Katastrophenlagen in Folge des Klimawandels. Analyse, Anforderungen an Hilfsorganisationen, Opferschutz, Konsequenzen-Fachtagung in Bensberg
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Wenn das Wasser kommt …

Katastrophenlagen in Folge des Klimawandels. Analyse, Anforderungen an Hilfsorganisationen, Opferschutz, Konsequenzen

Die Flutkatastrophe vom 14. Juli 2021 wird in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie in den benachbarten Staaten Belgien und den Niederlanden nicht nur als Einzelereignis in Erinnerung bleiben. Sie reiht sich ein in eine Kette immer intensiver werdender Wetterereignisse weltweit, die Folge des Klimawandels sind.
Neben den alleine über 160 Toten in Deutschland, unzähligen Verletzten und Sachschäden in noch nie gekannter Höhe ist es notwendig, die Folgen für die Menschen in den betroffenen Regionen zu betrachten. Langzeitfolgen wie u. a. Verlusterfahrungen, Ängste und Zukunftssorgen prägen den „Alltag“ von Tausenden von Bewohnerinnen und Bewohnern der betroffenen Regionen.
Die Hochwasserkatastrophe hat die Verwaltungsbehörden auf allen Ebenen, vom örtlich Verantwortlichen bis zu den Ministerien, insbesondere die Feuerwehren, den Katastrophenschutz, die Polizei, die Hilfsorganisationen, Ehrenamt und auch die Notfallseelsorge vor bislang in Umfang und Dauer des Einsatzes nie dagewesene Herausforderungen gestellt, die bis heute andauern.

Mit dieser Fachtagung sollen die Ereignisse der Flutnacht beleuchtet, die Hilfen dargestellt und die Folgen für die Zukunft bewertet werden, die sich für alle beteiligten Verwaltungen, Organisationen und Menschen ergeben.

Dienstag, 20. September 2022

14.30 Uhr
Begrüßung und Einführung
Hermann-Josef Borjans, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Bonn
Andreas Würbel, Thomas-Morus-Akademie Bensberg

Die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021
Erfahrungen und Bilanz

15.00 Uhr
Erfahrungen, Erlebnisse, Eindrücke
Gesprächsrunde mit
Elke Braun, Stadtbeauftragte/KIT-Leitung Malteser Norderstedt, PSNV B und E, Führungsassistentin des Kreises Segeberg
Pfr. Dr. Arno-Lutz Henkel, Bad Neuenahr-Ahrweiler
Missy Motown, Helfer-Stab Hochwasser Ahr, Gemeinde Grafschaft
Andrea Walraven-Thissen, Krisenmanagerin, Hellenthal

16.00 Uhr
Kaffee- und Teepause

16.30 Uhr
Hochwasser in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen
Einschätzungen und Konsequenzen
Begoňa Hermann, Vize-Präsidentin, Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Trier
Staatssekretär Jürgen Matthies, Innenministerium NRW, Düsseldorf (angefragt)

18.00 Uhr
Abendessen

19.30 Uhr
Organisierte Verantwortung?!
Gesprächsrunde mit Bürgermeistern und Landräten
Steffi Kristina Hübner, 1. stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Kall
Uwe Kober, Bürgermeister Altena

21.00 Uhr
Ende des Veranstaltungstages

Mittwoch, 21. September 2022

Ab 7.00 Uhr
Frühstück für Übernachtungsgäste

Anforderungen und Herausforderungen an Hilfsorganisationen/Rettungsdienst

9.00 Uhr
Organisierte Hilfe für Menschen
PSNV B und PSNV E
Psychologische Notfallversorgung
Frank C. Waldschmidt, Referent PSNV - Leiter Psychosoziale Unterstützung Fluthilfe NRW, Malteser Hilfsdienst e. V., Landes- und Regionalgeschäftsstelle NRW, Köln
Elisabeth Mick, Psychologische Psycho­therapeutin, Altenahr

10.30 Uhr
Kaffee- und Teepause

11.00 Uhr
Polizeiliche Aufgaben anlässlich der Flutkatastrophe
Einsatz, BAO, Zusammenarbeit mit den Krisenstäben
Andreas Sandvoß, Polizeidirektor, Leiter des Ständigen Stabes, Polizeipräsidium Köln

