmen können)
  • Möglichkeit und Grenzen der Mediation
  • Weitere Voraussetzungen für eine nachhaltige Implementierung, u.a. Einrichten eines Arbeitskreises (Steuergruppe) in der eigenen Schule und Intervisionsgruppen in der Region

Methoden

  • Gruppenarbeit, Rollenspiel, Übungen nach dem Grundsatz „Learning by doing“

Arbeitskreis Streitschlichtung

Zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer haben an den Workshops der Tho­mas-Morus-Akademie zur Streitschlichtung durch Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Viele von ihnen haben die Streitschlich­tung in ihrer Schule eingeführt. Immer wieder gibt es aus der Praxis Anfragen zu einem Austausch unter Lehrerinnen und Lehrer, die die Streitschlichtung in der Schule betreuen, und den Schülerinnen und Schüler, die als Schlich­terinnen und Schlichter tätig sind.

Im Rahmen dieses Tages steht zum einen der Erfahrungsaustausch mit gegenseitiger Hilfe und Beratung auf dem Programm. Dazu werden schulstufen- und schulformspezi­fische Untergruppen gebildet. Hinzu kommen Übungen zum Sozialtraining, zur Kommunikation und aktuelle Informationen aus dem Themenbereich Streitschlichtung.

Programme für die Klassen 5 und 6

Für die Entwicklung der Mediation in der Schule ist es hilfreich, für die Klassen 5und 6 Programme einzuführen, die die Schülerinnen und Schüler zu einem gewaltlosen und selbstverantwortlichen Umgang mit Streit befähigen.

Die Aufnahme dieses Klassenprogramms kann bei intensiver und regelmäßiger Durchführung bald zu einer Atmosphäre führen, in der Konflikte nicht mehr verschoben, negiert oder mit Gewalt ausgetragen werden, sondern in der sie konstruktiv behandelt werden, so dass die Beteiligten die Möglichkeit erhalten, menschlich daran zu wachsen und mit einem persönlichen Gewinn aus dem Konflikt hinausgehen.

Schließlich gibt es eine nicht geringe Schnittmenge mit christlichem Gedankengut, das um die Gedanken der Achtsamkeit und der Umkehr kreist.

Zielgruppe: Lehrkräfte, die in den Klassen 5/6 unterrichten (KlassenlehrerInnen , Fachlehrer in Politik, Religion, Deutsch ...).

Dieser Kurs kann als Kurs 1 für die 3 Basiskurse (Ausbildung zum Schulmediator) anerkannt werden

Training für Ausbilder in Schulen

In fünf Abschnitten von insgesamt 80 Zeitstunden reflektieren die Teilnehmer die Arbeit in allen Schulformen. Sie sind nach der Ausbildung in der Lage, Information, Beratung, Einführungen an Pädagogischen Tagen und Evaluationen in ihrer Schulform vorzunehmen. Das betrifft vor allem eine nachhaltige Implementierung der Schulmediation nach den Konzepten, wie sie durch die Thomas Morus Akademie in Verbindung mit den Standards für Schulmediation des Bundesverbandes Mediation e.V. verwirklicht werden.

Die Ausbildungsstunden werden auf die Anerkennung als Schulmediator angerechnet.

Zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer haben bereits in ihrer Schule gute Erfahrungen mit dem Konzept der Streitschlichtung durch Schülerinnen und Schüler gemacht. Viele Schulen suchen immer wieder Referenten, die schulinterne Lehrerfortbildungen moderieren. In der hier angebotenen Ausbildung der Thomas-Morus-Akademie geht es darum, Lehrerinnen und Lehrer zu befähigen, die Idee der Mediation (Streitschlichtung) in andere Schulen zu tragen und zu Fortbildungen oder schulinternen Lehrerfortbil­dungen zur Verfügung zu stehen.

