© Meet in Georgia/Lia Maisuradze
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Vielfältiges Georgien

Von Tiflis in den Großen Kaukasus

Großartige Landschaften zwischen Großem und Kleinem Kaukasus prägen Georgien ebenso wie die multikulturelle, aufstrebende und pulsierende Hauptstadt Tbilissi (Tiflis). Da diese Region einst auch Griechen, Perser oder Römer besiedelten, sind heute vielfältige Schichten der Geschichte zu betrachten. Interessant ist es auch, den Blick auf die jahrhundertealte, christliche Glaubenstradition zu richten, die sich im Land der Heiligen Nino in einer eigenen Architektur- und Formensprache widerspiegelt.
So verbindet diese Ferienakademie ein Kennenlernen und Studieren der Kulturgeschichte Georgiens mit Landschaftserfahrungen und nimmt bei Begegnungen und Gesprächen auch die heutigen innen- und geopolitischen Entwicklungen und Herausforderungen in den Blick.

Ablauf

Sonntag, 12. Juli 2020 und Montag, 13. Juli 2020
Flug mit Lufthansa von Köln/Bonn (19.15 Uhr) über München nach Tbilissi (Ankunft am 13.7.2020 um 4.05 Uhr), Fahrt mit einem Reisebus zum Hotel Mercure Tbilissi Old Town****.
Tbilissi – Hauptstadt zwischen Orient und Okizdent
Die Vielfalt der Baustile in Tbilissi spiegelt die lange, multikulturelle und multireligiöse Geschichte der Stadt und der Region wider: Karawansereien sind Zeugnisse der Stadt als einstiges Handelszentrum an der Seidenstraße. Die mittelalterliche Metechi-Kirche, die Sioni-Kathedrale und die Antschischati-Basilika sind ebenso wie Synagogen und Moscheen steinerne Zeugen religiöser Vielfalt. Auch der mittelalterlichen Festung Nariqala hoch über der Altstadt, dem orientalischen Bäderviertel, dem Freiheitsplatz und dem Rustaweli-Prospekt, der gesäumt ist von Jugendstilgebäuden, gilt ebenso das Interesse wie der futuristisch wirkenden „Brücke des Friedens“: eine Konstruktion aus Stahl und Glas, die in kühnen Bögen die Ufer des Flusses Mtkwari verbindet.

Dienstag, 14. Juli 2020
Von Tbilissi in die alte Hauptstadt Mzcheta
In Mzcheta kreuzten sich einst die Heer- und die Seidenstraße. Heute ist die 3 000 Jahre alte Stadt UNESCO-Welterbe und mit der Swetizchoweli-Kathedrale religiöses Zentrum Georgiens. Hier, am Zusammenfluss der Flüsse Mtkwari und Aragwi, habe die Heilige Nino – so die Legende – den Platz für die erste Kirche Georgiens ausgewählt. Vom hochgelegenen Dschwari-Kloster (7. Jh.) bieten sich auch eindrucksvolle Blicke auf die beiden Flüsse Aragwi und Mtkwari.

Mittwoch, 15. Juli 2020
Grenzgang: Dawid Garedscha und Blicke nach Aserbaidschan
Südöstlich der Hauptstadt, an der Grenze zu Aserbaidschan, liegt in spektakulärer Steppenlandschaft das Kloster Dawid Garedscha, das als ältestes Kloster Georgiens gilt (6. Jh.). Hier startet – wenn möglich – eine Gratwanderung (2-2,5 Std.) entlang der Grenze zu Aserbaidschan, bei der sich weite Blicke ins Nachbarland bieten. Ziel ist das Höhlenkloster Udabno (10. Jh.), denn hier erzählen in den halboffenen Höhlen Wandmalereien vom einstigen Alltag und Leben der Mönche. Die Fahrt in die Weinregion Kachetien wird beim Kloster Bodbe unterbrochen, da die Kirche auf dem Grabmal der Heiligen Nino errichtet wurde, so die Legende.

Donnerstag, 16. Juli 2020
Kachetien: Klöster und Wein
Von Kvareli geht es zunächst zum bunten Bauernmarkt von Telawi und weiter zum nahen Iqalto-Kloster, das einst kulturelles Zentrum Ostgeorgiens war. Später erhebt sich eindrucksvoll in einer weiten Ebene der Kreuzkuppelbau der Alawerdi-Kathedrale, die dem Heiligen Georg geweiht ist. Spätnachmittags beeindrucken die mächtige Erzengelkirche von Gremi sowie die Klosteranlage Nekresi, die mit der kleinen Basilika (4. Jh.) eine der ältesten Kirchen Georgiens ist.

Freitag, 17. Juli 2020
In den Großen Kaukasus
„Das ist keine Straße, sondern Poesie, eine wunderbare, phantastische Erzählung!“ schwärmte einst Anton Tschechow von der georgischen Heerstraße. Vom Norden des Großen Kaukasus in die Länder des Orients führend, bildete sie bis Ende des 19. Jahrhunderts die wichtigste Verbindung zu Russland und ist gegenwärtig wichtige Fernstraße zwischen beiden Ländern. An dieser befindet sich die Festung Ananuri (17. Jh.), die einst den persischen und osmanischen Invasionen trotzte. Weiter geht es durch eine beeindruckende Hochgebirgslandschaft über den Kreuzpass (2 379 m) in den Ort Stepanzminda, der im 20.  Jahrhundert zwischenzeitlich den Namen des christlichen Märtyrers Stephanus trug. Tagesziel ist die Kleinstadt Kazbegi, die auf
1 700 m am Fuß des 5  047 m hohen Berges Kasbek an der Grenze zu Tschetschenien/Russland liegt.