12.00 Uhr
Der Amtshilfe-Einsatz der Bundeswehr im Ahrtal - Aufgaben und Erfahrungen
Eindrücke aus der militärseelsorglichen Begleitung des Bundeswehr-Einsatzes im Ahrtal
Dr. Uwe Rieske, Militärdekan, Evangelisches Militärpfarramt Nörvenich Eurofighter-Flugplatz
Maria C. Raabe, Oberstleutnant, Kdt‘in StQ & KasKdt‘in, Bundeswehr, Kommando Cyber- und Informationsraum, Bonn

13.00 Uhr
Mittagessen

14.30 Uhr
Workshopangebote
1. PSNV-Einsatz der Malteser in Schleiden
Erfahrungsbericht über die Einsätze und Einblick in die Struktur der Einsatzführung
Elke Braun, Stadtbeauftragte/KIT-Leitung Malteser Norderstedt, PSNV B und E,
Führungsassistent des Kreises Segeberg
Jens Braun, Stv. Stadtbeauftragter / Stv. KIT-Leitung Malteser Norderstedt, PSNV B und E, Führungsassistent des Kreises Segeberg
2. In letzter Minute
Rettung mit dem Hubschrauber
Andrea Walraven-Thissen, Krisenmanagerin, Hellenthal
N.N., Hubschrauberretter
3. Seelsorge in Katastrophenlagen
Pfr. Dr. Arno-Lutz Henkel, Bad Neuenahr-Ahrweiler
Pfr. Albrecht Roebke, Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland, Bonn
4. Standards und Angebote zur Einsatznachsorge von Bundeswehrangehörigen im Amtshilfe-Einsatz
Dr. Uwe Rieske, Militärdekan, Evangelisches Militärpfarramt Nörvenich Eurofighter-Flugplatz
Maria C. Raabe, Oberstleutnant, Kdt‘in StQ & KasKdt‘in, Bundeswehr, Kommando Cyber- und Informationsraum, Bonn
5. Zusammenarbeit von Behörde und Ehrenamt im Katastrophenfall
Missy Motown, Helfer-Stab Hochwasser Ahr, Gemeinde Grafschaft
6. Nachhaltige psychologische Versorgung von Opfern
Frank Waldschmidt, Malteser Hilfsdienst e. V., Köln
Elisabeth Mick, Psychologische Psychotherapeutin, Altenahr

17.30 Uhr
Lessons learned?
Konsequenzen aus der Katastrophe für den Bevölkerungsschutz
Prof. Dr. Alexander Fekete, Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr, TH Köln

19.00 Uhr
Abendessen

20.15 Uhr
Die Flut 2021
Der schmale Grad zwischen Information und Panikmache.
Norbert Jeub, Chefredakteur, Radio Euskirchen
Stefanie Rhein, Fernsehreporterin, Speakerin & Sängerin

Donnerstag, 22. September 2022

Ab 7.00 Uhr
Frühstück für Übernachtungsgäste

Was kommt danach?
Hilfen nach der Katastrophe

9.30 Uhr
Wenn es schnell gehen muss!
Bevölkerungswarnung aufgrund von Katastrophen und Unwettersituationen
Botho von Schrenk, Referent, Referat Warnung der Bevölkerung im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Bonn

10.30 Uhr
„Rolle eines Wasserverbands als „Fachspezialist“ zwischen SAE’s und Krisenstäben“
Thomas Rolfs, Dipl.-Ing., Risikomanagement und Notfallmanagement, Wasserverband Eifel-Rur, Düren

11.30 Uhr
Kaffee- und Teepause

12.00 Uhr
Abschlussdiskussion
Thomas Rolfs, Wasserverband Eifel-Rur, Düren
Andreas Sandvoss, Polizeipräsidium Köln
Botho von Schrenk, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katatrophenhilfe (BBK), Bonn
...

13.00 Uhr
Mittagessen

14.00 Uhr
Ende der Tagung

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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