Le Mythe de Sisyphe: CC-BY-4.0 via WIkimedia Commons
Le Mythe de Sisyphe: CC-BY-4.0 via WIkimedia Commons;

Was bleibt, wenn Gott tot ist?

Die Philosophie des Existenzialismus

„Gott ist tot!“ – Kaum ein philosophischer Satz hat die Geistesgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts so nachhaltig geprägt wie dieser Ausspruch Friedrich Nietzsches. Doch was bedeutet es eigentlich, wenn die über Jahrhunderte selbstverständliche Gewissheit eines transzendenten Sinn- und Ordnungsrahmens brüchig wird? Was bleibt dem Menschen, wenn es keinen vorgegebenen Sinn mehr gibt, auf den er sich berufen kann?

Mit diesen Fragen beginnt eine der faszinierendsten philosophischen Bewegungen der Moderne: der Existenzialismus. Im Zentrum steht der einzelne Mensch – frei, aber auch radikal auf sich selbst zurückgeworfen: Auf der Suche nach Sinn. Wir werden die Entwicklung des existenzialistischen Denkens anhand fünf bedeutender Denkerinnen und Denker nachzeichnen. Ausgehend von Nietzsche und Kierkegaard werden wir den Existenzialismus in seiner christlichen und seiner atheistischen Lesart kennenlernen. Dabei spannt das Seminar einen Bogen von der Krise religiöser Gewissheiten über die Erfahrung von Freiheit und Absurdität bis hin zu Verantwortung, Widerstand und Emanzipation.

Die Fragen des Existenzialismus zielen auf die Grundbedingungen menschlicher Existenz ab und sind daher unverändert aktuell: Wie sollen wir leben, wenn uns niemand den Sinn unseres Lebens vorgibt? Was bedeutet Freiheit? Wie gehen wir mit Endlichkeit und Leid um? Und wie können wir Verantwortung übernehmen – für uns selbst und für andere? Was bliebe also, wenn Gott tatsächlich tot ist?

Wir laden Sie herzlich nach Bensberg ein, um sich diesen zentralen Fragen des menschlichen Daseins gemeinsam zu stellen!

Ihre Tagungsleitung

Samstag, 19. Dezember 2026

14.00 Uhr
Die Vorgeschichte des Existenzialismus
Søren Kierkegaard und Friedrich Nietzsche

15.30 Uhr
Kaffee- und Teepause

15.45 Uhr
Der christliche Existenzialismus
Gabriel Marcel und Karl Jaspers

18.00 Uhr
Abendessen

19.00 Uhr
Widerstand im Angesicht der Aussichtslosigkeit
Albert Camus „Trotzdem“

21.15 Uhr
Ende des Veranstaltungstages


Sonntag, 20. Dezember 2026

ab 7.00 Uhr
Frühstück für Übernachtungsgäste

8.00 Uhr
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes in der Edith-Stein-Kapelle

9.45 Uhr
Die Philosophie der Résistance
Der Existenzialismus Jean Paul Sartres

11.15 Uhr
Kaffee- und Teepause

11.30 Uhr
Vom Existenzialismus zur Emanzipation der Frau
Simone de Beauvoir

13.00 Uhr
Mittagessen

14.00 Uhr
Ende der Veranstaltung

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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