Januar-Lektüre (3/3): Erich Kästner
Erich Kästner ist einer dieser Autoren, die gleichzeitig leicht und ernst sein können. Er schreibt so, dass man sofort weiterliest – und merkt dann erst, dass der Text etwas in uns verschiebt. Kästner kann trösten, ohne kitschig zu werden. Und er kann mahnen, ohne den Zeigefinger zu heben.
Gerade im Januar ist das ein Geschenk. Denn der Jahresanfang hat oft zwei Gesichter: Aufbruch – und Überforderung. Kästner hilft, den Blick zu klären: auf das Wesentliche, auf Menschlichkeit, auf Alltagstugenden, die unterschätzt werden.
Warum Kästner jetzt gut tut
Kästners Stärke liegt in seiner Haltung. Er macht sich keine Illusionen über die Welt – aber er gibt die Hoffnung nicht preis. Er schreibt über Anstand, Freundlichkeit, Mut und Vernunft. Und er erinnert daran, dass „menschlich bleiben“ kein kleines Ziel ist.
Im Januar geht es oft um große Pläne. Kästner würde vermutlich sagen: Fang kleiner an – aber fang an. Im Ton freundlich, im Blick wach, in den Entscheidungen praktisch.
Was man lesen kann
Kästner eignet sich hervorragend in kleinen Portionen:
- „Kurz und bündig“ – Kästners Gedichte und Epigramme (ein Satz kann reichen)
- Die Welt der Literatur“ (pointiert, sehr lesbar)
- „Als ich ein kleiner Junge war“
- „Das Blaue Buch“
Ein Kästner-Impuls für den Jahresanfang
Kästner erinnert uns: Wir werden nicht durch Vorsätze besser, sondern durch Haltung im Alltag.
Nicht durch das „große Vorhaben“, sondern durch den nächsten anständigen Schritt.


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