Orgel Exkursion Meckenheim
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Orgeln auf Schiffen und Bergen

3. OrgelExkursion

OrgelExkursion im Rahmen des Festivals OrgelKultur im Rhein-Sieg-Kreis.

9.00 Uhr Treffpunkt Treffpunkt an der Bundeskunsthalle in Bonn,
(Fernbushaltestelle), Joseph-Beuys-Allee, 53113 Bonn

Heilige Drei Könige in Wachtenberg-Oberbachem
Das erste schriftlich erwähnte Kirchengebäude in Oberbachem ist eine Holzkapelle, die zur Frankenzeit um das Jahr 830 gestiftet wurde und der Heiligen Maria geweiht war. Zum Ende des 13. Jahrhunderts wurde die Holzkapelle durch eine Steinkapelle ersetzt und blieb ungefähr bis zur Jahrhundertwende 1700 eine Marienkirche. Zusammen mit einer aufwändigen Restaurierung wurden die Heiligen Drei Könige dann Patrone der Kirche in Oberbachem. Das Jahrhunderte währende Marienpatronat ist heute noch durch den Termin der Kirmes zum Fest Mariä Geburt in der zweiten Woche im September präsent. Im Jahr 1778 stürzte das Kirchengebäude ein und vier Jahre später wurde mit dem Neubau auf dem Fundament der ehemaligen Kirche begonnen. Die Barockorgel stammt ursprünglich von dem Vredener Orgelbauer Mauritz Hermann Böntrup, der diese 1710 für die dortige St. Georgs-Kirche erbaut hatte. Die Pfarrgemeinde Oberbachem erwarb die Orgel 1850, woraufhin diese per Schiff vom Niederrhein bis nach Bonn transportiert wurde und dann in veränderter Form aufgestellt wurde. 1975 wurde die Orgel von der Orgelbaufirma Klais aus Bonn nochmals umgebaut und auf 23 Register erweitert, darunter sechs Register für das Pedalwerk. 1998 folgte eine weitere Restaurierung. Das Instrument hat 1.350 Pfeifen und ist die älteste noch erhaltene zweimanualige Orgel in der Region Bonn/Rhein-Sieg. Aus dem Registerbestand des 18. Jahrhunderts sind noch zehn Register erhalten.

Kirche St. Simon und Judas Thaddäus in Wachtberg-Villip
Der erste Vorläufer der auf einer Anhöhe gelegenen Kirche wurde 886 als Martinskirche errichtet. Der bestehende Kirchenbau besitzt einen spätgotischen Chor aus dem 15. Jahrhundert, ein hallenartiges Langhaus von 1713 und einen Westturm von 1749 mit geschweifter Haube. Der Entwurf zu diesem Turm lässt sich aufgrund architektonischer und dekorativer Details auf den Rokokobaumeister Johann Georg Leydel zurückführen. In der Kirche befindet sich eine zweimanualige Klais-Orgel (Opus 67) aus dem Jahre 1893 mit romantischer Disposition und mechanischer Kegellade, die fast original erhalten ist.

Mittagessen im Restaurant „Zum Fässchen“ in Meckenheim

Michaelskapelle in Meckenheim-Merl
Der Ursprung der Kapelle liegt im 17. Jahrhundert: Das in Merl lebende Ehepaar Wüllens finanzierte 1690 den Bau einer Fachwerkapelle, welche 1899 dem steinernen Neubau im neugotischen Stil mit Kreuzrippengewölbe weichen musste. Von der Bevölkerung wurde der Bau fortan als „Merler Dom“ bezeichnet und wird bis heute regelmäßig für den Gottesdienst genutzt. Die heutige Orgel wurde 1988 bei dem Orgelbauer Klais in Auftrag gegeben und 1990 in die Michaelskapelle in Merl eingebaut. Die hinterspielige Brüstungsorgel ist ein einmanualiges Instrument mit neun Registern, die auf der Empore mittig aufgestellt wurde. Zuvor wurde eine Orgel aus der Vorgängerkapelle verwendet, welche 1908 durch eine neue Orgel mit pneumatischer Taschenlade nach Friedrich Witzig von Johannes Klais Senior ersetzt. 1962 wurde diese Orgel aufgegeben, provisorisch wurde eine elektronische Orgel eingesetzt.

St. Johannes der Täufer in Meckenheim
Die Anfänge der Kirchengemeinde gehen vermutlich auf das 9. Jahrhundert zurück. Das heutige Kirchengebäude wurde 1890 an der Stelle des Vorgängerbaues errichtet. Erhalten blieb lediglich der mittelalterliche Kirchturm. Durch die Bombardierung Meckenheims Anfang März 1945 stark beschädigt, dauerte es fast zehn Jahre, bis die Schäden an der Kirche vollständig behoben waren. In den 1970er Jahren wuchs die Einwohnerzahl Meckenheims stark an, so dass man sich in den Jahren zu einer Vergrößerung des Kirchenraums nach Entwürfen des Kölner Architekten Werner Fritzen entschloss. Die neugotische Choranlage wurde durch ein breites Querschiff mit halbrunder Chorapsis ersetzt. Der Taufbrunnen datiert wohl aus der romanischen Zeit und fand nach umfassender Restaurierung seinen Platz im Chorraum.
Die Orgel stammt in ihren Ursprüngen aus dem Jahr 1860 und wurde von der Orgelbaufirma Gebrüder Müller in Reifferscheid gebaut. Für die neue Kirche wurde sie 1890 von Johannes Klais umgebaut und auf 18 Register erweitert. Die Firma Klais nahm auch 1950 die Beseitigung kriegsbedingter Schäden vor. 1979, nach Erweiterung der Kirche, erfolgte durch Orgelbau Willi Peter aus Köln ein weitgehender Neubau, bei dem aber viele alte Pfeifen erhalten blieben; der Komplettausbau war 1998 beendet. Das Instrument verfügt heute über 34 Register auf drei Manualen und Pedal in mechanischer Traktur.

16.00 Uhr voraussichtliche Ankunft an der Bundeskunsthalle in Bonn.
Ende der Exkursion

Ablauf

Mitwirkende u.a.
• Dr. Barbara Hausmanns, Kunsthistorikerin, Wachtberg
• Bernhard Blitsch, Organist, Regionalkantor für den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis, Meckenheim

Leitung
• Andreas Würbel, Thomas-Morus-Akademie Bensberg

Leistungen
• Programm
• Einführungen in die Geschichte der Kirchen
• Orgelvorführungen und Kurzkonzerte in den Kirchen
• Zwei-Gänge-Mittagessen im Restaurant “Zum Fässchen” in Meckenheim
• Bustransfers Bundeskunsthalle Bonn – Wachtberg-Oberbachem – Wachtberg-Villip – Meckenheim-Merl– Meckenheim – Bundeskunsthalle Bonn

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

Leistungen

Kostenbeitrag
Preis: 30,00 €
Ermäßigungen: Jugendliche von 7-17 Jahren 15,00 €, Kinder bis 6 Jahre frei.

 
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