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Perlen der Provinz

Von der Romanik bis zur Avantgarde in Neuss

Neuss liegt ein wenig unscheinbar zwischen Köln und Düsseldorf und wird von manchen als Vorort der Landeshauptstadt empfunden. Kulturell ist das Städtchen allerdings recht gut aufgestellt: Neben dem spätromanischen Münster St. Quirinus und einer zum Teil noch gut erhaltenen Stadtmauer existiert eine von der Vorgeschichte bis zur Jetztzeit sehr umfassende Sammlung im Clemens-Sels-Museum. Dazu kommen – neben der Museumsinsel Hombroich – die Langen Foundation mit einer Gemäldesammlung der Moderne und eine große Skulpturenhalle, die von Thomas Schütte gestiftet wurde.

Mittwoch, 29. September 2021
Busreise ab Bensberg (8.30 Uhr) und Köln (9.15 Uhr) nach Neuss.

St. Quirinus
Der Grundstein der Stadtkirche St. Quirinus wurde im Jahr 1209 gelegt, letztendlich geht sie aber auf eine spätrömische Grabkapelle zurück. Die Kirche besitzt – nach dem Vorbild der romanischen Kirchen in Köln – einen Dreikonchenchor und mächtige Türme im romanischen Stil mit frühgotischen Details. Der Kölner Bildhauer Elmar Hillebrandt passte die Kirche den Erfordernissen des 2. Vatikanischen Konzils an.

Clemens-Sels-Museum
Das Clemens-Sels-Museum wurde um 1900 durch den Apotheker und Fabrikanten Clemens Sels und seine Frau begründet. Es umfasst von der Ur- und Frühgeschichte über die römische Vergangenheit des Städtchens auch eine reiche Gemäldesammlung mit Exponaten der Barockzeit, des 19. Jahrhunderts und des Expressionismus.

Skulpturenhalle Neuss
Der zeitgenössische Bildhauer Thomas Schütte, einer der Stars der Postmoderne in Deutschland, stiftete der Stadt Neuss diese Skulpturenhalle. Die 2016 eröffnete Ausstellungshalle wurde von Schütte selber entworfen. Sie dient für aktuelle Skulptur- und Architekturschauen, aber auch im Untergeschoss als Lager und als Show Room für Schüttes eigenes Werk.

Langen Foundation
In unmittelbarer Nachbarschaft liegt die von dem international bekannten japansichen Architekten Tadao Ando entworfene Langen Foundation, die eine sehr reichhaltige Sammlung von Braque bis Dubuffet, aber auch japanische Kunst umfasst. Der Betonbau fügt sich suggestiv von einem Wasserspiegel umgeben in die Landschaft ein und ist in seinen Raumeffekten mit einer Verschränkung von innen und außen sicherlich einer der schönsten Museumsbauten des Rheinlandes.

Rückreise nach Köln (ca. 19.00 Uhr) und Bensberg (ca. 19.45 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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