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Schatztruhe der Medici

Glanzlichter und Verborgenes in Florenz

„Gerade schenkte der Papst Dir Rosen/ trotz strengen Winters, Dir, himmlische Jungfrau/ der man den prachtvollen Tempel/ pflichtbewusst mit heiligen Riten weihte“.
Als die Florentiner ihre Kuppel 1436 weihten, erklangen diese Verse Guillaume Dufays.
Florenz erscheint darin als blühende Stadt unter dem Schutz Marias – ein schönes Bild für eine Stadt, deren Reichtum über Jahrhunderte immer neue Blüten trieb. Hier schufen Brunelleschi, Fra Angelico, Michelangelo und Raffael Werke, die die Kunstwelt veränderten. Mittelalterliche Bildwelten, die Klarheit und Harmonie der Renaissance und die kostbare Raffinesse des Manierismus liegen dicht beieinander. Große Kirchen und Paläste erzählen von diesem Wandel ebenso wie kleine Kapellen und verborgene Kunstwerke. So lässt sich in Florenz den großen Linien der Kunstgeschichte folgen – und zugleich manches entdecken, das abseits der bekannten Wege liegt.

Ihr/e Reiseleiter/in

Freitag, 5. Februar 2027
Benvenuti a Firenze!
Flug mit Air Dolomiti von Frankfurt (12.05 Uhr) nach Florenz (13.40 Uhr) und Fahrt mit Kleinbussen zum Hotel Orto de‘ Medici****. Ein erster Rundgang erschließt einige der großen Sehenswürdigkeiten von Florenz: Vom Dom Santa Maria del Fiore führt der Weg zur Piazza della Signoria mit dem Palazzo Vecchio und weiter entlang der Uffizien zum Arno. Über den Ponte Vecchio eröffnet sich ein schöner Blick auf den Fluss und die charakteristische Kulisse der Stadt.

Samstag, 6. Februar 2027
Im Zeichen von Dom und Paradies
Versteckt und kaum bekannt liegt der Chiostro dello Scalzo nahe dem Kloster San Marco. Andrea del Sarto schuf hier bis 1526 einen monochromen Freskenzyklus, dessen hervorragend erhaltene Gemälde den beginnenden Manierismus ankündigten. Im Dominikanerkloster San Marco findet sich der größte Schatz in den Klosterzellen: die Andachtsfresken Fra Angelicos aus der Frührenaissance. Hier zog sich Cosimo de‘ Medici zum Meditieren zurück, später regierte Savonarola von diesem Ort aus die katholische Republik. Wie kunstfertig die Kathedrale Santa Maria del Fiore ausgestattet wurde, bezeugt das Dommuseum. Ghibertis berühmte Portale des Baptisteriums, romanische Mosaiken und die gewaltigen Ausmaße des Baus spiegeln die Kunst- und Geistesgeschichte der Stadt wider.
Am Abend Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Vorabendgottesdienstes.

Sonntag, 7. Februar 2027
Fürstlicher Prunk und Werke für die Ewigkeit
Der Aufstieg der Medici zeigt sich eindrucksvoll am Palazzo Pitti. Aus einer rustikalen Villa entstand einer der prächtigsten Paläste Europas. Kunstsammlungen mit Werken von Raffael, Perugino, Caravaggio und Rubens zeugen vom Geschmack der Großherzöge. Dahinter erstreckt sich der spektakulär ansteigende Giardino di Boboli mit seinen Terrassen, Hecken und Skulpturen. Der Palazzo Medici Riccardi birgt mit der von Benozzo Gozzoli ausgemalten Kapelle ein Meisterwerk der Frührenaissance. Farbenrausch, Goldglanz und die prächtigen Gewänder der Medici als Weise aus dem Morgenland verzaubern bis heute. Zum Abschluss des Tages wartet mit dem Museo Marino Marini ein besonderer Ort: In der ehemaligen Kirche San Pancrazio verbindet sich die moderne Kunst Marino Marinis mit der stillen Atmosphäre der Cappella Rucellai und ihrer außergewöhnlichen Renaissance-Architektur.

Montag, 8. Februar 2027
Zwischen Unschuld und Macht
Eng mit den Medici verbunden ist die Annunziata mit ihrem europaweit verehrten Gnadenbild der Verkündigung. Brunelleschis Arkaden umfangen den Vorplatz und führen zum Waisenhaus der Innocenti. Von dessen Dachterrasse reicht der Blick weit über die Dächer und Kuppeln von Florenz.
Der Palazzo Vecchio verbindet bürgerliches Selbstverständnis mit dem Machtanspruch der Medici. Aus dem mittelalterlichen Rathaus wurde die Residenz Cosimos I., die Giorgio Vasari mit Fresken, Riesensälen, Marmorstatuen und kostbaren Kabinetten in eine prachtvolle Fürstenresidenz verwandelte.
In der Basilika Santa Trinita findet sich die Cappella Sassetti mit Ghirlandaios berühmtem Freskenzyklus, der biblische Szenen mit dem Florenz der Medici-Zeit verbindet.

Dienstag, 9. Februar 2027
Von Grau in Grau zur Farbe
Die von Brunelleschi errichtete Kirche San Lorenzo sollte für die Medici zum Mausoleum werden und wuchs über zwei Jahrhunderte mit dem dynastischen Ehrgeiz der „Pillendreher“ immer prächtiger. Donatello gestaltete Elemente der Alten Sakristei, Michelangelo die Neue Sakristei samt ihren Skulpturen. Die manieristische Fürsten-kapelle schließlich übertrifft mit ihrem verschwenderischen Marmorluxus selbst die monarchischen Grablegen in Wien oder Paris. In der gotischen Dominikanerkirche Santa Maria Novella überrascht Masaccios Trinität mit ihrer frühen Zentralperspektive. Ghirlandaio schuf im Chor für die mit den Medici verbündete Bankiersfamilie Tornabuoni einen gewaltigen Freskenzyklus. Neben Heiligenleben zeigt er das Florenz um 1485: Patrizier, Pilger und Bettler werden zu einer flämisch veristischen Chronik der toskanischen Handelsstadt.

Mittwoch, 10. Februar 2027
Arrivederci, Firenze!
Zeit für einen letzten Spaziergang durch die Gassen, einen Blick auf das Arno-Ufer oder einen Besuch dort, wo während der Reise noch etwas unentdeckt geblieben ist. Zwischen Palästen, Kirchen und Plätzen lässt sich die besondere Atmosphäre der Stadt noch einmal in Ruhe aufnehmen. Am späten Vormittag Transfer zum Flughafen und Rückflug mit Air Dolomiti von Florenz (14.20 Uhr) nach Frankfurt (15.55 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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