Ziele der Ausbildung sind, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Lage zu versetzen,

  • nach einem bestimmten Vermittlungsverfahren in Grund- und Sonderschulen, in Schulen der Sekundarstufe I und II Konflikte zu lösen,
  • selbst Rollenspiele für Konfliktgespräche zu moderieren,
  • anderen Schulen zu helfen, Mediation einzuführen,
  • Lehrkräfte beim Erfahrungsaustausch und beim Training zu begleiten (Intervision),
  • Verfahren zur Auswertung von Arbeitseinheiten kennen zu lernen.

Voraussetzungen für eine Teilnahme

  • Besuch der drei Basiskurse zur Streitschlichtung;
  • Erfahrung mit dem Konzept und der Praxis der Streitschlichtung in der eigenen Schule;
  • Bereitschaft zur Teilnahme an allen fünf angebotenen Fortbildungen (fünf Bausteine);

Bereitschaft, auf Anfrage in Schulen eine Einführung zu geben, einen Pädagogischen Tag zu halten oder Begleitung/Intervision für Lehrkräfte zu organisieren, die in Schulen Streitschlichtung eingeführt haben.

Der Ausbildungskurs besteht aus fünf Teilen. Die Ausbildungskurse finden jeweils von Donnerstag, 17.00 Uhr, bis Samstag, 15.00 Uhr statt. Sonderurlaub für die Freitage ist beim Schulleiter einzuholen.

Die Termine für die nächste Ausbildung entnehmen Sie bitte unserem Veranstaltungskalender.

Eigene Veranstaltungen für Lehrerinnen und Lehrer in der Förderschule, Erzieherinnen, Eltern …

Förderschule

Von den Referentinnen und Referenten, die in der Thomas-Morus-Akademie ausbilden, wurden außerhalb der Akademie positive Erfahrungen für die Ausbildung in Förderschulen gemacht. Das Programm der ersten beiden Kurse deckt sich stark mit dem der Grundschulkurse. Im 3. Kurs kommen spezifische Inhalte aus den Kursen der SI-Stufe dazu. Ziel bleibt die Ausbildung der Lehrkräfte zum Schulmediator. Didaktisch bewährt sich das Modell der Grundschule, auch der Leitfaden für die Ausbildung von Schülermediatoren.

In diesem Kurs wird ein Weg eingeübt, wie im Klassenverband „anders streiten“ gelernt werden kann. In einem Klassenprogramm kann bei intensiver und regelmäßiger Durchführung bald eine Atmosphäre erreicht werden, in der Konflikte nicht mehr verschoben, negiert oder mit Gewalt ausgetragen werden. Konflikte können dann konstruktiv behandelt werden, so dass die Beteiligten die Möglichkeit erhalten, menschlich daran zu wachsen und mit einem persönlichen Gewinn aus dem Konflikt hinausgehen.

Durch das Erleben und Reflektieren einer Streitkultur werden Konflikt- und Entscheidungsfähigkeit und Verantwortungsgefühl für den eigenen Streit erfahren und verstärkt.

Erzieherinnen und Erzieher in Kindertagesstätten

Mit Kindern das Streiten lernen und den Streit wieder fallen lassen. Damit ist eine konstruktive Konfliktkultur im Kindergarten gemeint, in der Kinder und Erwachsene anfangen gemeinsam am Lösungsprozess teilzuhaben.

Referentinnen und Referenten, die in der Thomas-Morus-Akademie ausbilden, haben mit Erzieherinnen in der Praxis ein Konzept entwickelt, dass wichtige Bausteine aus der Mediation verwirklicht.

Sich und andere entdecken: Kinder stark machen für „Anders streiten“ (Ichstärke) – Gefühle benennen und mit Gefühlen umgehen (Ich und die anderen) – Anderssein zulassen

  • Kinder können anders streiten: Regeln einhalten – Streit wieder fallen lassen – Konfliktgespräch mit Kindern
  • Eltern können auch anders streiten: Elternabend – Elterntraining
  • Einführung in Einrichtungen: Voraussetzungen für eine nachhaltige Implementierung in der Schule

Anders streiten für Eltern

Eltern sollten Mut bekommen, mit Kindern das Streiten zu lernen. Zunächst geht es um Elternabende, damit Eltern erfahren, was ihre Kinder in der Schule für Erfahrungen mit Schulmediation machen. In diesem Workshop erleben die Teilnehmer, was sie mit den Eltern üben könnten. Für ein späteres Elterntraining wird der Einsatz des Leitfadens für die Familie methodisch erarbeitet.

