Pascal Reusch, Wikicommons, CC BY-SA 3.0

Pulver, Korn, Öl, Papier …

Mühlen im Linksrheinischen

Wind und Wasser werden seit Jahrhunderten zur Energiegewinnung genutzt um Pulver, Korn, Öl oder Papier zu mahlen. Während im Bergischen Land entlang der Flüsse und Bäche vor allem wasserbetriebene Mühlen typisch sind, finden sich auf der anderen, weniger hügeligen Rheinseite auch Mühlen mit einer anderen Antriebsart: Windmühlen stehen abseits des Dorfes auf einer leichten Erhebung – oder sind Teil der Stadtbefestigung.

Dienstag, 12. Mai 2020
Busreise ab Bensberg (7.45 Uhr) und Köln (8.30 Uhr) nach Zons.

Mühlenturm Zons
Die Stadtväter von Zons am Rhein versahen im 13. Jahrhundert die Stadtbefestigung mit Türmen. An der südwestlichen Ecke nahm der Wehrturm, siebengeschossig, aus Feldsteinen errichtet, noch eine Mühle mit auf – in luftiger Höhe von Wind angetrieben. Im Laufe der Jahrhunderte wurden Veränderungen vorgenommen, so der Umbau zum sogenannten Galerie-Holländer. 1907 stellte die Mühle den Betrieb ein, heute ist sie Museum.

Gymnicher Mühle
Erstmals 1315 urkundlich erwähnt, ist die Mühle an der Erft vermutlich noch erheblich älter. Mit Hilfe von Wasserkraft wurden hier Getreide und Öl gemahlen. Außer dem Wasserrad und dem Müllerhaus mit den wasserbaulichen Anlagen ist von der ursprünglichen Mühlentechnik nichts mehr erhalten, zumal der Mahlbetrieb in den 1940er-Jahren eingestellt worden war. Der Mühlenkomplex ist denkmalgeschützt.

Paffendorfer Mühle
Auch aus dem 14. Jahrhundert stammt die Paffendorfer Mühle, eine Wassermühle, die von einem Nebenfluss der Erft gespeist wurde. In der Mühle wurde vorrangig Korn gemahlen. Im 19. Jahrhundert allerdings wechselten die Nutzungsformen – die Mühle schwenkte auf Säge-, Schleif- und Papierverarbeitung um. Das Mühlengebäude ist heute Bestandteil eines landwirtschaftlichen Betriebs. Die Eigentümer nutzen gelegentlich die alte Mühlentechnik, inzwischen elektrisch angetrieben, um Futter zu schroten.

Grottenhertener Windmühle
Die Mühle, auf einem kleinen Hügel außerhalb des Dörfchens Grottenherten gelegen, ist noch vergleichsweise jung: Sie wurde 1831 als Getreidemühle gebaut – der über die Jülicher Börde wehende Wind trieb sie an. Nach aufwändiger Restaurierung ist die Mühle voll funktionstüchtig – alles ist vorhanden: die Flügel sind intakt, zwei Mahlgänge möglich.

Rückreise nach Köln (ca. 18.45 Uhr) und Bensberg (ca. 19.30 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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