Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0

Fatima, Germana und Reinoldus

Ungewöhnliche Kapellen im Bergischen Land

Im Bergischen Land finden sich unzählige Kapellen und Heiligenhäuschen. Neben den häufig anzutreffenden Rochus- oder Antonius-Heiligtümern gibt es eine Reihe recht ungewöhnlicher Bauten. Sei es die einzige strohgedeckte Kapelle des Bergischen Landes, das womöglich einzige Germanaheiligtum Deutschlands oder eine vertraglich auf einem Bierdeckel gestiftete Simultankapelle.

Donnerstag, 10. September 2020
Busreise ab Köln (8.00 Uhr) und Bensberg (8.45 Uhr) nach Leverkusen.

Nepomuk-Kapelle in Fettehenne
Warum die alte Kapelle zu Ehren des „Hl. Antonius mit der Sau“ im Jahre 1700 niedergelegt wurde, weiß man. Nicht bekannt ist aber, warum die neue Kapelle zu Ehren des Brückenheiligen Johannes Nepomuk entstand.

St. Reinoldi in Rupelrath
Zu den Bergischen „Bonten Kerken“ gehört auch die Rupelrather Kapelle. Im gotischen Chorbau findet sich eine Darstellung des Jüngsten Gerichts, ähnlich denen in Lieberhausen und Marienberghausen (Ende 15. Jh.).

Das Lindlarer „Frauenhäuschen“
Der Wohnplatz Frauenhäuschen besteht nur noch aus der namengebenden Kapelle. Erstmals erwähnt wurde das strohgedeckte „Hilgenhuyß zu frauwen wyden“ im Jahre 1490.

Luzia-Kapelle in Klause
Teil des Lindlarer Kapellenkranzes ist auch die der Luzia, Helferin bei Augenleiden, geweihte Kapelle. Der Bau wurde 1490 erstmals erwähnt, ist aber deutlich älter.

Ökumenische Schöpfungskapelle Remshagen
Am Ende eines fröhlichen Gemeindeabends stand der Vertrag auf einem Bierdeckel: „Mit Leib und Seele, Geld und Gut“ wollte sich die Dorfgemeinschaft für den Bau einer ökumenischen Kapelle einsetzen, die 2002 tatsächlich eingeweiht wurde.

Fatima-Kapelle in Much
Anlass für die Kapellenstiftung der Eheleute Wirges war neben der Trauer um die beiden im Zweiten Weltkrieg verlorenen Söhne und die Dankbarkeit für die zwei heimgekehrten auch die Verschonung Muchs durch die einrückenden Amerikaner.

Die Werscher Germana-Kapelle
Ursprünglich trug der Kapellenbau von 1714 das Patrozinium der Heiligen Dreifaltigkeit. 1889, in deutsch-nationaler Zeit, weihte Pfarrer Adams sie nach künstlerischer Neuausstattung auf die heilige Germana (Germaine Cousin).

Rückreise nach Bensberg (ca. 18.15 Uhr) und Köln (ca. 19.00 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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