Büste des Philosophen Lucius Annaeus Seneca in Sanssouci, PotsdamWikipedia Commons
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Mehr Lebenskunst!

Die bleibende Wirkungskraft Senecas

Wenn wir von jemandem sagen, er sei „stoisch“, dann meinen wir damit seine unerschütterliche Ruhe, sein Standhalten auch in schwierigsten Situationen. Darin kommt die Philosophie der Stoiker am besten zum Ausdruck, daran hat sich in zweitausend Jahren nichts geändert.
Ihr berühmtester Vertreter ist Seneca. Er wurde um das Jahr 1 herum geboren, wie Jesus von Nazareth, vielleicht ein wenig früher. Noch immer steckt er voller Vitalität, gemessen an der Lebendigkeit seines Denkens. Sein ganzes Werk wird mit ungebrochener Begeisterung gelesen, unentwegt erscheinen Bücher über ihn. Gestresste Manager beschäftigen sich mit ihm, es gibt „Seneca-Breviere“. Wie in Erz gegossen stehen seine Sentenzen da. Aus guten Gründen lässt sich also sagen, dass Seneca seinen Tod überlebt hat, ein Zeugnis der Wirkungskraft stoischer Lebenskunst. Wäre es nicht reizvoll, ihm zu begegnen? Wir machen uns auf den Weg.
Der Begriff der Lebenskunst ist bereits in der antiken Philosophie zentral: griechisch „téchne tou bíou“, „téchne perì bion“, lateinisch „ars vitae“, „ars vivendi“. Mithilfe von Wissenschaft, Technik und freier Wirtschaft wird seit der Moderne versucht, die kleinen und großen Lebensprobleme zu lösen und das „größte Glück der größten Zahl“ zu realisieren. Es scheint jedoch, dass das Kalkül nicht gänzlich aufgegangen ist, und der Optimismus, dass es jemals aufgehen wird, ist geschwunden. Konsequenterweise kommt es daher zu einer Rückkehr zur Lebenskunst, deren Grundzüge wir in diesem Seminar kennenlernen.
Wir laden Sie herzlich nach Bensberg ein, um anhand des Denkens Senecas über die Kunst des Lebens nachzudenken und ins Gespräch zu kommen!

Ihr/e Referent/in
Ihre Tagungsleitung

Samstag, 3. Oktober 2026

14.00 Uhr
Was ist Lebenskunst?
Ein Schlüsselbegriff der antiken Philosophie

15.30 Uhr
Kaffee- und Teepause

15.45 Uhr
Begegnung mit Seneca in Córdoba
Wer war der berühmteste Vertreter der Stoa?

18.00 Uhr
Abendessen

19.00 Uhr
Selbstfreundschaft ist die Basis
Das Fundament der Lebenskunst

21.15 Uhr
Ende des Veranstaltungstages


Sonntag, 4. Oktober 2026

ab 7.00 Uhr
Frühstück für Übernachtungsgäste

8.00 Uhr
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes in der Edith-Stein-Kapelle

9.45 Uhr
7 Fragen zur Lebenskunst
Ein Leitfaden zur Orientierung

11.15 Uhr
Kaffee- und Teepause

11.30 Uhr
Die entscheidende Lebensfrage
Worauf es letztlich ankommt

13.00 Uhr
Mittagessen

14.00 Uhr
Ende der Veranstaltung

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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