Perigord - Entlang der Dordogne - Ferienakademie der Thomas-Morus-Akademie Bensberg
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Höhlenmalereien, Kirchen und Bastiden

Entlang der Dordogne

In zahllosen Windungen schlängelt sich die Dordogne durch die Täler des Périgord im Südwesten Frankreichs und prägt hier eine liebliche Region mit Eichenwäldern, Nussplantagen und Getreidefeldern. In den kleinen Orten und Städten an ihren Ufern scheint oftmals die Zeit stehen geblieben zu sein. Doch nicht nur die anmutige Landschaft, sondern auch das reiche historische Erbe und die prähistorischen Kunstwerke laden dazu ein, diese Region näher kennenzulernen. Romanische Kirchen sind hier Zeugen eines regen Pilgerwesens, Burgen sowie die einst strategisch bedeutsamen Bastiden erinnern an die Auseinandersetzungen zwischen England und Frankreich im Hundertjährigen Krieg. Heute ist es gerade ein Brite, der als der bekannteste Botschafter der Region gilt: Martin Walker hat mit seinen Geschichten um den Dorfpolizisten Bruno das Périgord in die Bestsellerlisten getragen und feiert seine Küche. Die Reise lädt ein, Kunst, Kultur und Kulinarik des Périgord kennenzulernen.

Donnerstag, 29. September 2022
Mit Halt an der Loire ins Périgord
Busreise von Bensberg (7.30 Uhr) und Köln (8.15 Uhr) an die Loire. Im Hotel L’Orée des Chênes**** südlich Orléans Übernachtung und Abendessen.

Freitag, 30. September 2022
Durch das Limousin an die Dordogne
Auf der Fahrt an die Dordogne lohnt ein Besuch von Limoges, einst bedeutende Pilgerstation auf dem Weg nach Santiago de Compostela, heute bekannt als Stadt des Porzellans. Ein Stadtrundgang führt zur gotischen Kathedrale Saint-Étienne und zum Musée des Beaux-Arts, wo unter anderem Werke von Auguste Renoir, der hier geboren wurde, zu sehen sind. Auch präsentiert das Museum eine Sammlung von Emaillearbeiten, den sogenannten Œuvre de Limoges, für die die Stadt im Mittelalter berühmt war. Tagesziel ist das familiäre Hotel La Plaisance***, idyllisch an der Dordogne gelegen, das mit lokaler Küche verwöhnt.

Samstag, 1. Oktober 2022
Romanische Kirchen in idyllischer Landschaft
Die romanische Kuppelkirche von Souillac birgt das Relief „Tanzender Jesaja“, das fast expressionistisch wirkt. Im malerischen Carennac ist der Anziehungspunkt ein kleines romanisches Tympanon, dessen Betrachtung auf dasjenige in Beaulieu-sur-Dordogne einstimmt: Über dem Südportal der benediktinischen Wallfahrtskirche ist dort die „Wiederkunft Christi als endzeitlicher Richter“ mit außergewöhnlichen Darstellungen der Sünde zu sehen. Vollständig in rotem Sandstein gebaut, bieten die kleinen Rittergüter und alten Häuser von Collonges-la-Rouge einen romantischen Anblick während eines Nachmittagsspazierganges.

Sonntag, 2. Oktober 2022
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes in der Kathedrale von Sarlat-la-Canéda.
Das Périgord Noir
Sarlat-la-Canéda, Hauptstadt des Périgord Noir – einst von einer Abtei zum Bischofssitz aufgestiegen – gilt als Perle französischer Denkmalpflege, die sich den Charme einer Handelsstadt des Ancien Régime bewahrt hat. Beschnittener Buchsbaum und naturbelassene Partien kennzeichnen den Ende des 19. Jahrhunderts angelegten Park von Marqueyssac. Die Blicke, die sich von hier ins Tal der Dordogne bieten, bleiben unvergessen.
Von La Roque-Gageac, reizvoll an einem Felsvorsprung gelegen, startet eine Bootsfahrt mit einer traditionellen Gabarre auf einem der schönsten Abschnitte des Flusses (wetterabhängig).

Montag, 3. Oktober 2022
Die Höhlen von Lascaux und Les Eyzies-de-Tayac
Zu den bedeutendsten Zeugnissen der steinzeitlichen Höhlenmalerei zählt die heute in originalgetreuer Nachbildung zu bestaunende Höhle von Lascaux. Vor allem Stiere, Hirsche, Pferde und Rentiere sind in den bis zu 20 000 Jahre alten Malereien in zum Teil überraschender Perspektive dargestellt. Das Museum für Prähistorie in Les-Eyzies-de-Tayac eröffnet mit einer modernen Präsentation ungeahnte Einblicke in die Lebenswelt der europäischen Urahnen. Die Burg von Castelnaud ist ein Relikt der Auseinandersetzungen zwischen Engländern und Franzosen während des Hundertjährigen Krieges. Da das Périgord auch als „Walnuss-Region“ bekannt ist, informiert ein Besuch im Eco-Musée de la Noix über die Produktion und Verarbeitung dieser Frucht.

Dienstag, 4. Oktober 2022
Zisterzienser, Wein und Josephine Baker
Malerisch über einer terrassierten Gartenanlage erhebt sich das Schlösschen Les Milandes. Hier wohnte die Tänzerin und Schauspielerin Josephine Baker, die im Zweiten Weltkrieg für die Résistance tätig war. Der Wallfahrt zum „Heiligen Leichentuch“ verdankt die Zisterzienserabtei von Cadouin ihren hochwertigen spätgotischen Kreuzgang. Etwas weiter dordogneabwärts liegt Bergerac, das Weinanbaugebiet der Dordogne. Eine Weinprobe gibt Gelegenheit die Erzeugnisse kennenzulernen.

Mittwoch, 5. Oktober 2022
Ins Flusstal der Ouysse
Der Gouffre de Padirac ist eine gigantische Tropfsteinhöhle, die zum Teil nur per Boot erkundet werden kann. Bis zur Reformation war die Pilgerfahrt nach Rocamadour eine der berühmtesten der Christenheit. Nach und nach wurden im Mittelalter die verschiedenen Kapellen und Pilgerstätten in die Felswand über dem Flusstal der Ouysse gebaut, sodass das Heiligtum einem Adlerhorst gleicht.

Donnerstag, 6. Oktober 2022
Périgueux
Am Beginn der Fahrt gen Norden steht ein Besuch in der Hauptstadt des Périgord. Es heißt Abschied nehmen von diesem zauberhaften Landstrich. Der Einkauf von Delikatessen, dem man nirgends so unverhohlen frönen kann wie hier, mag helfen, die Atmosphäre in die eigenen vier Wände weiterzutragen. Die Kathedrale St. Front besticht durch eine außergewöhnliche Architektur.
Übernachtung in La Ferté-Saint-Aubin.

Freitag, 7. Oktober 2022
Zurück ins Rheinland
Rückreise nach Köln (Ankunft ca. 18.00 Uhr) und Bensberg (Ankunft ca. 18.45 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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