Georgien - Ferienakademie der Thomas-Morus-Akademie Bensberg
© Meet in Georgia/Lia Maisuradze

Im Land der tausend Türme

Georgien: Von Tiflis in den Großen Kaukasus

Großartige Landschaften zwischen Großem und Kleinem Kaukasus prägen Georgien ebenso wie die multikulturelle, aufstrebende und pulsierende Hauptstadt Tbilisi (Tiflis). Da diese Region einst auch Griechen, Perser oder Römer besiedelten, sind heute vielfältige Schichten der Geschichte zu betrachten. Interessant ist es ebenfalls, den Blick auf die jahrhundertealte, christliche Glaubenstradition zu richten, die sich im Land der Heiligen Nino in einer eigenen Architektur und Formensprache widerspiegelt.
So verbindet diese Ferienakademie das Kennenlernen und Studieren der Kulturgeschichte Georgiens mit Landschaftserfahrungen und nimmt bei Begegnungen und Gesprächen auch die heutigen innen- und geopolitischen Entwicklungen und Herausforderungen in den Blick.

Montag, 18. Juli 2022
Fahrt mit dem Lufthansa-Express von Köln Hbf. (9.55 Uhr) nach Frankfurt Flughafen/Fernbahnhof (10.50 Uhr) und Flug mit Lufthansa (13.45 Uhr) nach Tbilisi (20.00 Uhr). Fahrt mit einem Reisebus zum Hotel Mercure Tbilisi Old Town**** und Abendessen in einem örtlichen Restaurant.

Dienstag, 19. Juli 2022
Tbilisi – Hauptstadt zwischen Orient und Okzident
Die Vielfalt der Baustile in Tbilisi spiegelt die lange, multikulturelle und multireligiöse Geschichte der Stadt und der Region wider: Karawansereien sind Zeugnisse der Stadt als einstiges Handelszentrum an der Seidenstraße. Die mittelalterliche Metechi-Kirche, die Sioni-Kathedrale und die Antschischati-Basilika sind ebenso wie Synagogen und Moscheen steinerne Zeugen religiöser Vielfalt. Der mittelalterlichen Festung Nariqala hoch über der Altstadt, dem orientalischen Bäderviertel, dem Freiheitsplatz und dem Rustaweli-Prospekt, der gesäumt ist von Jugendstilgebäuden, gilt ebenso das Interesse wie der futuristisch wirkenden „Brücke des Friedens“: eine Konstruktion aus Stahl und Glas, die in kühnen Bögen die Ufer des Flusses Mtkwari verbindet.

Mittwoch, 20. Juli 2022
Von Tbilisi in die alte Hauptstadt Mzcheta
In Mzcheta kreuzten sich einst die Heer- und die Seidenstraße. Heute ist die 3 000 Jahre alte Stadt UNESCO-Welterbe und mit der Swetizchoweli-Kathedrale religiöses Zentrum Georgiens. Hier, am Zusammenfluss der Flüsse Mtkwari und Aragwi, habe die heilige Nino – so die Legende – den Platz für die erste Kirche Georgiens ausgewählt. Vom hochgelegenen Dschwari-Kloster (7. Jh.) bieten sich auch eindrucksvolle Blicke auf die beiden Flüsse Aragwi und Mtkwari.

Donnerstag, 21. Juli 2022
Grenzgang: Dawid Garedscha und Blicke nach Aserbaidschan
Südöstlich der Hauptstadt, an der Grenze zu Aserbaidschan, liegt in spektakulärer Steppenlandschaft das Kloster Dawid Garedscha, das als ältestes Kloster Georgiens gilt (6. Jh.). Hier startet – wenn möglich – eine Gratwanderung (2-2,5 Std.) entlang der Grenze zu Aserbaidschan, bei der sich weite Blicke ins Nachbarland bieten. Ziel ist das Höhlenkloster Udabno (10. Jh.), hier erzählen in den halboffenen Höhlen Wandmalereien vom einstigen Alltag und Leben der Mönche. Die Fahrt in die Weinregion Kachetien wird beim Kloster Bodbe unterbrochen, dessen Kirche auf dem Grabmal der heiligen Nino errichtet wurde, so die Legende.

Freitag, 22. Juli 2022
Kachetien: Klöster und Wein
Von Kvareli geht es zunächst zum bunten Bauernmarkt von Telawi und weiter zum nahen Iqalto-Kloster, das einst kulturelles Zentrum Ostgeorgiens war. Später erhebt sich eindrucksvoll in einer weiten Ebene der Kreuzkuppelbau der Alawerdi-Kathedrale, die dem heiligen Georg geweiht ist. Spätnachmittags beeindrucken die mächtige Erzengelkirche von Gremi sowie die Klosteranlage Nekresi, die mit der kleinen Basilika (4. Jh.) eine der ältesten Kirchen Georgiens ist.

Samstag, 23. Juli 2022
In den Großen Kaukasus
„Das ist keine Straße, sondern Poesie, eine wunderbare, phantastische Erzählung!“ schwärmte einst Anton Tschechow von der georgischen Heerstraße. Vom Norden des Großen Kaukasus in die Länder des Orients führend, bildete sie bis Ende des 19. Jahrhunderts die wichtigste Verbindung zu Russland und ist gegenwärtig wichtige Fernstraße zwischen beiden Ländern. An dieser befindet sich die Festung Ananuri (17. Jh.), die einst den persischen und osmanischen Invasionen trotzte. Weiter geht es durch eine beeindruckende Hochgebirgslandschaft über den Kreuzpass (2 379 m) in den Ort Stepanzminda, der im 20. Jahrhundert zwischenzeitlich den Namen des christlichen Märtyrers Stephanus trug. Tagesziel ist die Kleinstadt Kazbegi, die auf 1 700 m am Fuß des 5 047 m hohen Berges Kasbek an der Grenze zu Tschetschenien/Russland liegt.

Sonntag, 24. Juli 2022
Im Großen Kaukasus
Majestätisch überragt der Gipfel des mächtigen Kasbek die Landschaft. Einst, so die Mythologie, wurde hier Prometheus zur Strafe angekettet, da er den Göttern das Licht stahl. Erstes Ziel ist die spektakulär gelegene Gergetier-Dreifaltigkeitskirche (2 170 m). Hier wurde über Jahrhunderte der Schatz der Georgischen Orthodoxen Apostelkirche, das Weinrebenkreuz der Heiligen Nino, aufbewahrt (Fahrt mit Geländewagen, Höhenunterschied ± 400 m). Später geht die Fahrt durch die schmale, eindrucksvolle Dariali-Schlucht bis zur georgisch-russischen Grenze.

Montag, 25. Juli 2022
Tbilisi: „Stadt, die dich liebt“
Vom Großen Kaukasus geht es über Gori zum versteckt liegenden Kloster Kinzwissi, dessen Kirche vor allem berühmt für ihre lapislazuliblauen Fresken ist. In besonderer Erinnerung bleibt hier der Verkündigungsengel („Blauer Engel“) aus dem 13. Jahrhundert. Zurück in der Hauptstadt Tbilisi bietet sich spätnachmittags Gelegenheit zum Besuch eines Gottesdienstes in der nahen katholischen Gemeinde.

Dienstag, 26. Juli 2022
Den Abschluss bildet der Besuch der Schatzkammer des Historischen Museums, die eine wertvolle Sammlung von Goldschmiedekunst aus der Zeit des Goldenen Vlieses zeigt.

Anschließend Fahrt zum Flughafen und Flug mit Lufthansa (15.35 Uhr) über München nach Köln/Bonn (19.35 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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