Eva Pöll-Verbeek, VG Bildkunst

Hier entsteht Kunst!

Künstlerateliers in Bonn

Künstlerateliers sind in der Regel verschlossene Räume, in denen die Künstlerinnen und Künstler ihre Ideen in Kunst umsetzen. Entwürfe werden geschaffen und verworfen, Skizzen werden zu konkreten Kunstwerken umgesetzt. An fertigen Werken wird immer wieder gearbeitet und verändert. Die Arbeit im Atelier ist ein ständiger Prozess mit Fortschritten und Rückschritten. Der Blick in Ateliers offenbart einiges über die Schaffensprozesse sowie verschiedene Werkgruppen, an denen die Künstler aktuell arbeiten.

Mittwoch, 22. April 2020
Busreise ab Bensberg (7.30 Uhr) und Köln (8.15 Uhr) nach Bonn.

Atelier im Baumhaus
Künstlerisch ist Wolfgang Hunecke (geb. 1950) seit 1970 tätig, zunächst als Autodidakt. Später arbeitete er in verschiedenen professionellen Ateliers mit. 1970 war er Mitbegründer des „Atelier im Baumhaus“, in dem er heute noch arbeitet, ausstellt und eine Malschule unterhält. Seit 1989 betreut er in Granada/Nicaragua eine Druckwerkstatt für künstlerische Grafik. Die künstlerische Handschrift des weltweit ausstellenden Künstlers ist unverwechselbar, sie geht von der Wirklichkeit aus, sie abstrahiert, bleibt aber immer lesbar. Seine Bilder vom Menschen und von der Landschaft treffen stets das Charakteristische.

Still und geheimnisvoll
Egbert Verbeek (geb. 1953) war bereits in jungen Jahren künstlerisch erfolgreich. Ein großformatiges Triptychon von 1974/75 hängt in der Krypta der Katholischen Hochschulgemeinde in Köln. Die autonome Kunstsprache, die sich zwischen Realität und Erfindung, zwischen Symbolik und Magie, zwischen Wahrnehmung und Empfindung orientiert, ist still und geheimnisvoll. Seine Kunst ist tiefgründig, poetisch und spirituell.

Mensch und Natur
Ren Rong (geb. 1960 in Nanjing/Volksrepublik China) ist einer der bekanntesten chinesischen Künstler weltweit und als Künstler und Vermittler in beiden Hemisphären engagiert. Er ist Maler, Bildhauer, Papierschnittkünstler, Collagist und Objekte-Macher. Sein „Pflanzenmensch“ vereint in unendlichen Variationen den menschlichen Körper mit Erscheinungen aus der Welt der Pflanzen, Blumen, Sträucher und Bäume. Dabei kreuzt er sozusagen den traditionellen chinesischen Scherenschnitt mit einer internationalen zeitgenössischen Kunstsprache. Schöpfungsprozesse, das Prinzip „Leben“ und eine individuelle Naturphilosophie verbinden sich zu einer besonderen Sinnlichkeit.

Rückreise nach Köln (ca. 17.00 Uhr) und Bensberg (ca. 17.45 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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