Achtsamer Umgang mit Widerständen-Workshop mit Bruder Thomas in Bensberg
© unsplash, gemeinfrei

Die Kunst des Bleibens

Der achtsame Umgang mit Widerständen

Zum Leben gehören schwierige Situationen: der Verlust der Arbeitsstelle, Krankheit, der Tod eines geliebten Menschen, familiäre Enttäuschungen und berufliche Belastungen. Als herausfordernd werden diese Situationen nicht zuletzt deshalb erfahren, weil sie nicht oder zumindest nicht in absehbarer Zeit zu ändern sind. Sie müssen ausgehalten werden.

Auch im ehrenamtlichen Engagement, in der Gemeinde, im Verein oder Verband gibt es solche Konstellationen: Konflikte, Spannungen, Missbrauch von Macht und Einfluss, Enttäuschung und Frustration. Obwohl die Beteiligung freiwillig ist, kann der Abschied schwerfallen. Auch hier ist die Kunst des Bleibens gefragt.

Der Benediktinermönch Thomas Quartier hat für sein neues Buch „Bleiben. Umarmen, was man sich nicht ausgesucht hat“ Geschichten von Menschen geschrieben, die ausweglose Situationen durchgestanden haben. Sie haben dabei Ernüchterung erfahren, aber auch ungeahnte Wege gefunden. Thomas Quartier ist überzeugt: „Alles kann die Chance bieten, immer näher zu sich selbst zu finden.“

In diesem Workshop sollen auf der Grundlage von aus dem Leben gegriffenen Situationen und eigenen Erfahrungen mögliche Wege zu einem achtsamen Umgang mit Widerständen entwickelt werden.

Freitag, 2. Dezember 2022

18.00 Uhr
Abendessen

19.00 Uhr
Spannungen aushalten
Beispiele klösterlichen Storytellings
Nicht alle Probleme lassen sich lösen, oft sind viele Fragen nicht zu beantworten. Dann kann es helfen, sich Geschichten zu erzählen. In einem einführenden Vortrag werden Beispiele vom klösterlichen Storytelling gegeben, die allen zu denken geben: für die persönliche Situation zuhause, für die Arbeit, für den Freundeskreis oder das Leben in der Pfarrgemeinde.

21.15 Uhr
Ende des Veranstaltungstages

Samstag, 3. Dezember 2022

ab 7.00 Uhr
Frühstück für Übernachtungsgäste

 9.15 Uhr
Stabilität - wo sind meine Ankerpunkte?
Vortrag und Gespräch
In dieser Einheit werden wir anhand einer konkreten Geschichte versuchen zu ergründen, wo unsere eigenen Ankerpunkte in Situationen sind, in denen unser Leben ins Wanken gerät.
11.00 Uhr
Kaffee- und Teepause

11.30 Uhr
Schlüsselszenen
Gesprächsgruppen
Was sind für mich Schlüsselszenen, die ich vielleicht selber erlebt oder von denen ich gehört habe, in denen ich umarmen konnte, was ich mir nicht ausgesucht habe? In Kleingruppen tauschen wir uns aus.

13.00 Uhr
Mittagessen

14.00 Uhr
Einsamkeit, Endlichkeit, Liebe
Vortrag und Besinnung
Gerade wenn es um persönliche Themen geht, fehlen uns oft die Worte, um zu teilen, was uns berührt. Wovor haben wir Angst, wonach sehnen wir uns? Worauf hoffen und vertrauen wir? Erzählungen aus dem Kloster können dann ein Spiegel sein. In diesem Vortrag schauen wir in einige dieser Spiegel und kommen zur Besinnung.

15.30 Uhr
Kaffee- und Teepause

16.00 Uhr
Vom Bleiben
Schlussrunde
Bleiben bedeutet keine blinde Nibelungentreue, sondern bei sich selber zu bleiben. Dazu braucht man ein gutes Fundament. Glaube kann ein solches Fundament sein. Abschließend wollen wir uns darüber austauschen, welche Zweifel und Fragen, aber auch welche ermutigenden Erfahrungen wir haben.

16.45 Uhr
Ende des Workshops

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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