Das offene Fenster

In unserer Sommerreihe „Sommer der Nebensachen“ geht es um kleine Motive, die große Räume öffnen – manchmal buchstäblich.

Ein offenes Fenster verändert alles. Es lässt Licht herein, Luft, Geräusche, Gerüche – und die Welt. Im Sommer wird das Fenster zur Schwelle zwischen Innen und Außen.

In der Kunst ist das Fenster ein wunderbares Motiv. Menschen stehen daran, schauen hinaus oder werden von außen gesehen. Es erzählt von Erwartung, Sehnsucht, Neugier und manchmal auch von Einsamkeit. Das offene Fenster macht sichtbar, dass der Mensch nie ganz nur drinnen oder draußen ist.

Auch literarisch ist das Fenster ein Ort der Möglichkeiten. Wer hinausschaut, träumt sich fort. Wer es öffnet, lässt etwas herein: Sommerluft, Stimmen von der Straße, Glockenklang, vielleicht auch Unruhe.

An heißen Tagen ist das offene Fenster ganz praktisch. Und doch bleibt es poetisch. Es erinnert daran, dass schon ein kleiner Luftzug genügt, um einen Raum – und manchmal eine Stimmung – zu verwandeln.

Pia von Boeselager – Referentin Öffentlichkeitsarbeit, Thomas-Morus-Akademie Bensberg

Pia von Boeselager Referentin Thomas Morus Akademie Bensberg