Samstag, 18. Juli 2020
Im Großen Kaukasus
Majestätisch überragt der Gipfel des mächtigen Kasbek die Landschaft. Einst, so die Mythologie, wurde hier Prometheus zur Strafe angekettet, da er den Göttern das Licht stahl. Erstes Ziel ist die spektakulär gelegene Gergetier-Dreifaltigkeitskirche (2 170 m), denn hier wurde über Jahrhunderte der Schatz der Georgischen Orthodoxen Apostelkirche, das Weinrebenkreuz der Heiligen Nino, aufbewahrt (Fahrt mit Geländewagen, Höhenunterschied ± 400 m). Später geht die Fahrt durch die schmale, eindrucksvolle Darial-Schlucht bis zur georgisch-tschetschenischen Grenze.

Sonntag, 19. Juli 2020
Tbilissi: „Stadt, die dich liebt“
Vom Großen Kaukasus geht es zurück in die Hauptstadt, denn hier zeigt die Schatzkammer des Historischen Museums eine wertvolle Sammlung von Goldschmiedekunst aus der Zeit des Goldenen Vlieses. In der nahen katholischen Gemeinde bietet sich spätnachmittags Gelegenheit zum Besuch eines Gottesdienstes.

Montag, 20. Juli 2020
Perspektiven Georgiens
Diesen Tag prägen weitere Begegnungen und Gespräche sowie der Besuch des versteckt liegenden Klosters Kinzwissi, dessen Kirche vor allem berühmt ist für ihre lapislazuli-blauen Fresken. In besonderer Erinnerung bleibt hier der Verkündigungsengel („Blauer Engel“) aus dem 13. Jahrhundert.

Dienstag, 21. Juli 2020
Fahrt zum Flughafen und Flug mit Lufthansa (15.55 Uhr) über München nach Köln/Bonn (21.40 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

Leistungen

Der Preis für die Ferienakademie Vielfältiges Georgien beträgt 2.298,00 € pro Person im Doppelzimmer und umfasst:

  • Lufthansa-Flug von Köln/Bonn über München nach Tbilissi sowie zurück inkl. Steuern und Gebühren u. a. für ein Gepäckstück bis 23 kg, das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
  • 9 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad in ****-Hotels;
  • Frühstücksbuffet in den Hotelrestaurants;
  • Abendessen in den Hotelrestaurants oder in örtlichen Restaurants an allen Tagen;
  • Mittags-Picknick an zwei Tagen und Mittagessen an zwei Tagen;
  • Führungen, Besichtigungen, Eintritte, Hintergrundgespräche und Gebühren;
  • Rundreise mit einem klimatisierten Reisebus;
  • Reiseleitung der Thomas-Morus-Akademie Bensberg ab/bis Tbilissi unter durchgehender Mitwirkung einer örtlichen, deutschsprachigen Fachkraft;
  • Reiseinformationen;
  • Reisepreissicherungsschein.

Hotels

  • Tbilissi: Das Hotel Mercure Tbilissi Old Town**** befindet sich nahe der Altstadt nur fünf Gehminuten von der Festung Nariqala oder der Metechi-Kirche entfernt. (5 Übernachtungen)
  • Kvareli: Umgeben von Eichenwäldern, Weinbergen und Obstgärten liegt das Hotel Kvareli Eden**** und verfügt auch über ein Schwimmbad. (2 Übernachtungen)
  • Kazbegi: Mit Holzfassade und puristisch-modernem Design fügt sich auf 1 700 m Höhe das Rooms Hotel**** in die atemberaubende Bergkulisse ein. (2 Übernachtungen)

Einzelzimmerzuschlag
Doppelzimmer zur Einzelnutzung stehen in begrenzter Anzahl gegen einen Aufpreis von 480,00 € zur Verfügung. Sie können auch ein halbes Doppelzimmer buchen. Für den Fall, dass sich kein(e) Zimmerpartner(in) findet, müssen wir uns vorbehalten, Sie im Einzelzimmer unterzubringen und den Einzelzimmerzuschlag zu berechnen.

Hinweise
Begegnungen und Gespräche zur aktuellen Situation mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Kirche vertiefen die Eindrücke.
Das Programm erfordert eine gute körperliche Kondition, da die Tage programmreich sind und die Rundfahrt durch faszinierende Landschaften von der Steppe bis ins Hochgebirge auf 2 200 m führt. Der Ort Kazbegi ist von 4 000 bis 5 200 m hohen Bergen des Großen Kaukasus umgeben. Einige Ziele werden nach einer Wanderung durch eine Steppen- oder Gebirgslandschaft erreicht.

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Barrierefreiheit

Die Programme der Ferienakademien sind durch ausgiebige Besuche, Besichtigungen, längere Spaziergänge durch Städte, Ausgrabungsstätten, Museen ... ebenso geprägt wie durch die Nutzung verschiedener Transportmittel. Auch die Reservierung der von uns ausgewählten Hotels kann keine durchgängige Barrierefreiheit garantieren. Daher sind die Ferienakademien für Personen mit eingeschränkter Mobilität und anderen Behinderungen im Allgemeinen nicht geeignet. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass unsere Reiseleiterinnen und Reiseleiter keine Assistenzaufgaben übernehmen können. Gegebenenfalls ist eine Teilnahme an einer Ferienakademie in Begleitung einer unterstützenden Person möglich.
Gerne beraten wir Sie individuell: +0049-2204-408472 (montags bis freitags 8.00-17.00 Uhr)