Elya, Wiki Commons, CC BY-SA 3.0
Elya, Wiki Commons, CC BY-SA 3.0

Ein Leben für die Architektur

Zum 100. Geburtstag von Gottfried Böhm

Gottfried Böhm ist definitiv ein Jahrhundertarchitekt, der nun auch seinen 100. Geburtstag feiert. Der Träger des Pritzker-Preises – quasi dem Nobelpreis für Architektur – hat mit seinen Bauten Köln an vielen Stellen mitgeprägt. Neben den berühmten Sakralbauten finden sich in der Domstadt auch mehrere seiner Profanbauten, die ebenfalls eine mehr oder weniger bestimmende und nicht immer unumstrittene Rolle im Stadtbild spielen.

Ablauf

Freitag, 3. April 2020
Treffpunkt in der Eingangshalle des Bezirksrathauses Köln-Kalk (10.00 Uhr).

Beton mit Ziegel und Tuff – Rathaus Kalk, Stadthaus Köln, Hotel Maritim
Mit dem Rathaus Kalk hat Gottfried Böhm dem Industriestadtteil in den späten 1980er-Jahren ein neues politisches und gesellschaftliches Zentrum gegeben, welches mit Turm und Backsteinverkleidung ein reizvolles Ensemble mit der benachbarten Anlage von Kirche und Kapelle bildet. Das Stadthaus Köln und die Lanxess Arena aus den 1990er-Jahren, die er mit seinem Sohn Peter entwarf, stellen zusammen dagegen eine neue Dominante in Deutz dar. Eine ganz besondere architektonische Geschichte hat das im Rheinpanorama prominent vertretene Hotel Maritim.

Wenn der Vater mit dem Sohne… – Madonna in den Trümmern, Kolpinghaus, WDR-Arkaden
Hätte Vater Dominikus Böhm nicht so viel zu tun gehabt, wäre seinem Sohn Gottfried vielleicht die Chance entgangen, 1947 seinen ersten eigenständigen Bau zu errichten. So aber wurde die Kapelle „Madonna in den Trümmern“ zu einem für sein Schaffen richtungsweisenden Bau. Beim benachbarten Kolpinghaus errichtete er dagegen in familiärem Dialog einen Anbau neben dem Werk seines Vaters. Ein besonderes Stück jüngerer Böhmscher Familienarchitektur mit Ehefrau Elisabeth und Sohn Peter sind die WDR-Arkaden an der Breite Straße aus den 1990er-Jahren.

Triumph des Beton – St. Gertrud
Seine Ausbildung als Bildhauer sind besonders Gottfried Böhms Betonkirchengebilden aus den 1960er-Jahren anzusehen. Bei ihnen hat er – wie bei St. Gertrud in der Kölner Nordstadt – auf der Basis durchaus traditioneller Architekturelemente eine fast skulptural anmutende Architektursprache erreicht. Kurz vor seiner berühmten Wallfahrtskirche in Neviges stellt St. Gertrud einen ersten Höhepunkt der Betonarchitektur Böhms dar.

Ende der Veranstaltung an der S- und U-Bahn-Station Hansaring in Köln (ca. 18.00 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 78,00 € und umfasst:

  • Zwei-Gänge-Mittagessen im Café Jansen, einem Kölner BaumerTraditionscafé;
  • Fahrkarte für den Öffentlichen Personennahverkehr (gilt nicht für die An- und Abreise zum Veranstaltungsort);
  • Bereitstellung eines Funk-Kopfhörers;
  • Führungen und Eintritte.
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