Die goldenen 20 Jahre - Seminar - Thomas-Morus-Akademie Bensberg
© Jupp Wiertz via Wikimedia Commons

Die goldenen 20er Jahre!? 

Kunst und Kultur der Weimarer Republik 

Kunst und Kultur der Weimarer Republik werden mit sehr unterschiedlichen und teils widersprüchlichen Etiketten versehen. Wenige Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs zeichnete sich in den „Goldenen Zwanzigern“ nicht nur ein Wirtschaftsaufschwung ab, sondern auch ein politischer und gesellschaftlicher Freiraum, in dem sich die Künste und die Unterhaltungsindustrie neu entfalten konnten. Unter dem Begriff der Avantgarden werden künstlerische Experimente subsumiert, die sich nicht nur gegen althergebrachte Traditionen richteten: Nun werden die Möglichkeiten neuer Medien und Techniken ausgetestet.

Trotz aller Aufbruchsstimmung sah die Alltagsrealität vor allem in den Großstädten vielfach nüchtern oder sogar ernüchternd aus, was unter dem Etikett einer „neuen Sachlichkeit“ und einem neuen Realismus reflektiert wurde.

Während die Kunst der 20er Jahre vielfach unter der einfachen Gegenüberstellung von „Glanz und Elend“ thematisiert worden ist, geht es im Seminar um ein wahrhaftigeres, vielschichtiges Bild. Welche Bereiche müssen dafür in die Betrachtung mit einbezogen werden? Welche Rolle spielte neben dem Antagonismus von künstlerischer Avantgarde und sozialer Realität hinaus etwa die neu entstehende, breitenorientierte Unterhaltungsindustrie? Was trugen die sich sprunghaft entwickelnde technische Innovation, der städtische Ballungsraum oder die Emanzipationsbewegung hinzu? Welche Bedeutung hatten Kolonialismus, Großindustrie und die neue Mobilität für das Entstehen der
furios-fiebrigen „Roaring ‘20s“?

Erfahren Sie viel Neues zu diesem spannenden Jahrzehnt vor genau 100 Jahren und diskutieren Sie mit!

Ihr/e Referent/in
Ihre Tagungsleitung

Samstag, 28. September 2024

14.00 Uhr
„The Roaring ‘20s“
Bilder einer wechselhaften Zeit

15.30 Uhr
Kaffee- und Teepause

15.45 Uhr
Ein Jahrzehnt der Industrialisierung
Innovationen, Effizienz, Profit und Ausbeutung

18.00 Uhr
Abendessen

19.15 Uhr
Das Bild der ‚Neuen Frau‘
„Sturmfrauen“ und „Kunstseidene Mädchen“

21.30 Uhr
Ende des Veranstaltungstages


Sonntag, 29. September 2024

ab 7.00 Uhr
Frühstück für Übernachtungsgäste

8.00 Uhr
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes in der Edith-Stein-Kapelle

9.45 Uhr
Glanz, Glas, Spiegel und Schmutz
Neues Bauen, neues Wohnen in der Großstadt

11.15 Uhr
Kaffee- und Teepause

11.30 Uhr
Das Antlitz der Zeit
Arbeiter, Wissenschaftler, Künstler

13.00 Uhr
Mittagessen

14.00 Uhr
Ende der Veranstaltung

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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