Traditionsreiches Prag - Ferienakademie der Thomas-Morus-Akademie Bensberg
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Traditionsreiches Prag

Facetten der böhmischen Metropole

Majestätisch fließt die Moldau durch die tschechische Hauptstadt und bildet das Band zwischen den beiden Teilen der Stadt: auf der einen Seite die Kleinseite, überstrahlt von den Türmen und Zinnen des Hradschin, in dessen Zentrum der Veitsdom gen Himmel ragt, auf der anderen Seite die Altstadt zwischen Wenzelsplatz, Pulverturm und Josephstadt, wo sich die Zeugnisse bürgerlicher Kultur die Hand reichen. Verbunden durch die Karlsbrücke ist beiderseits des Flusses böhmisch-tschechische Geschichte an jeder Straßenecke präsent, von den glorreichen Zeiten Karls IV. bis in die Gegenwart.

Mittwoch, 5. Oktober 2022
Herzlich willkommen in der „Goldenen Stadt“!
Eurowings-Flug von Düsseldorf (14.20 Uhr) nach Prag (15.40 Uhr) und Transfer mit dem Reisebus zum Lindner Hotel Prague Castle**** auf dem Hradschin in Nachbarschaft von Kloster Strahov. Ein erster Orientierungsspaziergang zeigt, warum Prag auch die „Goldene Stadt“ genannt wird.

Donnerstag, 6. Oktober 2022
Die Kleinseite
Hoch über Burg und Kleinseite thront das Kloster Strahov und birgt überreiche barocke Bibliotheken. Weiter hinab liegt über dem romantischen Wohnviertel „Neue Welt“ die Marienwallfahrtskirche Loreto, zu deren Kirchenschatz herausragende Werke des Rokoko zählen. Majestätisch strahlt Sankt Niklas, Prags wohl schönste Barockkirche, von Vater und Sohn Dientzenhofer ausgestaltet. Von gänzlich anderer Schönheit sind die Gärten der Adelspalais auf der Kleinseite. Geschmückt mit Statuen und Brunnen ziehen sie sich zum Teil steil die Hänge zur Burg hinauf. Direkt an der Moldau liegt schließlich das Museum für einen der größten Literaten der Moderne und gebürtigen Prager: Franz Kafka.

Freitag, 7. Oktober 2022
Das jüdische Prag
Über Jahrhunderte war die Prager Josephstadt das Viertel der jüdischen Bevölkerung. Heute noch prägen hier viele Synagogen, unter anderem die prächtige Spanische Synagoge, ebenso das Bild wie der beeindruckende jüdische Friedhof.
Zwischen Historismus und Jugendstil
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfreute sich die Stadt eines wirtschaftlichen Wohlstandes, der sich auch in der Architektur ablesen lässt: Durch die Sanierung des jüdischen Viertels entstanden reiche Stadthäuser in vielfältigen Stilformen. Bald nach 1900 wurde die stolze Epoche durch den Bau des nationalen Repräsentationshauses in reinem Jugendstil gekrönt. Hier verbindet sich Nationalstolz der tschechischen Republik mit der Tradition böhmischer Geschichte. In der Altstadt und am Wenzelsplatz lassen sich die Fassaden und Schmuckdetails bewundern, deren Entwürfe und Modelle im Messepalast zu sehen sind. Etliche der berühmten Prager Kaffeehäuser bieten den Flaneuren Süßes in historischem Ambiente …

Samstag, 8. Oktober 2022
Kaiserliche Sammlungen
Reich an Kunstschätzen sind die Gemälde- und Skulpturengalerien in den beiden Palais Schwarzenberg und Sternberg auf dem Hradschin. In der Nationalgalerie werden „alte Meister“ gezeigt, etwa Albrecht Dürers „Rosenkranzfest“, ein Werk, das gleichsam strahlender Mittelpunkt des Hauses ist. Aber auch Italiener und Niederländer sind mit Hauptwerken von Rembrandt und Agnolo Bronzino prachtvoll vertreten.
Das moderne Prag
Vom Historismus über die Klassische Moderne bis zur zeitgenössischen Kunst vereint das Nationalmuseum im alten Messepalast großartige Sammlungen. Die frühe tschechische Republik zu Beginn des 20. Jahrhunderts war gegenüber der französischen Kunst aufgeschlossen und so besitzt Prag bedeutende Werke des Impressionismus (Renoir), der Skulptur (Rodin) und des Kubismus (Picasso, Braque). Die Zusammenschau von Malerei, Design, Architektur und darstellenden Künsten macht den Messepalast so zu einem spannenden Ort, um sich den Kunstströmungen des frühen 20. Jahrhunderts zu widmen.

Sonntag, 9. Oktober 2022
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Historisches Prag in der Altstadt
Herzstück der Bürgerstadt ist der Altstädter Ring, beherrscht vom Altstädter Rathaus mit der berühmten Astronomischen Uhr aus dem 16. Jahrhundert, der Nikolaus- und der Teynkirche, mit Bürgerhäusern sowie zahlreichen Palais und dem Jan-Hus-Denkmal. Hier pulsiert das Leben, hier laufen die Verkehrswege der Stadt zusammen. Als ältester Theaterbau Prags gilt das 1781 bis 1783 erbaute Ständetheater, in dem 1787 Mozarts „Don Giovanni“ uraufgeführt wurde. Im frühgotischen Klarissenkloster St. Agnes präsentiert die Nationalgalerie ihre Sammlung mittelalterlicher Kunst, die größtenteils aus böhmischen Kirchen stammt und in welcher Maler wie Meister Theoderich oder der Meister von Hohenfurth mit ihren Altarwerken Akzente setzen.

Montag, 10. Oktober 2022
Dom und Burg: Der Hradschin
Wie Herrschaft und Kirche in früheren Jahrhunderten aufs Engste verbunden sein konnten, das zeigt der Spaziergang über den Prager Hradschin. Regierte und repräsentierte der König von Böhmen unter den Sterngewölben des Wladislaw-Saales in der Burg, zeigte nebenan der Erzbischof von Prag im Veitsdom kirchliche Präsenz. Sein Domizil einschließlich der berühmten Wenzelskapelle verantwortete die Baumeisterfamilie Parler. Entlang der Burghöfe liegen die Palais des Adels bis hin zum Sitz des Staatspräsidenten, während uralte Klöster und das romantische Goldmachergässchen Einblicke in die Geschichte des Ortes gestatten.

Dienstag, 11. Oktober 2022
Na shledanou Praha!
Nach letzten Spaziergängen und Blicken auf die „Goldene Stadt“ Transfer mit dem Reisebus zum Flughafen und Flug mit Eurowings von Prag (16.15 Uhr) nach Düsseldorf (17.35 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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