Ausbildung zum Schulmediator/zur Schulmediatorin BM

Die Thomas-Morus-Akademie bietet die Basisausbildung für die Anerkennung zum Schulmediator BM an. Diese Anerkennung ist für die Praxis in der Schule nicht unbedingt notwendig, für Weiterqualifikation in Bereich Mediation bzw. zum Nachweis einer qualifizierten Gesamtausbildung Voraussetzung.

Dazu sind folgende Teile notwendig:

  • 60 (Zeit-)Stunden Ausbildung:
    • 33 Stunden: 3 Basis-Kurse zur Streitschlichtung
    • 11 Stunden: Kurs zur Sozialkompetenz
    • 16 Stunden: Aufbaukurs Schulmediation für die Sekundarstufe bzw. die Grundschule
    • Diese Bausteine bietet die Akademie in ihrem Programm an.
      .
  • 20 (Zeit-)Stunden Supervision und Intervision
    • durch Supervisoren, die DGSV-Anerkennung haben und mindestens 30 Std. Mediationsausbildung haben, oder
    • durch Ausbilder für Mediation BM (Bundesverband Mediation)
  • Dokumentation
    • 6 ausführliche Berichte von durchgeführten Mediationen

Eine offizielle Anerkennung zum Schulmediator können Sie jedoch nur durch Ausbilder für Mediation BM erhalten.

Die detaillierten Unterlagen zur Anerkennung sind erhältlich beim:

Bundesverband Mediation e.V., Kirchweg 80, 34119 Kassel, Tel. (0561) 739 64 13, Fax: (0561) 739 64 12, Mail: info@bmev.de, www.bmev.de

Ausbildung zur Mediatorin/zum Mediator BM

Mediation hat sich als Weg bewährt, Menschen in Konflikten zu helfen, wieder einen Weg aufeinander hin zu bewegen. Der Kreis von Gewalt und Gegengewalt wird damit unterbrochen. Konflikte werden damit nicht abgeschafft, denn sie gehören zum Leben. Es geht vielmehr darum, gewaltfreie Wege aus dem Konflikt aufzuzeigen. Die Herausforderung besteht somit im Umgang mit Konflikten, es geht um eine Streitkultur, eine Gesprächskultur im Umgang mit Konflikten.

Mediation hat sich in den unterschiedlichen Feldern etabliert. Seit 1996 bietet die Thomas-Morus-Akademie Veranstaltungen zu Schulmediation an, u.a. Workshops für Lehrerinnen und Lehrer in der Sekundarstufe I und in der Grundschule zur Streitschlichtung, Ausbildung zur Trainerin und zum Trainer für Schulmediation. Neben dem schulischen Umfeld ist die Mediation auch in anderen Zusammenhängen ein erfolgreicher Weg: Familie, Wirtschaft, Umwelt, Kommunalpolitik …

Ziel der angeboten Weiterbildung ist es, eine umfassende Ausbildung in der Mediation zu erlangen.

Sie richtet sich an alle:

  • die Interesse an einer konstruktiven Streitkultur haben,
  • für die gewaltfreie Auseinandersetzung eine Lebenseinstellung ist,
  • die einvernehmliche Lösungen bei einem Konflikt wünschen,
  • die Mediation in ihr berufliches Fortkommen einbeziehen möchten.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der:

Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Overather Straße 51-53
51429 Bergisch Gladbach
Telefon +49 (0) 22 04/40 84 72
Telefax + 49 (0) 22 04/40 84 20
akademie@tma-bensberg.de

Informationen zum Ausdruck

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Druckdatum: 26.05.17 (Fri), 10:50:41

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