Bachhaus Eisenach (CC BY-SA 4.0)/wikimedia

Eindrucksvoll. Österlich.

Akzente zu den Thüringer Bachwochen

Diese Ferienakademie führt nach Weimar und widmet sich dennoch nicht den literarischen Klassikern. Vielmehr setzt sie vor allem musik- und kunstgeschichtliche Akzente in der Stadt an der Ilm, aber auch in Eisenach, Erfurt und Arnstadt.
Das Interesse gilt den beiden großen Komponisten Johann Sebastian Bach und Franz Liszt, die einst in Weimar wirkten. Während Bach hier von 1708 bis 1717 als Hofkapellmeister engagiert war und dann gar im Gefängnis saß, feierte ab Mitte des 19. Jahrhunderts Franz Liszt in der Stadt große Erfolge.
Anregend ist es, die Bischofsstadt Erfurt unter dem Stichwort „Spuren des religiösen Wortes“ zu besuchen und dabei der beiden wortgewaltigen Prediger Meister Eckhart und Martin Luther zu gedenken.
Musikalische Akzente setzen ausgewählte Konzerte der Thüringer Bachwochen: In der „Herderkirche“ erklingen am Ostersonntag Werke von Johann Sebastian Bach und Claudio Monteverdi für Laute und Violine. Am Ostermontag bietet ein Quintett ehemaliger Thomaner ein Kantatenkonzert in der „Bachkirche“ in Arnstadt. Auch ein spätabendliches Lautenkonzert im Bücherkubus der Herzogin Anna Amalia Bibliothek verspricht interessant zu werden.

Gründonnerstag, 9. April 2020
Die Busreise von Köln (7.30 Uhr) und Bensberg (8.15 Uhr) nach Weimar wird durch einen Besuch in Eisenach unterbrochen.
Bachstadt Eisenach
Hier wurde J. S. Bach am 21. März 1685 geboren, hier erhielt er den ersten Musikunterricht, hier sang er im Schulchor der Georgenkirche. Das Bachhaus zeigt heute eine der bedeutendsten Ausstellungen zu seinem Leben und seiner Musik.
19.00 Uhr
Gelegenheit zum Besuch des katholischen Gottesdienstes.

Karfreitag, 10. April 2020
9.30 Uhr I Vortrag und Führung
Cranach und der Weimarer Kreuzigungsaltar
Nach dem Vortrag führt der Spaziergang auf den Spuren Cranachs zur Kirche St. Peter und Paul mit dem „Cranach-Altar“ und zum Jacobsfriedhof, auf dem der Maler 1553 bestattet wurde. Nachmittags besteht Gelegenheit zum Besuch der Karfreitagsliturgie (15.00 Uhr).
17.00 Uhr I Vortrag und Gespräch
Passion und Neubeginn
Literarische Zugänge

Karsamstag, 11. April 2020
Erfurt: Auf den Spuren des religiösen Wortes
In der Bischofsstadt Erfurt wird die Bedeutung des Wortes im christlichen Glauben an einigen Orten besonders deutlich: Der Dom St. Marien ist in mehrfacher Hinsicht „wortgewaltig“. So ist auch der Figurenzyklus, der das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen an der Fassade darstellt (Mt 25,1-13), ein beredtes Zeugnis der Glaubensgeschichte. Ebenso steht die gotische Predigerkirche im Zeichen des Wortes. Hier lebte und wirkte der Mystiker Meister Eckhart. Und selbstverständlich gilt es nicht zuletzt, dem wortgewaltigen Mönch und späteren Reformator Martin Luther im Augustinerkloster zu „begegnen“, wo er von 1505 bis 1511 lebte, betete und arbeitete. Im Angermuseum betrachten Sie schließlich die Wandmalereien des Expressionisten Erich Heckel, in deren Zentrum der ebenfalls wortgewaltige Dichter Stefan George dargestellt ist.
21.00 Uhr | Konzertbesuch
Werke für Laute und Violine von Johann Sebastian Bach
Mitwirkende
Thomas Dunford, Laute
Théotime Langlois de Swarte, Violine

Ostersonntag, 12. April 2020
Gelegenheit zum Besuch des Festhochamtes in der katholischen Herz-Jesu-Kirche bzw. des Ostergottesdienstes in der evangelischen Stadtkirche („Herderkirche“).
13.00 Uhr I Oster-Spaziergang
„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche …“
Der Weg führt zum Liszt-Haus (Besuch) durch den Ilmpark vorbei am Römischen Haus zu Goethes Gartenhaus. Hierher lud Goethe im Jahr 1777 erstmals Kinder zum „Haseneiersuchen“ ein – und kultivierte diese Tradition bis ins hohe Alter.
16.00 Uhr I Konzertbesuch
Osterkonzert: Werke von Bach und Monteverdi
Leitung und Laute
Thomas Dunford, Artist in Residence
Mitwirkende u. a.
Ensemble Jupiter, Patrizia Ciofi (Sopran), Lea Desandre (Mezzosopran), Sara Mingardo (Alt), Cyril Auvity (Tenor), Marc Mauillon (Bariton)

Ostermontag, 13. April 2020
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes (9.00 Uhr).
„Bachstadt“ Arnstadt
Der Spaziergang durch die älteste Stadt Thüringens führt vorbei an stattlichen Brau- und Bürgerhäusern am Markt und dem eindrucksvollen Renaissancebau des Rathauses zum Haus in der Kohlgasse 7, denn hier wohnte die Musikerfamilie Bach. In der Bonifatiuskirche wurde der erst 18-jährige Johann Sebastian Bach als Organist verpflichtet und wirkte hier bis 1707. Die Bachausstellung im Schlossmuseum dokumentiert diese Zeit.
15.00 Uhr I Konzertbesuch
Johann Sebastian Bach: Kantaten
Leitung
Wolfgang Katschner
Mitwirkende
Amarcord & Lautten compagney Berlin

Dienstag, 14. April 2020
vormittags I Präsentation
Bach und Liszt in Weimar
Auch wenn es nur wenige offensichtliche Spuren Johann Sebastian Bachs in Weimar gibt, so sind doch die Gedenktafel am Markt und Bachs einstige Wirkungsstätte, das Residenzschloss, einen Blick wert (Außenbesichtigung). Den Schlussakkord dieser Ferienakademie setzt die Betrachtung von Liszt-Originalen im Goethe- und Schiller-Archiv.
Von der Ilm an den Rhein
Rückreise nach Bensberg (Ankunft ca. 18.00 Uhr) und Köln (ca. 18.45 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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