HiRes_c_Christian Grund
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Osterfestspiele in Baden-Baden

Große Musik zwischen Passion und Neubeginn

Die Osterfestspiele in Baden-Baden bilden den Rahmen für eine musikalische Reise durch mehr als ein Jahrhundert: Mit Mozarts unvollendetem Requiem setzt der Bogen im späten 18. Jahrhundert ein, um sich über Beethovens Freiheitsoper „Fidelio“ und seine siebte Sinfonie bis hin zu Sibelius Violinkonzert vom Beginn des 20. Jahrhunderts zu spannen. Bittere Todesklage und revolutionärer Auferstehungsjubel prägen die musikalische Dramaturgie dieser Festspieltage. Ergänzt werden die Konzerterlebnisse durch literarische Spaziergänge, Museumsbesuche und exklusive Einblicke hinter die Kulissen des Festspielhauses.

 

Ihr/e Reiseleiter/in

Gründonnerstag, 25. März 2027
„O namenlose Freude!“
Individuelle Anreise nach Baden-Baden ins Heliopark Bad Hotel Zum Hirsch**** im Zentrum der Kurstadt.
15.00 Uhr I Kulinarischer Auftakt im Hotelrestaurant samt Begrüßung und Programmeinführung durch Dr. Andreas Thiel
18.00 Uhr I Besuch des Konzertes im Festspielhaus
Sibelius: Violinkonzert
Jean Sibelius’ Violinkonzert zählt zu den bedeutendsten Werken seiner Gattung. Nordisch geprägt und von außergewöhnlicher Virtuosität, erklingt es mit dem französischen Geiger Renaud Capuçon. Ergänzt wird das Programm durch Robert Schumanns Ouvertüre zu „Manfred“ und Ludwig van Beethovens siebte Sinfonie, deren mitreißende Rhythmik Richard Wagner als „Apotheose des Tanzes“ pries.
Mitwirkende: Klaus Mäkelä (Dirigent), Renaud Capuçon (Violine), Royal Concertgebouw Orchestra


Karfreitag, 26. März 2027
„Requiem aeternam dona eis, Domine / et lux perpetua luceat eis.“
Hinter dem Hügel der Stiftskirche treten am Hang des Nordschwarzwaldes seit Jahrhunderten die heilkräftigen Quellen aus, die den Weltruhm des Bades begründeten. Etwas weiter gen Osten findet man einen spätmittelalterlichen Kalvarienberg, ein angemessenes Ziel für einen literarischen Spaziergang am Karfreitag.
11.00 Uhr I Vortrag und Gespräch im Hotel
Passion und Neubeginn
Beethoven kannte die Werke seines großen Vorgängers Mozart genau. Zwanzig Jahre nach dessen Requiem (1791) begegnet er den Themen von Leid, Tod und Auferstehungshoffnung in einer grundlegend veränderten kulturellen und politischen Welt: Die Revolutionskriege haben Europa erfasst, Tyrannei und Tod sind die Losung der Stunde; Befreiung bleibt Utopie. Wie eine Ahnung des Kommenden führt Beethoven diese Hoffnung über die Chorfantasie (1808) und die Schlussapotheose des „Fidelio“ (1814) bis zum Choral der neunten Sinfonie (1824). Der Menschheit hat er damit einen Hymnus von zeitloser Kraft geschenkt.
Dariusz Szymanski, Musikhistoriker, Festspiele Baden-Baden (angefragt)
15.00 Uhr I Gelegenheit zum Besuch der katholischen Karfreitagsliturgie in der Stiftskirche

18.00 Uhr I Besuch des Konzertes im Festspielhaus
Mozart: Requiem
Wolfgang Amadeus Mozarts Requiem, sein berühmtestes Chorwerk, begegnet Ludwig van Beethovens selten gespielter Chorfantasie – einer faszinierenden Verbindung aus Klavierfantasie, Konzert und Chorkantate, in der bereits der Geist der späteren „Ode an die Freude“ aufscheint. Unter Joana Mallwitz vereinen sich Solisten, Chor und Orchester zu einem eindrucksvollen Konzertabend.
Mitwirkende: Joana Mallwitz (Dirigentin), Alice Sara Ott (Klavier), Regula Mühlemann (Sopran), Marina Viotti (Mezzosopran), Sebastian Kohlhepp (Tenor), Alexander Grassauer (Bass), Philharmonia Chor Wien, Mahler Chamber Orchestra


Karsamstag, 27. März 2027
Vom Vorortbahnhof zum Festspielhaus
Das Festspielhaus von Baden-Baden besticht durch die gelungene Verbindung von historischer Schalterhalle eines kleinen Kurortbahnhofs und kühner Größe eines Operntheaters. Seit bald drei Jahrzehnten bietet es besonderen Festspielen eine Heimstadt und erfreut sich stetig steigender Wertschätzung. Eine Führung durch das Haus macht mit den Foyers, dem Saal, der Bühne und den technischen Diensten bekannt (Führung abhängig vom Probenplan des Festspielhauses).
15.00 Uhr I Besuch im Museum Frieder Burda
Europa im Pop-Fieber - Von Erró bis Sigmar Polke
Die Ausstellung im Museum Frieder Burda widmet sich der europäischen Pop-Art und ihrem facettenreichen Dialog mit der amerikanischen Nachkriegskunst. Mehr als 70 Werke von über 20 Künstlerinnen und Künstlern zeigen, wie sich die europäische Avantgarde mit Konsum, Werbung und gesellschaftlichem Wandel auseinandersetzte. Eine eindrucksvolle Werkschau, die neue Perspektiven auf eine prägende Kunstrichtung eröffnet.
Nach dem Museumsbesuch bleibt Zeit für eigene Unternehmungen. Auch ein individueller Besuch des Klavierabends im Festspielhaus ist denkbar.


Ostersonntag, 28. März 2027
Gelegenheit zum Besuch des festlichen Hochamtes in der Stiftskirche.
„Liebend ist es mir gelungen, Dich aus Ketten zu befrein.“
Auf einen Osterspaziergang durch die Frühlingsblüte der Lichtenthaler Allee und ein festliches Mittagessen folgt am Nachmittag ein Vortrag zur Einstimmung auf den Aufführungsbesuch am Abend.
15.00 Uhr I Vortrag im Hotel
“In des Lebens Frühlingstagen / Ist das Glück von mir geflohn!“
Zum Leiden Beethovens an seiner einzigen Oper
Dr. Andreas Thiel
18.00 Uhr I Besuch der Oper im
Festspielhaus
Beethoven: Fidelio
Ludwig van Beethovens einzige Oper „Fidelio“ zählt zu den eindrucksvollsten Bühnenwerken des Musiktheaters. Mit ihrer kraftvollen, sinfonisch geprägten Musik und ihrer bewegenden Geschichte von Mut, Treue und Freiheit eröffnete sie wenige Tage zuvor die Osterfestspiele 2027.
Mitwirkende: Joana Mallwitz (Musikalische Leitung), Mahler Chamber Orchestra, Philharmonia Chor Wien, Krzysztof Warlikowski (Regie), Vera-Lotte Boecker (Leonore), Sean Panikkar (Florestan) u.a.


Ostermontag, 29. März 2027
„Nun denn, zum letzten Male / Sei mir gegrüßt, du mein geliebtes Tal!“
Nach dem Frühstück individuelle Heimreise.

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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